Die Ü30 Blogger fragen in diesem Monat nach Basics, die jedes Outfit retten. Basics sind der Klassiker in meinem Kleiderschrank. Und in diesem Jahr habe ich auch ein paar neue Basics genäht. Ein kleiner Überblick.
Zu den Basics im Kleiderschrank gehören sicherlich Shirts, Kurzarm oder Langarm. Da kann man quasi nichts falsch machen. Der absolute Klassiker ist sicherlich ein weißes T-Shirt. Davon habe ich mir drei verschiedene genäht. Auch weitere Shirts sind entstanden:
Blusen gehen auch immer, vor allem natürlich eine weiße Bluse. Aber es darf durchaus auch mal ein kräftiger Farbton sein.
Was auch immer geht: eine h Weste oder ein Cardigan:
Schon im Vorjahr habe ich mir eine neue schwarze Hose genäht, auch ein Klassiker im Schrank.
Auch zwei selbstgenähte Blazer sind Basics in meinem Kleiderschrank. Durch die Farben passen sie gut überall dazu und werten jedes Outfit direkt auf.
Meine selbstgenähten Basics, auf sie ich mich immer verlassen kann, verlinke ich jetzt zur aktuellen Linkparty der Ü30 Blogger.
Heute zeige ich euch meine neue leichte Regenjacke, die Fibre Mood Juno. Ich habe sie im Juni schon genäht und direkt dann im Camperurlaub im Baltikum im Einsatz.
Juno in kurz mit Kapuze
Entschieden habe ich mich für die kurze Version mit Kapuze. Eine Regenjacke ohne Kapuze macht für mich eher wenig Sinn. Die Größe habe ich nach der Fertigmaßtabelle gewählt und eine L genäht.
Stoffwahl und Jackenzubehör
Den passenden Stoff habe ich schon letztes Jahr bei wasted fabrics gekauft mit dem Gedanken an eine leichte Regenjacke. Es ist ein Windstopper, Farbe türkis. Die genaue Zusammensetzung weiß ich leider nicht mehr, vermutlich eine Polyamid Baumwoll Mischung. Aber der Stoff fühlt sich angenehm und nicht nach Plastik an und ist sehr dünn und leicht. Das Zubehör habe ich bei Snaply gekauft. Ich habe lange wegen der Farbe überlegt und mich dann für hellgrau entschieden. Das Schrägband für die Einfassung des Reißverschlusses hatte ich in meinem Bestand. In der Fibre Mood ist hier ein Fehler: Ich habe 116cm gebraucht und nicht wie angegeben 70cm. Das Nahtabdichtmittel ist auf Wasserbasis, gekauft bei Tigerlilly.
Besonderheiten beim Nähen und Finish
Beim Zuschneiden und Nähen habe ich auf Stecknadeln verzichtet, um keine Löcher zu produzieren. Genäht habe ich mit einer 60er Mikrotex Nadel und 3mm Stichlänge; versäubert nur wo wirklich nötig, mit der Ovi, mit einer 3-Nadelnaht. Auf das Absteppen des Reißverschlusses und der Teilungsnaht vorne habe ich verzichtet. Zwei Nadeln sind mir kaputt gegangen, beim Zusammennnähen der elastischen Kordeln. Das war richtig tricky und hat zwei Nadeln gekostet. Ich hätte dafür vermutlich keine 60er Mikrotex nutzen sollen…… hinterher ist man immer schlauer.
Die Fibre Mood Anleitung erklärt die einzelnen Schritte gut und ich hatte keinerlei Probleme. Da die Jacke ungefüttert ist, ist sie auch relativ schnell genäht.
Die Nähte habe ich dann abschließend innen noch mit Nahtabdichtmittel bestrichen um sie hoffentlich wasserdicht zu machen. Heiß bügeln ist ja bei diesem Stoff nicht möglich, daher fiel Nahtband weg und es blieb nur diese Option. Dazu habe ich die Jacke flach auf den Boden gelegt, das Mittel auf die Nähte aufgepinselt und dann gut trocknen lassen. Das habe ich auf mehrere Male gemacht weil ich sonst nicht an alle Nähte gut rangekommen wäre. Das hat also insgesamt dann nochmal 2 Tage gedauert.
Erstes Fazit
Im Camperurlaub hatte ich die neue Jacke dabei und in den ersten Tagen, als das Wetter noch etwas windig und regnerisch war, die Jacke auch direkt 2-3 mal getragen. Es hat nicht stark geregnet, aber es windig und hat immer mal wieder leicht geregnet und genieselt. Da hat die Jacke gute Dienste geleistet.
Sie sitzt gut und passt durch die elastischen, verstellbaren Bänder auch über alles drüber. Jetzt im Herbst war sie nach dem trockenen Sommer dann schon wieder ein paar Mal im Einsatz. Es ist natürlich keine vollwertige Regenjacke, aber für meine Zwecke passt sie super.
Projektübersicht – das ist drin
Schnittmuster: Juno, Fibre Mood Sp.04, Größe L
Stoff: Windstopper türkis, wasted fabrics
Zubehör: Reißverschluss, elastische Kordel, Kordelstopper von Snaply; Schrägband aus meinem Bestand; Nahtabdichtmittel McNett GearAid Seam Grip + FC auf Wasserbasis von Tigerlilly
Nähzeit: 6 Stunden, Trockenzeit für Nahtdichter ingesamt 2 Tage
Kosten: knapp 30 Euro
Jetzt verlinke ich meine Jacke Juno zum MeMadeMittwoch Blog. Mal schauen was heute und morgen dort alles gezeigt wird.
Eigentlich stehen auf meiner to sew Liste noch so viele Sommersachen. Aber die verschiebe ich dann wohl auf nächstes Jahr und beginne langsam mit ein paar herbsttauglichen Teilen.
Heute ist MeMadeMittwoch im Oktober und ich zeige heute gleich mehrere Teile meiner neu genähten Teile für den Herbst.
Zuerst habe ich meine vorhandenen Stoffe durchgeschaut und überlegt was ich nähen will. Dann habe ich mit der KI mal ein bisschen gespielt und visualisiert.
Folgendes habe ich geplant (von links oben nach unten nach rechts von oben nach unten):
Fibremood Gitika#1, schwarzer Sommersweat mit weiß braunen Fleckenmuster
Fibremood Gitika#2, grau-rosa Strick
Ottobre Woman Top Annie, cremefarbiger Viskosejersey
Jogginghose Ottobre Woman Brisk Day, braun grau gemusterter Sommersweat
Smartpattern Chino, schwarzer Hosenstoff
Ottobre Miller Street, brauner Nadelstreifen Hosenstoff
Alles habe ich nicht geschafft, da ich Ende September vier Tage unterwegs war bei einer Konferenz in Kopenhagen. Und in der Agentur ist gerade so viel los, dass ich abends meistens zu platt zum Nähen war. Vier Teile zeige ich heute.
Sweater Fibremood Gitika#1 nähen
Der Gitika Sweater stand schon länger auf meiner Liste – ich habe ihn gleich zweimal genäht. Als erstes in einem dünnen dunklen Sweatjerseystoff, den ich vor vielen Jahren mal bei Driessenstoffen gekauft hatte.
Beim Nähen gab es eigentlich keine Komplikationen. Ich habe eine XL genäht und keine großen Änderungen gemacht. Ich habe den Sweater nur hinten ca. 5cm kürzer gemacht, zu den Seitennähten hin auslaufend. Ich finde meine erste Gitika ist ganz ok geworden.
Gitika #2 aus Strickstoff
Bei der zweiten Gitika habe ich eine 3cm abnäherfreie Raglan FBA Anpassung pro Seite gemacht, nach der Anleitung von Anna von einfach nähen. Der erste Sweater hat gezeigt, dass es der Passform gut tun könnte, vor allem mit dem dickeren Strickstoff.
Den grau-rosa Strickstoff hatte ich im vorletzten Jahr bei Wunderland der Stoffe gekauft. Das Aufnähen des Tunnels für die Kordeln in die Ärmel war etwas frickelig. Genäht habe ich den Strickstoff wo es ging, mit meinem Obertransportfuß. Das hat super funktioniert. Mein Reißverschluss ist 5cm kürzer als vorgesehen, da ich nichts neues kaufen wollte. Beim ersten Sweater hatte ich bereits gesehen, dass das kein Problem ist, weil zu weit würde ich den Sweater sowieso nicht öffnen. Insgesamt habe ich den Sweater um 5cm rundherum gekürzt. Ich hab den Sweater direkt nach Kopenhagen mitgenommen und dort an einem Tag zur Konferenz getragen. Tragetest eindeutig bestanden.
Projektübersicht Gitika – das ist drin
Schnittmuster: Gitika, Fibre Mood 32, Gr. XL; FBA Anpassung um 3cm pro Seite rosa-grauer Sweater
Stoff: Sweatstoff, Driessenstoffen; Strickstoff, Wunderland der Stoffe
Zubehör: Nahtreißverschlüsse aus meinem Bestand, Kordeln neu bestellt bei Buttinette
Nähzeit: 6 Std inkl. Zuschnitt pro Sweater
Kosten: grau-rosa Strick ca. 18 Euro, schwarzer Stoff und Reißverschlüsse nicht mehr nachvollziehbar, Kordeln 10 Euro
Top Annie – Ottobre Woman 5/2020
Als Unterziehshirt habe ich das Top Annie aus der Ottobre Woman 5/2020 genäht. Dafür hatte ich noch einen passenden Rest eines cremefarbigen dünnen Viskose-Jersey. Da es ein sehr körpernahes Shirt ist, habe ich bei der Größe 48 noch eine FBA von 5 cm gemacht. Eine detaillierte Anleitung gibt es dafür online bei Ottobre Lab.
Außerdem habe ich in den Schulternähten kein Framilonband eingenäht. Sonst keine Änderungen. Für einen ersten Versuch ist das Top richtig gut geworden. Das nähe ich auf jeden Fall nochmal in einer anderen Farbe. Ein paar kleine Optimierungen wüsste ich da schon, z.B. den Ausschnitt etwas vergrößern oder je nach Dehnbarkeit des Stoffs die Brustlinie etwas anpassen.
Projektübersicht Annie – das ist drin
Schnittmuster: Annie, Ottobre Woman 5/2020 #1; Größe 48
Änderungen: FBA 5cm
Stoff: Rest von einem dünnen, sehr dehnbaren Jersey
Nähzeit: 3 Stunden
Kosten: nicht mehr nachvollziehbar
Jogginghose Brisk Day– Ottobre Woman 5/21
Schon länger wollte ich auch eine neue bequeme Hose für zuhause. Perfekt dafür ein weiterer Stoff, der schon lange im Regal lag. Genäht habe ich die Hose „Brisk day“ aus der Ottobre Woman 5/21. Die Hose passt perfekt, keine Änderungen. Auf den Bildern sieht man nicht so gut, dass die Farbe eher braun als schwarz ist.
Projektübersicht Brisk Day – das ist drin
Schnittmuster: Brisk Day, Ottobre Woman 5/21 #2, Größe 48
Stoff: dünner Sweatstrick, Driessenstoffen
Zubehör: 2 cm Gummiband, 4 mm Kordel, beides von Buttinette
Nähzeit: 4 Stunden
Kosten: Stoff nicht mehr nachvollziehbar, Kordeln & Gummiband anteilig 5 Euro
Für die Chino Hose ist zumindest schon das Schnittmuster gedruckt und geklebt. Weiter bin ich noch nicht gekommen.
Meine neuen Herbstteile verlinke ich auch im Jahresbingo bei Antetanni (der Herbst ist da) und damit rufe ich direkt Doppel-Bingo! Auch für mein Jahresprojekt kann ich für September einen Haken setzen und verlinke zu Andrea der Zitronenfalterin, die unsere Jahresprojekte sammelt. Sowohl die Stoffe als auch die Schnittmuster sind aus meinem Bestand. Und bei Creativsalat verlinke ich ebenfalls.
Ein weißes Shirt fehlt mir schon länger im Kleiderschrank. Dabei lässt sich so ein Basic zu fast allem kombinieren. Zeit, das zu ändern.
Da hieß es raus aus der Komfortzone und ein paar neue Schnittmuster ausprobieren. Bei körpernah geschnittenen T-Shirts brauche ich standardmäßig eigentlich immer eine FBA. Für ein fitted Shirt ohne FBA habe ich jetzt zwei verschiedene Schnittmuster getestet. Und ein eher locker relaxtes Shirt habe ich auch noch genäht.
Die Schnittmuster
T-Shirt Fanéla von Anna von einfach nähen, gradiert für 3 Cup Größen, aus dem Buch „Keine Angst vor Klamotte – Basic Outfits“
TheFitted Shirt von La Bavarese in der Cup C Version
Clean Cut aus der Ottobre Woman 2/2024
Die Stoffwahl
Zwei verschiedene weiße Jerseys, ein Baumwoll-Jersey und ein Viskose-Jersey, sowie passendes Bündchen lagen schon seit letztem Jahr im Regal. Alles gekauft bei Buttinette, genau mit dem Ziel ein bzw. ein paar weiße T-Shirt daraus zu nähen.
T-Shirt Fanéla – Anna von einfach nähen
Das Buch hatte ich mir extra wegen des Shirts, das für 3 verschiedenen Cup-Größen gradiert ist, gekauft vor einigen Jahren. Nach der Maßtabelle habe ich mich dann für Größe 46 Gamma entschieden, außerdem für einen Rundhals-Ausschnitt und kurze Ärmel. Im Schnittmuster sind Nahtzugaben von 1cm enthalten. Ich habe das Shirt aus dem Baumwoll-Jersey genäht. Den Ausschnitt habe ich ein kleines bisschen vergrößert, sonst keine Änderungen. Ingesamt hab ich mit Drucken, Kleben und Ausschneiden des Schnittmusters 2 Stunden gebraucht.
Hat das Schnittmuster überzeugt?
Ehrlicherweise habe ich mir mehr versprochen. Bereits beim ersten Anprobieren habe ich gesehen, dass ich die gleichen Falten habe wie bei Kaufshirts, die für einen Cup B gradiert sind, sowohl seitlich als auch in der Mitte vorne hab ich Falten. Viele Falten ziehen schräg von der Schulter nach unten zur Brust und auch vorne habe ich Querfalten. Ich habe es mit verschiedenen BHs ausprobiert, die Falten sind immer da. Die Schultern sitzen gut. Außerdem sitzen die Ärmel sehr eng, nicht nur am Oberarm, auch das Armloch ist sehr eng. Möglicherweise nähe ich das Shirt irgendwann nochmal mit einem anderen Stoff.
Mein Fazit: Ingesamt ein Shirt das ich sicher tragen werde, aber in dieser Kombination Stoff/Größenwahl nicht wesentlich besser als ein ready to wear Kaufshirt.
The Fitted Shirt – La Bavarese
Hier habe ich mich für die Größe 48, Cup C entschieden und ebenfalls einen Rundhals-Ausschnitt und kurze Ärmel. Das Schnittmuster besteht aus mehreren Dateien und so kann man nur das ausdrucken was man braucht. Das finde ich super. Nahtzugabe ist enthalten, aber die Nahtlinie ist auch eingezeichnet. Das Fitted Shirt habe ich aus dem weißen Viskosejersey genäht. Für Zuschnitt und Nähen habe ich insgesamt 2 Std. gebraucht.
Hat das Schnittmuster überzeugt?
Das Shirt sitzt gut, das liegt vor allem auch an dem Viskosejersey. Der ist leider auch leicht durchsichtig, sehe ich jetzt auf den Fotos. Und der Brustabnäher legt sich nicht so ganz optimal und scheint durch. Aber auch unabhängig vom Stoff ist die Passform gut. Ich habe das T-Shirt 9 cm gekürzt, ansonsten keine Änderungen. Beim nächsten Mal würde ich die Schulternaht 1,5cm kürzen und ggf. auch 1cm nach vorne legen. Spannend wäre es das Shirt nochmal aus Baumwolljersey zu nähen, da hatte ich aber nichts im Vorrat.
Shirt Clean Cut – Ottobre Woman 2/2024
Das Shirt Clean Cut habe ich in der Größe 48 genäht. Bei Ottobre sind im Schnittmuster keine Nahtzugaben enthalten. Das T-Shirt will ich schon länger nähen und hatte das Schnittmuster vor einiger Zeit bereits abgezeichnet. Der Baumwoll-Jersey des Fanéla Shirts reichte genau noch für das Shirt. Ich habe das T-Shirt hinten um 5 cm und vorne um 3 cm gekürzt, sonst keine Änderungen. Das T-Shirt war in knapp 2 Stunden fertig genäht.
Hat das Schnittmuster überzeugt?
Insgesamt sitzt das Shirt gut. Das Shirt sitzt locker, aber nicht zu sehr. Die Ärmel sitzen ebenfalls locker, wie ich es mag. Auch auf Brusthöhe sitzt das Shirt gut und wirft keine übermäßig großen Falten.
Mein Fazit: Ein gut passendes Shirt mit Potenzial, ich habe es auch schon ein paar Mal getragen. Wird sicher auch nochmal genäht.
Mit meinen neuen Basic T-Shirts gehts jetzt ab zum MeMadeMittwoch. Danke an die Organisatorinnen, die diese Plattform so toll betreuen und uns die Möglichkeit geben unsere Projekte zu zeigen.
Heute zeige ich euch ein Projekt, dass ich schon zwei oder drei Jahre in meinem Kleiderschrank habe. Und ich bin nach wie vor sehr begeistert davon und trage das Kleid relativ oft: das Maxikleid Paola von La Bavarese.
Ich habe mich für die Version mit normalem V-Ausschnitt entschieden und nicht für die Version mit Knopfleiste. Die Nähanleitung war, wie immer bei Anja, sehr ausführlich und gut verständlich.
Stoffwahl & Zuschnitt
Für Paola hatte ich bei stoffe.de einen schwarz-weiß gemusterten Stoff bestellt. Ich wollte bei den Stufen möglichst den Musterverlauf beachten, so dass ich dafür 5m Stoff bestellt habe. Es hat ziemlich gut geklappt.
Nähen und Anpassungen
Das Nähen war relativ einfach. Die gesmokte Taille und Ärmelbündchen waren nur eine kleine Herausforderung. Ich habe das Gummiband locker per Hand um eine Unterspule gewickelt und die Fadenspannung an der Spulenkapsel etwas verringert, damit der Gummifaden gut rausläuft. Dazu hat Anja auf ihrer Website und bei Youtube auch ein kurzes Video. Und dann nach ein paar Tests hat es ganz gut funktioniert.
Bei der Passform habe ich nur eine kleine Änderung vorgenommen. Ich habe die Schulterbreite 2cm gekürzt.
Fazit
Ich trage das Kleid sehr gerne und relativ oft. Vor allem im Sommer ist es sehr luftig und durch die halblangen Ärmel und die Länge schützt es an den Schultern und den Beinen auch vor der Sonne. Wenn man nicht so viel Stoff dafür benötigen würde, hätte ich mir schon längst ein zweites Maxikleid Paola genäht.
Projektübersicht – das ist drin:
Schnittmuster: Paola von La Bavarese, Gr. 48
Stoff: schwarz-weiß gemusterte Viskose, gekauft bei stoffe.de
Stoffbedarf: ca. 5 m
Kosten: Schnittmuster 9,90 Euro, Stoff ca. 50 Euro
Eine weiße leichte Sommerbluse hatte ich schon länger auf meiner Wunschliste: das Ottobre Woman Künstlerhemd aus der Ausgabe 5/2020. Vor Kurzem habe ich den perfekten Stoff dafür gefunden. So habe ich mir selbst ein kleines Geburtstagsgeschenk genäht.
Den tollen Stoff habe ich zuletzt bei Instagram gesehen, ich weiß nicht mehr bei wem. Und dann habe ich ihn auch direkt gekauft, bei „zum Vernähen schön“. Denn dort sind tolle Stoff immer relativ schnell ausverkauft, so auch dieser.
Bluse Helene nähen
Die Bluse heißt in der Ottobre Woman „Helene“, wird dort aber auch als Künstlerhemd bezeichnet. Für den Ärmelschlitz und den Kragen gibt es auf der Ottobredesign Website eine bebilderte Anleitung. Die Bluse ist nicht kompliziert zu nähen, wenn man schon mal eine Bluse genäht hat. Die Knopfleiste ist direkt am Vorderteil angeschnitten. Ich habe diese komplett mit Vlieseline H200 bebügelt und nicht nur die Unschlagkante. Vlieseline und Knöpfe hatte ich im Vorrat.
Änderungen an der Bluse
Ein bisschen was habe ich an der Bluse geändert: Die Taschen habe ich weggelassen. Ingesamt gefällt mir die Bluse sehr gut, nur die Länge wollte ich definitv anpassen. Da ich ja mit 1,63cm eher klein bin, habe ich das Blusen-Schnittmuster direkt vor dem Zuschnitt schon ca. 7 cm gekürzt. Die Rückenpasse habe ich doppelt zugeschnitten und mit der Burritomethode verstürzt. Ich finde das schöner und Stoff war ausreichend da.
Nachdem die Bluse fertig war, musste ich doch noch mal ran, denn die Bluse war für meinen Geschmack immer noch zu lang.
Ich habe also zuerst mal probeweise die Länge markiert und dann auch mal festgesteckt. Das „Zuviel“ habe ich abgeschnitten und dann neu gesäumt. Vorne sind es jetzt zusätzlich nochmal ca. 5 cm und hinten ca. 10 cm weniger.
Die Bluse sieht offen und geschlossen gut aus und ist ein tolles Basicteil.
Pünktlich zu meinem Geburtstag ist die Bluse fertig geworden und ich habe sie natürlich direkt getragen.
Projektübersicht – das ist drin:
Schnittmuster: Helene, Ottobre Woman 5/2020 #10, Größe 48
Anpassungen: keine Taschen, Gesamtlänge gekürzt, hinten ca. 17cm, vorne ca. 12 cm
Stoff: Baumwoll Voile Dobby „große Karos“, off white; zum Vernähen schön; leider bereits ausverkauft
Nach 2 Langarm-Blusen wil ich als nächstes noch eine luftige Kurzarm-Bluse nähen. Mal schauen welches Schnittmuster sich da findet. Eventuell das Hemd Tesni aus der Fibre Mood 34? Oder ich nähe noch eine Helene mit kurzen Ärmeln? Da hätte ich zumindest das Schnittmuster schon parat abgezeichnet.
Wer kennt es nicht, spontan vor meinem Mädelsurlaub auf Sardinien musste ich unbedingt noch ein matching Set aus Bluse und Shorts für mich nähen.
Der Gedanke war, dass ich das unbedingt brauche, um über Bikini die Shorts und offene Bluse auf dem Weg zum Strand zu tragen. Und die Bluse am Strand auch mal kurz überwerfen für den Weg zur Strandbar. Kleiner Spoiler: ja, genau so hab ich es gemacht und vor allem die Shorts war in der Woche Urlaub dauernd im Einsatz. Aber von vorne:
Stoffauswahl für Bluse und Shorts
Den Stoff habe ich bei wasted fabrics gekauft Anfang Juni. Da gab es mal wieder kräftig Rabatt und ich konnte mich nicht zurückhalten und habe drei Sommerstoffe gekauft. Darunter diesen gestreiften Baumwoll Viskosestoff von Blanco Tessuti. Die Zusammensetzung ist 89%Viskose, 11 % Polyamid; und mit 105 gr/m² ist er sehr leicht. Die blauen Streifen verlaufen quer und zusätzlich gibt es noch leicht transparente Streifen. Die Stoffe werden als 3m (oder mehr) Stücke verkauft. So hat es für eine Bluse und eine passende Sommershorts gereicht. Der Stoff ist wirklich ein Schmuckstück und sieht durch die leicht transparenten Streifen wirklich toll aus. Allerdings war er dadurch auch etwas schwierig zu verarbeiten, da die transparenten Streifen die Tendenz hatten sich zu verziehen. Und der Stoff ist dadurch auch schwierig zu bügeln, damit keine Falten entstehen.
Bluse Libbie – Fibre Mood 35
Die Bluse Libbie stand schon länger auf meiner To Sew Liste. Ich hab mich für die Größe M entschieden.
Insgesamt ist die Bluse nicht schwer zu nähen. Am Anfang hab ich mich vertan, daher ist die Kellerfalte im Rückenteil verkehrt herum. Stört mich aber nicht.
Mit den Ärmeln habe ich etwas gehadert. Für meinen Geschmack ist die Armkugel nicht flach genug angelegt. Als ich den ersten Ärmel eingenäht hatte, gab es vorne eine unschöne Beule und ich hatte mich echt sehr bemüht, den Ärmel ordentlich ohne Falten in das Armloch einzunähen. Keine Ahnung was ich da falsch gemacht. Ich habe dann den Ärmel an der vorderen Seite wieder ein Stück aufgetrennt und die Armkugel vorne etwas abgeflacht. Ich finde es immer noch nicht optimal, aber besser als vorher. Und nach dem Bügeln mit ordentlich Dampf sieht es jetzt ganz ok aus.
Außerdem habe ich die Bluse ca. 10 cm rundherum gekürzt. Bei der ersten Anprobe hätte die Bluse fast als Kleid durchgehen können.
Beim Zuschnitt habe ich genau aufgepasst, dass die Streifen gut zusammenpassen. Ist mir ganz gut gelungen finde ich. Die Knöpfe sind aus meinem Bestand und ich hatte genau die passende Anzahl da, sehr schön. Auf den Knopf oben im Kragensteg habe ich verzichtet, denn so hoch geschlossen werde ich die Bluse eh nicht tragen. Die optionale extra Knopfleiste habe ich nicht genäht.
Shorts Tasha – Fibre Mood 34
Der Rest des Stoffes hat genau noch für die Tasha Shorts gereicht. Ich habe hier, auch nach den Fertigmaßen, die Größe L genäht.
Die Shorts habe ich 5 cm verlängert und auf das Bindeband verzichtet. Das war ein sehr schnelles, herrlich einfaches Projekt.
Obwohl ich Bluse und Shorts im Urlaub oft getragen habe, gibts davon leider keine Fotos. Die Bilder sind zuhause im Garten entstanden.
Projektübersicht – das ist drin
Stoff: Baumwollviskose, ecru mit Streifen navy, und leicht transparenten Streifen; wasted fabrics
Schnittmuster: Bluse Libbie, Fibre Mood 35, Größe M; Shorts Tasha, Fibre Mood 34, Größe L
Zubehör: Vlieseline H200, Knöpfe, Gummiband; aus meinem Bestand
Andrea die Zitronenfalterin, sammelt unsere Jahresprojekte. Hier kann ich zumindest einen Haken für Juli machen. Der Stoff war zwar neu, aber ich habe zwei Schnittmuster aus vorhandenen Zeitschriften genutzt. Und der neue Stoff lag gar nicht lange im Regal, auch gut.
Das zweite Quartal 2026 ist vorbei. Und beinahe hätte ich die Linkparty verpasst, um einen Blick auf meine Bingo-Projekte im 2. Quartal zu werfen.
Ziemlich viele Beiträge über Strickprojekte gab es. Der FJKA hat stattgefunden und ich zeigte auch noch zwei andere Strickprojekte. Außerdem habe ich einen neuen Gartenblog Angies Gartenliebe gestartet. Und einmal durfte ich tatsächlich BINGO! rufen. Das war mein 2. Quartal:
Die nächsten Projekte sind schon in der Planung. Nach den vielen gestrickten Sachen hoffe ich wieder mehr Lust und Zeit für Nähprojekte zu haben. Tolle Projekte auf meiner Liste gibts genug.
Eine neue Bluse ist in meinen Kleiderschrank eingezogen. Und sie gefällt mir so gut, dass ich davon bestimmt noch eine zweite nähe.
Aufmerksam geworden bin ich auf die Rivi Bluse bei Instagram. Das Schnittmuster habe ich dann direkt gekauft. Besonders gefallen hat mir, dass das Schnittmuster für zwei verschiedene Cup Größen erstellt wurde, so spare ich mir eine FBA und kann direkt zuschneiden, sehr gut. Das Schnittmuster habe ich auch direkt ausgedruckt, geklebt und ausgeschnitten. Ein paar Tage später habe ich dann die Schnitteile zugeschnitten. Dann kamen einige andere Projekte dazwischen. Aber jetzt ein paar Wochen später habe ich die Rivi Bluse genäht.
Stoffwahl für Bluse Rivi
Ich hatte bereits den perfekten Stoff zuhause: zwei gestreifte Hemden Baumwollstoffe. Einen in sand weiß gestreiften und einen pink weiß gestreiften Hemden Baumwollstoff, im letzten Jahr gekauft bei „zum Vernähen schön“. Der Stoff wartete quasi direkt auf dieses Schnittmuster. Ich hab mich erst Mal für den Stoff in pink weiß entschieden.
Zuschnitt für besondere Optik
Obwohl 1,8m Stoffverbrauch angegeben waren, haben meine 1,5m ausgereicht. Auf dem Foto sieht man den ersten Check auf dem vorgewaschenen aber noch nicht gebügelten Stoff. Der Zuschnitt nach dem Zuschneideplan in einfacher Stofflage hat perfekt funktioniert, es sind sogar noch ein paar kleine/mittlere Teile vom Stoff übrig geblieben. Für den Zuschnitt mit gestreiften Stoffen ist extra angegeben wie man die Teile auflegen muss, damit dann hinterher die besondere Streifenoptik entsteht. Es gibt zudem Infos für den Zuschnitt mit einfarbigen Stoffen.
Ich habe mich für die Bluse mit kurzen Ärmeln in Größe 14 in der Variante C/D-Cup entschieden und mich dabei an der Fertigmaßtabelle orientiert. Ich wollte die Bluse nicht oversizig.
Dann habe ich einen Feiertag genutzt (in Bayern gabs davon im Mai und Juni ja mehrere) und habe an einem Nachmittag in 6 Stunden die Bluse fast komplett fertig genäht. Nur Knopflöcher und Knöpfe fehlten noch.
Zwischenstand – noch ohne Ärmel
Die Bluse wird komplett mit französischen Nähten genäht. Im Schnittmuster sind bereits 1,5 cm Nahtzugabe enthalten. Das ist natürlich etwas aufwändiger, da man jede Naht mindestens 2 oder 3x bügelt zwischen dem Nähen. Aber das Innenleben der Bluse sieht super aus, das hat sich wirklich gelohnt.
Von innen sieht die Bluse auch wirklich gut aus.
Und das Nähen hat wirklich Spaß gemacht. Die Anleitung bietet Grafiken für jeden Schritt und eine ausführliche Erklärung. Ich hab alles verstanden, nur nicht wie ich die Seitenschlitze ordentlich hinbekommen kann. Ich hab dann von aussen nochmal eine kleine Naht gesetzt und es passt jetzt auch. Ich habe zu spät entdeckt dass es auf der Chalk & Notch Website einen Sew along gibt.
An einem weiteren Abend habe ich dann noch die Position der Knöpfe festgelegt, die Knopflöcher genäht und geöffnet und die Knöpfe angenäht. Da ich zuletzt immer Probleme mit dem automatischen Knopfloch meiner Bernina hatte, hab ich mich endlich dazu durchgerungen, einen neuen Knopflochfuß zu kaufen. Das ist schon eine Investition mit über 100 Euro, aber das war es mir auf jeden Fall wert. Denn nun näht meine Maschine wieder schöne automatische Knopflöcher.
Die Farbe ist tatsächlich etwas ungewöhnlich für mich, aber ich finde die Bluse wirklich toll. Daran werde ich mich also sicher gewöhnen.
Fotos sind entstanden bevor es so heiß wurde und ich mich in den Urlaub verabschiedet habe. Daher drinnen fotografiert. In den letzten zwei Wochen war es hier im Baltikum schön angenehm, von tropischer Hitze keine Spur. Da sag ich mal perfektes Timing und gute Urlaubswahl.
Projektübersicht – das ist drin
Schnittmuster: Bluse & Kleid Rivi, Chalk & Notch
Größe: 14, Cup C/ D
Stoff und Zubehör: 100% Baumwolle, „Streifen pink“ von Zum Vernähen schön; Knöpfe und Vlieseline aus dem Vorrat
Nähzeit: 8 Std. inkl. Zuschnitt
Kosten: 18,60 Stoff; 15,95 Schnittmuster
Der zweite gestreifte Stoff wird wohl demnächst auch eine Rivi Bluse, vielleicht etwas größer für eine mehr oversize Optik. Allerdings müsste ich dann alles neu ausdrucken, mal schauen ob ich darauf Lust habe…
Mit der tollen gestreiften Sommerbluse spaziere ich jetzt auf den virtuellen Laufsteg des MeMadeMittwoch. Beim letzten Mal gab es ja einige Blusen zu sehen. Ich bin schon neugierig, was wohl heute und morgen alles Tolles gezeigt wird.