Neue Basic-T-Shirts

Ein weißes Shirt fehlt mir schon länger im Kleiderschrank. Dabei lässt sich so ein Basic zu fast allem kombinieren. Zeit, das zu ändern.

Da hieß es raus aus der Komfortzone und ein paar neue Schnittmuster ausprobieren. Bei körpernah geschnittenen T-Shirts brauche ich standardmäßig eigentlich immer eine FBA. Für ein fitted Shirt ohne FBA habe ich jetzt zwei verschiedene Schnittmuster getestet. Und ein eher locker relaxtes Shirt habe ich auch noch genäht.

Die Schnittmuster

  1. T-Shirt Fanéla von Anna von einfach nähen, gradiert für 3 Cup Größen, aus dem Buch „Keine Angst vor Klamotte – Basic Outfits“
  2. The Fitted Shirt von La Bavarese in der Cup C Version
  3. Clean Cut aus der Ottobre Woman 2/2024

Die Stoffwahl

Zwei verschiedene weiße Jerseys, ein Baumwoll-Jersey und ein Viskose-Jersey, sowie passendes Bündchen lagen schon seit letztem Jahr im Regal. Alles gekauft bei Buttinette, genau mit dem Ziel ein bzw. ein paar weiße T-Shirt daraus zu nähen.

T-Shirt Fanéla – Anna von einfach nähen

Das Buch hatte ich mir extra wegen des Shirts, das für 3 verschiedenen Cup-Größen gradiert ist, gekauft vor einigen Jahren. Nach der Maßtabelle habe ich mich dann für Größe 46 Gamma entschieden, außerdem für einen Rundhals-Ausschnitt und kurze Ärmel. Im Schnittmuster sind Nahtzugaben von 1cm enthalten. Ich habe das Shirt aus dem Baumwoll-Jersey genäht. Den Ausschnitt habe ich ein kleines bisschen vergrößert, sonst keine Änderungen. Ingesamt hab ich mit Drucken, Kleben und Ausschneiden des Schnittmusters 2 Stunden gebraucht.

Hat das Schnittmuster überzeugt?

Ehrlicherweise habe ich mir mehr versprochen. Bereits beim ersten Anprobieren habe ich gesehen, dass ich die gleichen Falten habe wie bei Kaufshirts, die für einen Cup B gradiert sind, sowohl seitlich als auch in der Mitte vorne hab ich Falten. Viele Falten ziehen schräg von der Schulter nach unten zur Brust und auch vorne habe ich Querfalten. Ich habe es mit verschiedenen BHs ausprobiert, die Falten sind immer da. Die Schultern sitzen gut. Außerdem sitzen die Ärmel sehr eng, nicht nur am Oberarm, auch das Armloch ist sehr eng. Möglicherweise nähe ich das Shirt irgendwann nochmal mit einem anderen Stoff.

Mein Fazit: Ingesamt ein Shirt das ich sicher tragen werde, aber in dieser Kombination Stoff/Größenwahl nicht wesentlich besser als ein ready to wear Kaufshirt.

The Fitted Shirt – La Bavarese

Hier habe ich mich für die Größe 48, Cup C entschieden und ebenfalls einen Rundhals-Ausschnitt und kurze Ärmel. Das Schnittmuster besteht aus mehreren Dateien und so kann man nur das ausdrucken was man braucht. Das finde ich super. Nahtzugabe ist enthalten, aber die Nahtlinie ist auch eingezeichnet. Das Fitted Shirt habe ich aus dem weißen Viskosejersey genäht. Für Zuschnitt und Nähen habe ich insgesamt 2 Std. gebraucht.

Hat das Schnittmuster überzeugt?

Das Shirt sitzt gut, das liegt vor allem auch an dem Viskosejersey. Der ist leider auch leicht durchsichtig, sehe ich jetzt auf den Fotos. Und der Brustabnäher legt sich nicht so ganz optimal und scheint durch. Aber auch unabhängig vom Stoff ist die Passform gut. Ich habe das T-Shirt 9 cm gekürzt, ansonsten keine Änderungen. Beim nächsten Mal würde ich die Schulternaht 1,5cm kürzen und ggf. auch 1cm nach vorne legen. Spannend wäre es das Shirt nochmal aus Baumwolljersey zu nähen, da hatte ich aber nichts im Vorrat.

Shirt Clean Cut – Ottobre Woman 2/2024

Das Shirt Clean Cut habe ich in der Größe 48 genäht. Bei Ottobre sind im Schnittmuster keine Nahtzugaben enthalten. Das T-Shirt will ich schon länger nähen und hatte das Schnittmuster vor einiger Zeit bereits abgezeichnet. Der Baumwoll-Jersey des Fanéla Shirts reichte genau noch für das Shirt. Ich habe das T-Shirt hinten um 5 cm und vorne um 3 cm gekürzt, sonst keine Änderungen. Das T-Shirt war in knapp 2 Stunden fertig genäht.

Hat das Schnittmuster überzeugt?

Insgesamt sitzt das Shirt gut. Das Shirt sitzt locker, aber nicht zu sehr. Die Ärmel sitzen ebenfalls locker, wie ich es mag. Auch auf Brusthöhe sitzt das Shirt gut und wirft keine übermäßig großen Falten.

Mein Fazit: Ein gut passendes Shirt mit Potenzial, ich habe es auch schon ein paar Mal getragen. Wird sicher auch nochmal genäht.

Mit meinen neuen Basic T-Shirts gehts jetzt ab zum MeMadeMittwoch. Danke an die Organisatorinnen, die diese Plattform so toll betreuen und uns die Möglichkeit geben unsere Projekte zu zeigen.

Meine T-Shirts verlinke ich auch noch im Jahresbingo von Antetanni (Raus aus der Komfortzone) bei der Creativsalat-Linkparty und Augensterns Welt.

Für den Herbst genäht

Der Sommer neigt sich dem Ende und ich habe zuletzt einige Basic-Teile für den Herbst (aber nicht nur) genäht.

Sweatjacke Zip Up – Ottobre 2/2020

Die Jacke Zip Up aus der Ottobre Woman 2/2020 stand schon länger auf meiner To Sew Liste. Mit einem schönen Leo-Viskose Twilljersey, den ich Ende letzten Jahres bei Wunderland der Stoffe gekauft habe, ist nun eine sehr schöne und bequeme Jacke entstanden. Den Stoff hatte ich gekauft ohne ein konkretes Projekt im Kopf.

Genäht habe ich die Jacke in Größe 48, passt perfekt ohne größere Änderungen. Auf die Streifenapplikation auf den Ärmeln habe ich verzichtet. Und den Kragen habe ich ca.3 cm in der Höhe gekürzt, so dass es genau mit dem Reißverschluss gepasst hat. Erstmals habe ich auch mit elastischem Nähgarn genäht. Das Seraflex Garn von Mettler hatte ich Anfang des Jahres gekauft, aber bisher noch nicht genutzt. Hat gut funktioniert.

Projektüberblick Sweatjacke – das ist drin

  • Schnittmuster: Jacke „Zip Up“, Ottobre Design Woman 2/2020 Nr.3
  • Stoffe: Viskose Twilljersey im Leomuster camel blau, Wunderland der Stoffe; Bio-Bündchenstoff in navy, Snaply;
  • Sonstiges: Seraflex Garn Mettler, Nähwelt Flach; Reißverschluss, Snaply
  • Nähzeit: ca. 10 Stunden
  • Kosten: 40 Euro.

Sweater Coco –Fibre Mood 33

Genäht schon Ende Mai, dann direkt ein paar Mal getragen und noch gar nicht verbloggt, weil es dann Sommer wurde und zu warm war: den Sweater Coco. Der Sweater war ein einfach zu nähendes Projekt und ich habe dafür einen dünneren Sweatstoff aus meinem Vorrat vernäht. Der Stoff lag schon einige Jahre im Regal und ist aus einem Überraschungspaket von Driessenstoffen.

Den dünnen Trägerstreifen habe ich nicht direkt angenäht, sondern die genaue Länge und Position zuerst beim Anprobieren ermittelt und dann angenäht. Genäht in Größe XL ohne Änderungen.

Projektüberblick Sweater – das ist drin

  • Schnittmuster: Sweater Coco, Fibre Mood 33
  • Stoffe: Sweatstoff, Driessenstoffen; Bündchenstoff Snaply
  • Nähzeit: ca. 3 Stunden
  • Kosten: ca. 10 Euro

Boyfriend T-Shirt – mode.erscheinung

T-Shirts kann man immer gebrauchen. Und in meinem Instagramfeed ist mir das Boyfriend Shirt von Svenja von mode.erscheinung über den Weg gelaufen. Das Schnittmuster ist im August neu erschienen und ich habe es direkt gekauft, da ich kein Schnitttmuster für ein ähnliches Oversize Shirt in meinen Daten habe. Das Shirt habe ich stark gekürzt, ca. 15 cm, sonst keine Änderungen. Genäht in Größe IJ. Als ersten Test habe ich dafür einen Jersey in grün genutzt, der schon jahrelang in meinem Stoffregal lag.

Projektüberblick T-Shirt – das ist drin

  • Schnittmuster: Boyfriend Shirt, mode.erscheinung
  • Stoffe: Jersey in grün aus dem Vorrat
  • Nähzeit: ca. 2 Stunden, inkl. Schnittmuster drucken und kleben
  • Kosten: ca. 15 Euro, davon 3,95 € Schnittmuster (Einführungspreis)

Jacke Barbara – Fibre Mood 35

Der Herbst ist immer auch die Gelegenheit für eine neue Jacke. Genäht habe ich die Jacke Barbara aus der aktuellen Fibre Mood Ausgabe, Nr. 35. Der Stoff ist ein Soft-Cord (von Stoffe.de glaube ich) und lag schon länger im Regal.

Folgendes hab ich an der Jacke Barbara geändert:

  • obere Tasche nach innen verlegt
  • untere Taschen zur Paspeltasche geändert
  • Jacke ca. 15cm gekürzt
  • Ärmel ca. 5cm gekürzt

Genäht hab ich die Jacke in Größe L, ich hab mich an der Fertigmaßtabelle orientiert und wollte die Jacke nicht zu oversize. Außerdem hatte ich nur 1,5m von dem Stoff und davon ist auch kein Fitzelchen übrig geblieben. Ich musste sogar die Taschenbeutel teilen.

Die unteren Taschenbeutel habe ich an den Belegen und an der Nahtzugabe des Saums per Hand mit einigen Stichen fixiert. Die Knöpfe sind ebenfalls aus meinem Vorrat, ich habe sie vor sehr vielen Jahren mal bei Nanu Nana gekauft.

Beim Nähen gab es keine Probleme. Nur muss ich jetzt mein ganzes Nähzimmer grundreinigen, da der Cord wahnsinnig gefusselt hat. Ich hoffe, dass ich mich daran erinnere, bevor ich nächstes Mal Cordstoff kaufe….

Projektüberblick – das ist drin

  • Schnittmuster: Jacke Barbara, Fibre Mood 35
  • Stoff und Zubehör: Soft-Cord, vermutlich von Stoffe.de, Rest Denim für Taschenbeutel, BW-Paspel, Knöpfe – alles aus meinem Vorrat
  • Nähzeit: ungefähr 10 Stunden
  • Kosten: ca. 20 Euro

Danke an alle, die bis hierher gelesen haben. Jetzt verlinke ich zum virtuellen Laufsteg vom MeMadeMittwoch. Danke an das ganze Team für die Organisation dieser monatlichen Aktion.

Außerdem verlinkt beim Jahresbingo von Antetanni (denke ich an den Herbst), bei Creativsalat, Lieblingsstücke und Augensterns Kleidung Sew along.

Buntes Kleid und T-shirt

Aus einem Stoffrest ist ein farbenfrohes neues T-Shirt entstanden.

Vor vier Jahren habe ich mir aus einem Stoff mit bunten Palmzweigen das Kleid „Frollein Matrossel“ für einen Wochenendtrip nach Hamburg zu meinen Freundinnen genäht. Dort habe ich es an unserem Mädelsabend zum Essen und dem anschließenden Besuch in einer karibischen Cocktailbar getragen. Denn in der Bar darf man ausschließlich bunte, fröhliche Kleidung tragen. Das Kleid habe ich damals genau für diesen Zweck genäht – und seitdem schon öfter getragen.

Der übrig gebliebenen Stoff lag seit damals in meinem Regal. Beim Sortieren und Aufräumen ist er mir nun wieder in die Hände gefallen. Und da ich sowieso vorhatte, ein paar neue T-Shirts zu nähen, hab ich direkt mit diesem Stoffrest losgelegt. Genäht habe ich ein T-Shirt nach dem bewährten und bereits für mich angepassten Schnittmuster „Statement“ aus der Ottobre Design Woman 2/2017. Ein schönes neues T-Shirt im Schrank und ein Stoffrest weniger im Regal – perfekt!

Das farbenfrohe Shirt mit den Palmzweigen und Blättern trage ich, seit es fertig ist, richtig gerne. Es lässt sich gut zu allen meinen Hosen und Jeans gut kombinieren. Beim Jahresbingo von Antetanni kreuze ich für Kleid und T-Shirt das Feld „Zweige oder Naturmaterial“ an.

Außerdem noch verlinkt bei Creativsalat und Augensterns Kleidung nähen sew along.

Ein kunterbuntes T-shirt

In meinem Kleiderschrank lag schon länger ein kunterbuntes T-Shirt. Daran habe ich jetzt eine Kleinigkeit geändert.

Oft getragen habe ich es bisher nicht. Und als ich jetzt meine Sommerkleidung sortiert habe ist mir das T-shirt wieder in die Hände gefallen.

Der Stoff ist ein Design von Hamburger Liebe. Das Schnittmuster irgendein Basis-Shirt aus einer Ottobre Woman. Die aufgenähte Brusttasche fand ich ja anfangs ganz schön, mittlerweile gefiel sie mir aber nicht mehr. Also ran an den Nahttrenner und ab damit. Nach einem Waschgang sind auch die Einstichlöcher verschwunden.

Jetzt trage ich das ziemlich bunte Shirt wieder lieber und mache dafür im Jahresbingo bei Anita ein Kreuz bei Kunterbunt.

MMM im August: ein paar neue Sommershirts – Ottobre Woman 2/2017 & 2/2022

Zum heutigen MeMadeMittwoch zeige ich euch drei neue Sommershirts, die zuletzt entstanden sind.

In meinem Kleiderschrank fehlten definitiv ein paar neue Sommershirts. Inspiriert wurde ich auf Instagram und habe daraufhin meine zahlreichen Ottobre Zeitschriften durchsucht und bin auch fündig geworden.

Das erste Shirt ist das Statement Shirt aus der Ottobre 2/2017. Das habe ich nach einem ersten Probeteil gleich ein zweites Mal genäht. Vernäht habe ich dafür Stoffe aus meinem Bestand. Das erste mal einen hellblauen Jersey, leicht glänzend. Beim zweiten Shirt habe ich mich für einen schwarzen Jersey mit glänzendem Muster entschieden.

Ich habe beim hellblauen Probeteil die Ärmel nur umgeschlagen und festgenäht. Außerdem möchte ich noch ein schönes Motiv plotten und vorne auf das Shirt aufbügeln. Dafür hatte ich bisher aber noch keine Zeit.

Folgende Änderungen habe ich an dem Schnitt vorgenommen:

Beide Shirts habe ich um etwa 5-7 cm gekürzt. Außerdem habe ich mittig im Rückenteil von oben einen etwa 4cm breiten Abnäher genäht und diesen bis etwa zur Taille hin auslaufen lassen. So sitzt das Shirt an Ausschnitt und Schultern besser. Den Ausschnitt habe ich etwas verkleinert, da dieser mir schon im Schnittmuster sehr groß vorkam.

Entschuldigt bitte für die improvisierten Bilder, ich liefere noch bessere nach bei Gelegenheit.

Ein weiteres Shirt ist entstanden, wieder aus einer alten Ottobre: das Top Naaemah aus der Zeitschrift 2/2022. Ich hatte von einem sehr dünnen Jersey noch knapp 1m übrig. Da musste ich etwas puzzeln, so dass einer der Ärmel tatsächlich nicht im Fadenlauf zugeschnitten ist. Ich wollte aber, dass der Musterverlauf auf Vorder- und Hinterteil zusammenpasst. Das ist mir auch einigermaßen gut gelungen, trotz überschaubarer Stoffmenge.

Das Top sitzt sehr gut. Die Länge habe ich auch hier etwas gekürzt. Sollte ich es nochmal nähen, müsste ich die Größe vermutlich an die Stoffwahl anpassen. Denn dieser gemusterte Jersey ist sehr dünn und relativ dehnbar. Mit einem etwas festeren Jersey müsste ich vermutlich eine Größe größer nähen.

Und mit diesen Sommershirts hüpfe ich rüber auf den virtuellen Laufsteg des heutigen MeMadeMittwoch, wo ihr noch viele tolle Outfits von anderen Nähbegeisterten entdecken könnt.