Ottobre Bomber (2/2017) als Upcycling-Projekt

Aus vielen Resten ist etwas tolles Neues entstanden: Heute zeige ich euch meine neue Bomberjacke.

Beim Aufräumen habe ich ein Stickbild mit großen Blumen gefunden, das meine Mama gemacht hat und nie fertig genäht hatte. Ich habe lange überlegt was ich daraus machen soll. Und dann ist der Gedanke an eine Jacke entstanden. Auf meinem Pinterestboard sammle ich Inspirationen und da waren auch verschiedene Patchworkjacken dabei.

Inspiration vom Pinterest

Ich habe also nach passenden kleineren und größeren Stoffresten von zurückliegenden Projekten gesucht. In meiner Restekiste hatte ich Reste von den im letzten Jahr genähten Kissenbezügen für die Küche, der Fibre Mood Jacke Barbara, der Fibre Mood Gizeh Jeans, der Denimhose Nuru von Schnittmuster Berlin, einer vor Ewigkeit genähten Skinnyjeans von Sewera, einer sehr alten Burda Bikerjacke sowie verschiedenen aussortierten Jeans.

Suche nach dem passenden Schnittmuster

Ein kurzer Blick auf meine lange to-Sew Liste ergab: Die Bomberjacke aus der Ottobre Woman 2/2017 sollte es werden. Ich habe einen groben Plan der Jacke skizziert. Das Stickbild sollte natürlich auf die Rückseite und für drum herum, die Vorderteile und die Ärmel habe ich dann einfach Reststücke aneinander gelegt und geschaut was gut aussieht und passen könnte. Das Stickbild habe ich mit schwarzer Vlieseline H200 verstärkt.

Ich habe versucht sowohl die beiden Vorderteile als auch die vorderen Ärmel möglichst symmetrisch zu machen. Hat so ungefähr auch funktioniert. Außerdem habe ich versucht von allen Resten auch in möglichst allen Teilen etwas zu nutzen, damit das Gesamtbild einheitlicher wird. Die vorderen Seitenteile und die hinteren Ärmel habe ich dann aus einem größeren Reststück einfarbig zugeschnitten. Sonst wäre es wahrscheinlich zu viel geworden und viele von den kleineren Resten hätten dafür auch nicht mehr gereicht.

Beim Erstellen des „Stoffes“ war es gar nicht so einfach, die passenden Stücke und Kombinationen zu finden. Ich habe immer mal wieder zwischendurch wenn gerade eine halbe Stunde Zeit war, ein paar Stücke/Streifen zusammengenäht.

Bomberjacke nähen

Das Nähen der Jacke hat ohne Probleme funktioniert. Ich habe mich dann entschieden den Kragen aus einem Rest von rotem Bündchenstoff zu nähen, um damit eine Verbindung der roten Blumen auf der Rückseite mit der Vorderseite der Jacke zu erzielen. Für das Jackenbündchen habe ich ein Fertigbündchem von Albstoffe genutzt, das ich vor einigen Jahren mal gekauft habe.

Stoffreste für das Futter

Für das Futter habe ich einen schwarz-weiß gemusterten Viskosestoff genutzt, von dem ich noch mehrere mittelgroße Reste hatte. Den Stoff hatte ich mir vor einigen Jahren bei Stoffe.de bestellt und daraus das Maxikleid Paola von La Bavarese genäht (noch nicht hier gezeigt). Und ich hatte damals sicherheitshalber etwas mehr bestellt, damit ich den Musterverlauf beachten kann.

Und hier die Jacke an der Frau:

Ich finde die Jacke super, sie ist besser geworden als erwartet. Der Ottobreschnitt sitzt sehr gut. Ich kann ich mir gut vorstellen noch eine weitere Jacke nach diesem Schnitt zu nähen.

Projektübersicht – das ist drin

  • Schnittmuster: Bomber, Ottobre Woman 2/2017, Gr. 48, Vorderteile 50
  • Stoff: verschiedene Reste von Denim, Cord, Jeans, Bündchen von Albstoffe (vor Ewigkeiten mal gekauft), Viskoserest (von einem Kleid)
  • Kosten: eigentlich keine, verbraucht habe ich neben den Stoffresten einiges an Garn, das Stück H200 Vlieseline und einen RV, alles aus meinem Bestand.
  • Nähzeit: Stoff „Erstellung“ nicht mitgestoppt, Jacke nähen 5 Stunden

Und damit hüpfe ich rüber zum MeMadeMittwoch Blog und schaue, was die anderen fleißigen Näherinnen heute zeigen.

Auch verlinkt bei Valomeas Reste-Linkparty, Creativsalat , Lieblingsstücke und Anitas Jahresbingo (Upcycling).

Und zu Andrea der Zitronenfalterin verlinke ich auch, denn ich kann auch für dieses Projekt einen Haken bei meinen zwei Jahresprojekten (vorhandene Schnittmuster und Stoffe aus dem Bestand nutzen) machen.

MMM im August: ein paar neue Sommershirts – Ottobre Woman 2/2017 & 2/2022

Zum heutigen MeMadeMittwoch zeige ich euch drei neue Sommershirts, die zuletzt entstanden sind.

In meinem Kleiderschrank fehlten definitiv ein paar neue Sommershirts. Inspiriert wurde ich auf Instagram und habe daraufhin meine zahlreichen Ottobre Zeitschriften durchsucht und bin auch fündig geworden.

Das erste Shirt ist das Statement Shirt aus der Ottobre 2/2017. Das habe ich nach einem ersten Probeteil gleich ein zweites Mal genäht. Vernäht habe ich dafür Stoffe aus meinem Bestand. Das erste mal einen hellblauen Jersey, leicht glänzend. Beim zweiten Shirt habe ich mich für einen schwarzen Jersey mit glänzendem Muster entschieden.

Ich habe beim hellblauen Probeteil die Ärmel nur umgeschlagen und festgenäht. Außerdem möchte ich noch ein schönes Motiv plotten und vorne auf das Shirt aufbügeln. Dafür hatte ich bisher aber noch keine Zeit.

Folgende Änderungen habe ich an dem Schnitt vorgenommen:

Beide Shirts habe ich um etwa 5-7 cm gekürzt. Außerdem habe ich mittig im Rückenteil von oben einen etwa 4cm breiten Abnäher genäht und diesen bis etwa zur Taille hin auslaufen lassen. So sitzt das Shirt an Ausschnitt und Schultern besser. Den Ausschnitt habe ich etwas verkleinert, da dieser mir schon im Schnittmuster sehr groß vorkam.

Entschuldigt bitte für die improvisierten Bilder, ich liefere noch bessere nach bei Gelegenheit.

Ein weiteres Shirt ist entstanden, wieder aus einer alten Ottobre: das Top Naaemah aus der Zeitschrift 2/2022. Ich hatte von einem sehr dünnen Jersey noch knapp 1m übrig. Da musste ich etwas puzzeln, so dass einer der Ärmel tatsächlich nicht im Fadenlauf zugeschnitten ist. Ich wollte aber, dass der Musterverlauf auf Vorder- und Hinterteil zusammenpasst. Das ist mir auch einigermaßen gut gelungen, trotz überschaubarer Stoffmenge.

Das Top sitzt sehr gut. Die Länge habe ich auch hier etwas gekürzt. Sollte ich es nochmal nähen, müsste ich die Größe vermutlich an die Stoffwahl anpassen. Denn dieser gemusterte Jersey ist sehr dünn und relativ dehnbar. Mit einem etwas festeren Jersey müsste ich vermutlich eine Größe größer nähen.

Und mit diesen Sommershirts hüpfe ich rüber auf den virtuellen Laufsteg des heutigen MeMadeMittwoch, wo ihr noch viele tolle Outfits von anderen Nähbegeisterten entdecken könnt.