Viel Zeit zum Stricken war diese Woche leider nicht. Aber ich kann heute von der Weste Valo immerhin schon einen kleinen Zwischenstand präsentieren. Ein Anfang ist gemacht.
Nach der Maschenprobe habe ich entschieden mit einer 2,75mm Nadel zu stricken. Und ich habe direkt losgelegt.
Los ging es mit dem Rückenteil, wo kontinuierlich Zunahmen gestrickt werden. Sieht schon ganz gut aus.
Man kann schon drei verschiedene Muster erkennen. Begonnen wird mit einem 1×1 Rippenmuster, dann geht es weiter mit einem 2×2 Rippenmuster. Dann teilt sich das Muster in halb 2×2 und 3×1, das kann man unten rechts schon erkennen.
Das Teil muss ich jetzt noch ein Stück weiter stricken bis dann die Maschen stillgelegt werden. Danach werden oben an beiden schrägen Seiten wieder Maschen aufgefasst und die Schulterpassen und Vorderteile angestrickt. Die nächsten Wochen muss ich ein bisschen mehr Tempo aufnehmen, damit ich die Weste bis zum Finale fertig bekomme.
Jetzt schaue ich mal beim MeMadeMittwoch Blog, wie weit die anderen Mitstrickerinnen schon sind.
Die Bluse aus der Ottobre Woman habe ich schon letztes Jahr genäht, aber noch gar nicht hier gezeigt.
Als ich zuletzt meine Sommerkleidung sortiert habe, hatte ich die Bluse wieder in der Hand und erinnerte mich an den etwas holprigen Nähprozess. Die Schwierigkeit an diesem Schnittmuster ist sicherlich der Ausschnitt. Es ist ein angesetzter Besatz, der in der Ottobre Zeitschrift irrtümlicherweise als Beleg bezeichnet ist. Zuerst hatte ich riesige Fragezeichen im Kopf. Nach einem Hinweis in der Ottobre Woman Facebookgruppe, habe ich bei Dawn von „two on two off“ bei Instagram eine Bilderanleitung in ihren Stories gefunden, die mir geholfen hat. Eigentlich ist es ganz einfach, wenn man es mal verstanden hat.
Die Bluse – oh Schreck – war nach einer FBA Anpassung dann aber viel zu weit und unförmig. Auch der Ausschnitt klaffte viel zu weit auf. Nach einigen Überlegungen habe ich dann vorne die vertikalen Abnäher tiefer genäht, und hinten zusätzlich mittig einen ca. 25cm langen vertikalen Abnäher gesetzt um die Bluse wieder in Form zu bringen, d.h. am Saum wieder eine normale Weite zu haben. Und den Ausschnitt habe ich etwas weiter zugenäht. So ist aus Oh Schreck doch noch ein Wow geworden. Und ich habe die Bluse im letzten Jahr wirklich gerne getragen. Sie ist ein tolles Teil für den Sommer und vielseitig kombinierbar. Ich freue mich schon wenn es wieder wärmer wird und die Bluse wieder aus dem Schrank darf.
Projektübersicht – das ist drin
Schnittmuster: Earth & Stone, Ottobre Woman 2/2019 #3, Größe 48
Anpassungen: FBA 3cm, zusätzlicher vertikaler Abnäher mittig im Rückenteil, vordere vertikale Abnäher der FBA tiefer genäht, Ausschnitt etwas weiter zugenäht
Stoff: Viskose in dunkelblau vom Markt am Maybachufer in Berlin, schon länger in meinem Stash
Ich hatte Lust auf neue Dekoration und habe mal wieder mit Papier und meinem Plotter gebastelt.
Im Silhouette Design Store bin ich fündig geworden und habe drei Dateien gekauft.
Dann habe ich meine Papiervorräte durchsucht nach passenden Farben und mit meinem Silhouette Plotter alle Teile ausschneiden lassen. Dann habe ich die drei Motive je auf eine weiße Seite geklebt. Die drei passenden Rahmen in heller Holzoptik hatte ich zuvor schon gekauft.
Schon ist das erste Quartal 2026 wieder vorbei, die Zeit vergeht für meinen Geschmack viel zu schnell. Und da ist es direkt Zeit kurz bevor die Linkparty wieder endet, einen ersten Blick auf meine bisherigen Bingo-Projekte zu werfen.
Ich habe tatsächlich schon einige Bingofelder im Jahresbingo von antetanni ankreuzen können, obwohl ich eher langsam gestartet habe. Hier fasse ich für euch nochmal alle bisherigen Beiträge zusammen:
Aus vielen Resten ist etwas tolles Neues entstanden: Heute zeige ich euch meine neue Bomberjacke.
Beim Aufräumen habe ich ein Stickbild mit großen Blumen gefunden, das meine Mama gemacht hat und nie fertig genäht hatte. Ich habe lange überlegt was ich daraus machen soll. Und dann ist der Gedanke an eine Jacke entstanden. Auf meinem Pinterestboard sammle ich Inspirationen und da waren auch verschiedene Patchworkjacken dabei.
Inspiration vom Pinterest
Ich habe also nach passenden kleineren und größeren Stoffresten von zurückliegenden Projekten gesucht. In meiner Restekiste hatte ich Reste von den im letzten Jahr genähten Kissenbezügen für die Küche, der Fibre Mood Jacke Barbara, der Fibre Mood Gizeh Jeans, der Denimhose Nuru von Schnittmuster Berlin, einer vor Ewigkeit genähten Skinnyjeans von Sewera, einer sehr alten Burda Bikerjacke sowie verschiedenen aussortierten Jeans.
Suche nach dem passenden Schnittmuster
Ein kurzer Blick auf meine lange to-Sew Liste ergab: Die Bomberjacke aus der Ottobre Woman 2/2017 sollte es werden. Ich habe einen groben Plan der Jacke skizziert. Das Stickbild sollte natürlich auf die Rückseite und für drum herum, die Vorderteile und die Ärmel habe ich dann einfach Reststücke aneinander gelegt und geschaut was gut aussieht und passen könnte. Das Stickbild habe ich mit schwarzer Vlieseline H200 verstärkt.
Ich habe versucht sowohl die beiden Vorderteile als auch die vorderen Ärmel möglichst symmetrisch zu machen. Hat so ungefähr auch funktioniert. Außerdem habe ich versucht von allen Resten auch in möglichst allen Teilen etwas zu nutzen, damit das Gesamtbild einheitlicher wird. Die vorderen Seitenteile und die hinteren Ärmel habe ich dann aus einem größeren Reststück einfarbig zugeschnitten. Sonst wäre es wahrscheinlich zu viel geworden und viele von den kleineren Resten hätten dafür auch nicht mehr gereicht.
Beim Erstellen des „Stoffes“ war es gar nicht so einfach, die passenden Stücke und Kombinationen zu finden. Ich habe immer mal wieder zwischendurch wenn gerade eine halbe Stunde Zeit war, ein paar Stücke/Streifen zusammengenäht.
Bomberjacke nähen
Das Nähen der Jacke hat ohne Probleme funktioniert. Ich habe mich dann entschieden den Kragen aus einem Rest von rotem Bündchenstoff zu nähen, um damit eine Verbindung der roten Blumen auf der Rückseite mit der Vorderseite der Jacke zu erzielen. Für das Jackenbündchen habe ich ein Fertigbündchem von Albstoffe genutzt, das ich vor einigen Jahren mal gekauft habe.
Stoffreste für das Futter
Für das Futter habe ich einen schwarz-weiß gemusterten Viskosestoff genutzt, von dem ich noch mehrere mittelgroße Reste hatte. Den Stoff hatte ich mir vor einigen Jahren bei Stoffe.de bestellt und daraus das Maxikleid Paola von La Bavarese genäht (noch nicht hier gezeigt). Und ich hatte damals sicherheitshalber etwas mehr bestellt, damit ich den Musterverlauf beachten kann.
Und hier die Jacke an der Frau:
Ich finde die Jacke super, sie ist besser geworden als erwartet. Der Ottobreschnitt sitzt sehr gut. Ich kann ich mir gut vorstellen noch eine weitere Jacke nach diesem Schnitt zu nähen.
Projektübersicht – das ist drin
Schnittmuster: Bomber, Ottobre Woman 2/2017, Gr. 48, Vorderteile 50
Stoff: verschiedene Reste von Denim, Cord, Jeans, Bündchen von Albstoffe (vor Ewigkeiten mal gekauft), Viskoserest (von einem Kleid)
Kosten: eigentlich keine, verbraucht habe ich neben den Stoffresten einiges an Garn, das Stück H200 Vlieseline und einen RV, alles aus meinem Bestand.
Nähzeit: Stoff „Erstellung“ nicht mitgestoppt, Jacke nähen 5 Stunden
Und damit hüpfe ich rüber zum MeMadeMittwoch Blog und schaue, was die anderen fleißigen Näherinnen heute zeigen.
Und zu Andrea der Zitronenfalterin verlinke ich auch, denn ich kann auch für dieses Projekt einen Haken bei meinen zwei Jahresprojekten (vorhandene Schnittmuster und Stoffe aus dem Bestand nutzen) machen.
Meine zweite Lara hatte ich ja schon angekündigt, jetzt ist die Colorblock Version fertig – genäht aus 100% Resten.
Eine zweite Lara hat sich mir direkt aufgedrängt, denn ich wollte die Reste des Sweatstoffes nicht wieder ins Regal zurücklegen, damit sie dort wieder ewig liegen bleiben.
Die Reste meiner ersten Lara und des Apricot Sweater, den ich im Dezember 2024 genäht hatte, reichten nicht aus für einen ganzen Sweater. Aber ich habe noch einen passenden dickeren Jersey in rot gefunden und passende Reste von Bündchenstoff. Und die zusätzliche kräftige Farbe passt wie ich finde sehr gut dazu. Nach einer kurzen Puzzelei und einer kleinen gezeichneten Visualisierung war klar wie die zweite Lara werden sollte.
Lara ohne Bauchtasche
Die Reste reichten nicht für eine Bauchtasche. Und das Rückenteil habe ich ebenfalls nicht geteilt und es ist komplett aus dem dunkelblauen Sweatstoff. Der Nähprozess ging super schnell, da ich ja das Schnittmuster direkt kurz davor bereits genäht hatte.
Mir gefällt auch diese Lara super gut und ich freue mich, dass ich Reste vernähen konnte.
Diese Woche hat mich am Abend nach einem stressigen Tag im Büro ein kleines Überraschungspaket erwartet.
Ich wusste zwar schon dass ich eine der glücklichen Gewinnerinnen im Weihnachtsfreudenbingo von Antetanni, Nähkäschtle und Starkyli. Aber wenn dann plötzlich ein kleines Päckchen ankommt ist die Freude noch größer.
Mein Geschenk kommt von Anita und sie hat sich wirklich etwas tolles einfallen lassen. In einer Boxy Bag aus rosa Outdoorstoff versteckte sich eine weitere, wirklich tolle und aufwändig genähte bunte kleine Boxy Bag. Ich bin ja viel zu ungeduldig aus so vielen kleinen Teilchen was neues, größeres zu machen. Wirklich allerliebst, es gibt so viel zu entdecken. Seht selbst:
Die Tasche ist wirklich toll verarbeitet, es gibt so viel zu entdecken und der Aufnäher „Bag Street Boys“ ist ein zusätzlicher witziger Hingucker.
Außerdem gab’s noch Schokolade (lecker) und was fürs Badezimmer. Ich habe mich wirklich sehr gefreut und werde die beiden BoxyTäschchen in Ehren halten und einen passenden Einsatzzweck dafür finden. Nochmal ein herzliches Dankeschön an Anita!
Passend zu den immer noch sehr kalten Temperaturen habe ich mir einen Sweater genäht.
Die Spezialausgabe No.3 der Fibre Mood habe ich mir Mitte des letzten Jahres bestellt. Ich wollte eigentlich direkt die Bluse Odyna nähen, hatte dann aber noch einige andere Projekte und so blieb es und die Bluse steht immer noch auf meiner Liste und die Fibre Mood Zeitschrift ungenutzt.
Meine Jahresprojekte
Zum ersten MeMadMittwoch 2026 hatte ich in meinem Rückblick und Ausblick meine Pläne ja bereits beschrieben.
Mein erstes Jahresprojekte ist es, ungenutze Schnittmuster aus meinem Bestand (sowohl digitale als auch aus Zeitschriften) zu nähen.
Mein zweites Jahresprojekt ist es, den umfangreichen Stoffbestand zu reduzieren umd mit Stoffen aus dem Vorrat zu nähen.
Bei anderen gesehen
Zuletzt habe ich dann bei Instagram den Sweater Lara entdeckt und war direkt begeistert. Sowohl vom Schnittmuster als auch davon, dass die Zeitschrift schon zuhause lag. Ich sollte echt mal meine vorhandenen Schnittmuster-Zeitschriften genauer durchschauen. Da schlummern viele tolle Schnitte, die ich noch umsetzen könnte.
Ein Sweater passt jedenfalls zu einem Winter mit sehr viel Schnee, wie wir ihn schon lange nicht mehr hatten, viel besser als eine Bluse.
Für das zweite Jahresprojekt kann ich mit dem Sweater ebenfalls ein Häkchen setzen. Denn ein passender Stoff lag im Regal. Den sehr dunkelblauen, fast schwarzen Sweatstoff hatte ich damals gleichzeitig mit dem grauen Sweat gekauft, aus dem ich zum WKSA 24 den Ottobre Sweater Apricot genäht habe.
Sweater Lara mit kleineren Anpassungen nähen
Ich hab mich beim Sweater Lara für die Version mit Bauchtasche entschieden. Das Nähen hat ohne Probleme funktioniert. Die Ärmel habe ich zum Ärmelbündchen hin 6 cm schmaler genäht und auch das Saumbündchen 10cm gekürzt.
Der Sweater gefällt mir richtig gut und ich will direkt eine weitere Lara umsetzen. Dieses Mal mit dem Ziel Resteverwertung im Colorblocking Stil. Die Reste der ersten Lara und des Apricot Sweaters zusammen mit einem Stück eines roten dickeren Jersey-Stoffes könnten reichen. So ungefähr könnte ich mir das vorstellen, mal schauen wie ich die Teile auf den Resten platzieren kann:
Projektübersicht Sweater Lara – das ist drin
Schnittmuster: Lara, Fibre Mood Sp. 03
Stoff: Sweat, Driessenstoffen; Bündchen, Snaply
Größe und Anpassungen: Gr. L, da ich es nicht so oversizig wollte; Saumbündchen 10 cm gekürzt, Ärmel nach vorn 6cm verschmälert
Arbeitszeit: circa 3 Stunden
Kosten: 20 Euro
Und jetzt verlinke ich meinen Sweater Lara zum MeMadeMittwoch und bin schon ganz gespannt, was die anderen Mitnäherinnen so genäht haben. Vielen Dank ans ganze Orgateam, für diese monatliche Aktion.
Der Kapuzenschal, den ich im Dezember letztes Jahr gestrickt habe war ein Test, ob mir so ein Schal überhaupt steht und praktisch ist. Der Schal sieht gut aus, ist tragbar, aber nicht allzu warm. Da uns der Winter noch sehr im Griff hat wollte ich noch einen wärmeren Kapuzenschal stricken.
Von meiner Mama habe ich zwei Truhen mit Wollresten geerbt. Und für einen weiteren Kapuzenschal wollte ich auch wieder auf bereits vorhandene Wolle zurückgreifen und den Resteabbau weiter fortsetzen. Gefunden habe ich von der Junghans Wolle „Poco“ 4 Knäuel, je 2 in der gleichen Farbe. Einmal weinrot einmal aubergine. Die Farben passen gut zusammen, also war der Plan geboren einen gestreiften Schal damit zu stricken.
Auswahl des Strickmusters für den Kapuzenschal
Bei Instagram ist mir dann das neue Strickmuster des Cappuccio Scarf von Tanja Steinbach über den Weg gelaufen. Im Lana Grossa Shop gab es das Strickmuster bis Ende Dezemer noch mit einem Rabatt und ich habe direkt zugeschlagen.
Cappuccio Scarf Kapuzenschal stricken
Zuerst werden die zwei Schalteile gestrickt Gestrickt wird im Halbpatent mit tiefgestochenen Maschen. In jeder 10. Reihe werden 2 Maschen aufgenommen, danach habe ich dann auch immer die Farbe gewechselt.
Meine Wolle hat bei der Maschenprobe ergeben, dass zwar die Breite passt aber die Höhe nicht ganz. Deshalb sind meine Schalteile etwas länger geworden. Finde ich aber gut so, denn ich mag es, den Schal mehrmals schön warm um den Hals zu wickeln.
Bei der Kapuze habe ich die Anzahl der Reihen dann angepasst, bis ich die angegebene Höhe erreicht habe. Dann wird über die mittleren Maschen hin und hergestrickt und in jeder Reihe 1 Masche abgenommen. Am Ende werden die letzten Maschen mit einem Kordelrand abgekettet.
Die Wolle ist fast vollständig aufgebraucht. Das sind die Reste.
Und mit dem tollen gestreiften Cappuccio Scarf eröffne ich mein Bingojahr und kreuze das Feld „Winter“ an.