Bluse Libbie & Shorts Tasha – Fibre Mood

Wer kennt es nicht, spontan vor meinem Mädelsurlaub auf Sardinien musste ich unbedingt noch ein matching Set aus Bluse und Shorts für mich nähen.

Der Gedanke war, dass ich das unbedingt brauche, um über Bikini die Shorts und offene Bluse auf dem Weg zum Strand zu tragen. Und die Bluse am Strand auch mal kurz überwerfen für den Weg zur Strandbar. Kleiner Spoiler: ja, genau so hab ich es gemacht und vor allem die Shorts war in der Woche Urlaub dauernd im Einsatz. Aber von vorne:

Stoffauswahl für Bluse und Shorts

Den Stoff habe ich bei wasted fabrics gekauft Anfang Juni. Da gab es mal wieder kräftig Rabatt und ich konnte mich nicht zurückhalten und habe drei Sommerstoffe gekauft. Darunter diesen gestreiften Baumwoll Viskosestoff von Blanco Tessuti. Die Zusammensetzung ist 89%Viskose, 11 % Polyamid; und mit 105 gr/m² ist er sehr leicht. Die blauen Streifen verlaufen quer und zusätzlich gibt es noch leicht transparente Streifen. Die Stoffe werden als 3m (oder mehr) Stücke verkauft. So hat es für eine Bluse und eine passende Sommershorts gereicht. Der Stoff ist wirklich ein Schmuckstück und sieht durch die leicht transparenten Streifen wirklich toll aus. Allerdings war er dadurch auch etwas schwierig zu verarbeiten, da die transparenten Streifen die Tendenz hatten sich zu verziehen. Und der Stoff ist dadurch auch schwierig zu bügeln, damit keine Falten entstehen.

Bluse Libbie – Fibre Mood 35

Die Bluse Libbie stand schon länger auf meiner To Sew Liste. Ich hab mich für die Größe M entschieden.

Insgesamt ist die Bluse nicht schwer zu nähen. Am Anfang hab ich mich vertan, daher ist die Kellerfalte im Rückenteil verkehrt herum. Stört mich aber nicht.

Mit den Ärmeln habe ich etwas gehadert. Für meinen Geschmack ist die Armkugel nicht flach genug angelegt. Als ich den ersten Ärmel eingenäht hatte, gab es vorne eine unschöne Beule und ich hatte mich echt sehr bemüht, den Ärmel ordentlich ohne Falten in das Armloch einzunähen. Keine Ahnung was ich da falsch gemacht. Ich habe dann den Ärmel an der vorderen Seite wieder ein Stück aufgetrennt und die Armkugel vorne etwas abgeflacht. Ich finde es immer noch nicht optimal, aber besser als vorher. Und nach dem Bügeln mit ordentlich Dampf sieht es jetzt ganz ok aus.

Außerdem habe ich die Bluse ca. 10 cm rundherum gekürzt. Bei der ersten Anprobe hätte die Bluse fast als Kleid durchgehen können.

Beim Zuschnitt habe ich genau aufgepasst, dass die Streifen gut zusammenpassen. Ist mir ganz gut gelungen finde ich. Die Knöpfe sind aus meinem Bestand und ich hatte genau die passende Anzahl da, sehr schön. Auf den Knopf oben im Kragensteg habe ich verzichtet, denn so hoch geschlossen werde ich die Bluse eh nicht tragen. Die optionale extra Knopfleiste habe ich nicht genäht.

Shorts Tasha – Fibre Mood 34

Der Rest des Stoffes hat genau noch für die Tasha Shorts gereicht. Ich habe hier, auch nach den Fertigmaßen, die Größe L genäht.

Die Shorts habe ich 5 cm verlängert und auf das Bindeband verzichtet. Das war ein sehr schnelles, herrlich einfaches Projekt.

Obwohl ich Bluse und Shorts im Urlaub oft getragen habe, gibts davon leider keine Fotos. Die Bilder sind zuhause im Garten entstanden.

Projektübersicht – das ist drin

  • Stoff: Baumwollviskose, ecru mit Streifen navy, und leicht transparenten Streifen; wasted fabrics
  • Schnittmuster: Bluse Libbie, Fibre Mood 35, Größe M; Shorts Tasha, Fibre Mood 34, Größe L
  • Zubehör: Vlieseline H200, Knöpfe, Gummiband; aus meinem Bestand
  • Nähzeit: Bluse Libbie: 6,5 Std. inkl. Zuschnitt; Shorts Tasha: 2,5 Std. inkl. Zuschnitt
  • Kosten: ca. 20 Euro

Und mit meinem tollen Set geht’s jetzt zum virtuellen Laufsteg vom MeMadeMittwoch.

Auch verlinkt bei Creativsalat und Antetannis Jahresbingo (Für mich).

Andrea die Zitronenfalterin, sammelt unsere Jahresprojekte. Hier kann ich zumindest einen Haken machen. Der Stoff war zwar neu, aber ich habe zwei Schnittmuster aus vorhandenen Zeitschriften genutzt. Und der neue Stoff lag gar nicht lange im Regal, auch gut.

Rivi Bluse – Chalk & Notch

Eine neue Bluse ist in meinen Kleiderschrank eingezogen. Und sie gefällt mir so gut, dass ich davon bestimmt noch eine zweite nähe.

Aufmerksam geworden bin ich auf die Rivi Bluse bei Instagram. Das Schnittmuster habe ich dann direkt gekauft. Besonders gefallen hat mir, dass das Schnittmuster für zwei verschiedene Cup Größen erstellt wurde, so spare ich mir eine FBA und kann direkt zuschneiden, sehr gut. Das Schnittmuster habe ich auch direkt ausgedruckt, geklebt und ausgeschnitten. Ein paar Tage später habe ich dann die Schnitteile zugeschnitten. Dann kamen einige andere Projekte dazwischen. Aber jetzt ein paar Wochen später habe ich die Rivi Bluse genäht.

Stoffwahl für Bluse Rivi

Ich hatte bereits den perfekten Stoff zuhause: zwei gestreifte Hemden Baumwollstoffe. Einen in sand weiß gestreiften und einen pink weiß gestreiften Hemden Baumwollstoff, im letzten Jahr gekauft bei „zum Vernähen schön“. Der Stoff wartete quasi direkt auf dieses Schnittmuster. Ich hab mich erst Mal für den Stoff in pink weiß entschieden.

Zuschnitt für besondere Optik

Obwohl 1,8m Stoffverbrauch angegeben waren, haben meine 1,5m ausgereicht. Auf dem Foto sieht man den ersten Check auf dem vorgewaschenen aber noch nicht gebügelten Stoff. Der Zuschnitt nach dem Zuschneideplan in einfacher Stofflage hat perfekt funktioniert, es sind sogar noch ein paar kleine/mittlere Teile vom Stoff übrig geblieben. Für den Zuschnitt mit gestreiften Stoffen ist extra angegeben wie man die Teile auflegen muss, damit dann hinterher die besondere Streifenoptik entsteht. Es gibt zudem Infos für den Zuschnitt mit einfarbigen Stoffen.

Ich habe mich für die Bluse mit kurzen Ärmeln in Größe 14 in der Variante C/D-Cup entschieden und mich dabei an der Fertigmaßtabelle orientiert. Ich wollte die Bluse nicht oversizig.

Dann habe ich einen Feiertag genutzt (in Bayern gabs davon im Mai und Juni ja mehrere) und habe an einem Nachmittag in 6 Stunden die Bluse fast komplett fertig genäht. Nur Knopflöcher und Knöpfe fehlten noch.

Zwischenstand – noch ohne Ärmel

Die Bluse wird komplett mit französischen Nähten genäht. Im Schnittmuster sind bereits 1,5 cm Nahtzugabe enthalten. Das ist natürlich etwas aufwändiger, da man jede Naht mindestens 2 oder 3x bügelt zwischen dem Nähen. Aber das Innenleben der Bluse sieht super aus, das hat sich wirklich gelohnt.

Von innen sieht die Bluse auch wirklich gut aus.

Und das Nähen hat wirklich Spaß gemacht. Die Anleitung bietet Grafiken für jeden Schritt und eine ausführliche Erklärung. Ich hab alles verstanden, nur nicht wie ich die Seitenschlitze ordentlich hinbekommen kann. Ich hab dann von aussen nochmal eine kleine Naht gesetzt und es passt jetzt auch. Ich habe zu spät entdeckt dass es auf der Chalk & Notch Website einen Sew along gibt.

An einem weiteren Abend habe ich dann noch die Position der Knöpfe festgelegt, die Knopflöcher genäht und geöffnet und die Knöpfe angenäht. Da ich zuletzt immer Probleme mit dem automatischen Knopfloch meiner Bernina hatte, hab ich mich endlich dazu durchgerungen, einen neuen Knopflochfuß zu kaufen. Das ist schon eine Investition mit über 100 Euro, aber das war es mir auf jeden Fall wert. Denn nun näht meine Maschine wieder schöne automatische Knopflöcher.

Die Farbe ist tatsächlich etwas ungewöhnlich für mich, aber ich finde die Bluse wirklich toll. Daran werde ich mich also sicher gewöhnen.

Fotos sind entstanden bevor es so heiß wurde und ich mich in den Urlaub verabschiedet habe. Daher drinnen fotografiert. In den letzten zwei Wochen war es hier im Baltikum schön angenehm, von tropischer Hitze keine Spur. Da sag ich mal perfektes Timing und gute Urlaubswahl.

Projektübersicht – das ist drin

  • Schnittmuster: Bluse & Kleid Rivi, Chalk & Notch
  • Größe: 14, Cup C/ D
  • Stoff und Zubehör: 100% Baumwolle, „Streifen pink“ von Zum Vernähen schön; Knöpfe und Vlieseline aus dem Vorrat
  • Nähzeit: 8 Std. inkl. Zuschnitt
  • Kosten: 18,60 Stoff; 15,95 Schnittmuster

Der zweite gestreifte Stoff wird wohl demnächst auch eine Rivi Bluse, vielleicht etwas größer für eine mehr oversize Optik. Allerdings müsste ich dann alles neu ausdrucken, mal schauen ob ich darauf Lust habe…

Mit der tollen gestreiften Sommerbluse spaziere ich jetzt auf den virtuellen Laufsteg des MeMadeMittwoch. Beim letzten Mal gab es ja einige Blusen zu sehen. Ich bin schon neugierig, was wohl heute und morgen alles Tolles gezeigt wird.

Auch verlinkt beim Jahresbingo von Antetanni (Sommerliebe) und Creativsalat.

Jacke Judith – Fibre Mood 32

Diese coole Bomberjacke stand schon seit Erscheinen der Fibre Mood 32 auf meiner Liste. Jetzt habe ich die Jacke Judith endlich genäht, in meiner Lieblingsfarbe.

Im letzten Jahr hatte ich zwei Bestellungen bei Wasted Fabrics gemacht und wie es so ist, lauter tolle Stoffe, aber keine Zeit oder kein passendes Projekt oder die falsche Zeit für ein Projekt. Nun möchte ich der Reihe nach diese tollen Stoffe endlich in Kleidungsstücke verwandeln und so meine Vorräte wieder etwas reduzieren. Jetzt habe ich für die Jacke Judith einen Teil von zwei dieser Deadstock Stoffe genutzt.

Stoffauswahl für Judith

Der tolle Außenstoff ist ein Baumwoll Stretch Jacquard in navy/kobaltblau. Für Kragen und hinteres Bündchen habe ich einen schwarzen Bündchenstoff aus meinem Vorrat genutzt.

Als Futter habe ich, auch von wasted fabrics, einen Futterstoff von Freudenberg in der Farbe bronze antik genutzt.

Größenwahl und Anpassungen

Die Jacke habe ich in Größe XL genäht und 5 cm verlängert. 2-3 cm hätten auch gereicht. Zudem habe ich die Schulternaht um 1 cm nach vorne verlegt. Und die Ärmel habe ich nach vorne hin ca. 5-6 cm enger genäht und etwa 4 cm gekürzt.

An sich ist die Jacke nicht besonders kompliziert. Was allerdings wirklich etwas länger gedauert hat, waren die drei Paspeltaschen, denn ich wollte hier möglichst ein perfektes Ergebnis erzielen. Ich habe zuerst alle drei Taschenpositionen mit Fäden markiert. Dann habe ich mit dem Nähen der oberen waagrechten Tasche begonnen: Bügeln, Hilfsnähte setzen und schließlich die Tasche so exakt wie möglich nähen, nicht benötigte Markierungsfäden entfernen und abschließend gut bügeln. Das ganze hat 1 Stunde gedauert. Für die anderen beiden Taschen habe ich nicht ganz so lang gebraucht, aber ich wollte die Taschen so gut wie möglich und exakt nähen und dafür habe ich mir die Zeit genommen. Bei diesem Stoff kann man die Tascheneingriffe kaum erkennen.

Ich hatte überlegt ob ich die Jacke anstatt mit Knöpfen mit einem Reißverschluss nähe. Habe mich dann aber doch für Knöpfe entschieden. Ich hatte leider nicht 5 gleiche, passende zuhause und deshalb welche bestellt. Aber da ich auch keinen passenden Reißverschluss im Vorrat hatte ist das ok.

Projektübersicht Jacke Judith – das ist drin

  • Schnittmuster: Judith, Fibre Mood 32, Größe XL
  • Stoff und Zubehör: Baumwoll Stretch Jacquard, wasted fabrics; Futterstoff, wasted fabrics, Bündchenstoff aus meinem Vorrat, 5 Knöpfe
  • Stoffverbrauch: Außenstoff ca. 1,80m auf VB, Futter 1,5m auf VB, Bündchen 0,3m
  • Nähzeit: 7,5 Std.
  • Kosten: 17 € Stoffe und Zubehör, 7,90 € anteilig für die Fibre Mood Zeitschrift (2.Schnittmuster daraus)

Und damit verlinke ich meine Jacke Judith zum MeMadeMittwoch und bin schon sehr gespannt wie viel sommerliches dort wohl schon gezeigt wird heute und morgen.

Auch verlinkt im Jahresbingo von Anita, weil blau meine Lieblingsfarbe ist, bei Creativsalat und Lieblingsstücke. Und meine blaue Jacke Judith verlinke ich auch zu Niwibo, die im Juni blau sucht.

Und bei meinen beiden Jahresprojekten kann ich nach einem Monat Pause für Mai auch wieder einen Haken machen und verlinke die Jacke Judith zu Andrea der Zitronenfalterin, die die Jahresprojekte sammelt. Drei Stücke Stoff aus dem Stash sind vernäht für ein Schnittmuster aus einer bereits vorhandenen Zeitschrift.

Strickjacke „Thuja“ – Laine Magazin 24

Was lange währt…heute zeige ich zum MMM ein Strickprojekt, das ich vor fast einem Jahr gestartet habe und das jetzt, nach mehreren längeren Unterbrechungen, endlich fertig geworden ist.

Entdeckt habe ich die Jacke beim MeMadeMay 2025, als ich so durch die einzelnen Beiträge bei Instagram gescrollt habe. Und was soll ich sagen, mir hat der Cardigan so gut gefallen, dass ich mir das Laine Magazin sofort bestellen musste. Der Preis von 25 Euro ist schon nicht ohne. Damit sich die Anschaffung richtig lohnt stricke ich sicher auch noch weitere Modelle daraus: Die Weste Valo stricke ich aktuell im Rahmen des FJKA und für den Pullover „Flecks of sunshine“ habe ich schon Garn bestellt.

Auswahl der passenden Wolle und Maschenprobe

Die Original-Farbe der Jacke hat mir so gut gefallen, dass ich eine möglichst ähnliche für meinen Cardigan haben wollte. Ich habe das Internet durchsucht und mich dann für die Merino Cotton Silk 400 in der Farbe moosgrün von Supergarne entschieden. Die Maschenprobe hat dann folgendes ergeben: Ich stricke mit einer 3,5er Nadel, das Bündchen mit 2,5.

Die Strick-Anleitung für Cardigan Thuja

Entschienden habe ich mich für die Größe 3. Anfangs waren die englische Beschreibung und die ganzen Abkürzungen etwas gewöhnungsbedürftig. Aber ich war dann doch relativ schnell drin. Das Muster lässt sich schön stricken. Wenn man es einmal raus hat muss man auch nicht mehr nachschauen und kann das sich wiederholende Muster gut vor sich hin stricken.

Wenn ich mehr Zeit hätte

Gestartet habe ich voll motiviert Ende Mai und bin auch erst mal gut vorangekommen. Aber im Sommer ist immer so viel los, einiges im Garten zu tun, Feste, Geburtstage usw. Kurz gesagt, fürs stricken kaum Zeit. Aber einige Male hatte ich doch Zeit draussen im Garten zu sitzen und vor mich hinzustricken. Ende des Sommers hatte ich dann Rückenteil und die beiden Vorderteile fertig.

Dann gings schon auf Weihnachten zu und die Geschenkeproduktion hatte Vorrang. Ich habe die drei Teile aber zumindest gebadet und aufgesteckt zum Trocknen.

Restart im Januar mit den Cardigan-Ärmeln

Ende Januar fand ich dann wieder die Motivation zum weiterstricken am Thuja Cardigan. Zuerst die Schultern verbinden mit einer 3 Nadel Abkettmethode und dann werden die Ärmel direkt an den Körper angestrickt. Die Ärmel habe ich dann gedämpft und in Form gebracht bevor ich die Seiten- und Ärmelnähte geschlossen habe. Dann habe ich erst mal alle Fäden vernäht.

Zum Schluss noch vorne entlang der Kanten Maschen auffassen und noch 17 Reihen Rippenmuster stricken – fertig. Und hier ist der Thuja Cardigan in voller Pracht:

Ich bin so begeistert von dem Cardigan und richtig stolz, dass ich es geschafft habe und dass er so schön geworden ist.

Damit verlinke ich jetzt meinen tollen grünen Thuja Cardigan zum MeMadeMittwoch. Vielen Dank an das Orga-Team, die immer wieder dieses monatliche Event organisieren.

Den Cardigan verlinke ich auch beim Jahresbingo von Antetanni. Einige Male bin ich mit einer Tasse Kaffee nachmittags draußen gesessen und habe vor mich hingestrickt.

Auch verlinkt bei Creativsalat, der Flickensalat Stricken und Häkeln Linkparty und Lieblingsstücke.

Ottobre Bomber (2/2017) als Upcycling-Projekt

Aus vielen Resten ist etwas tolles Neues entstanden: Heute zeige ich euch meine neue Bomberjacke.

Beim Aufräumen habe ich ein Stickbild mit großen Blumen gefunden, das meine Mama gemacht hat und nie fertig genäht hatte. Ich habe lange überlegt was ich daraus machen soll. Und dann ist der Gedanke an eine Jacke entstanden. Auf meinem Pinterestboard sammle ich Inspirationen und da waren auch verschiedene Patchworkjacken dabei.

Inspiration vom Pinterest

Ich habe also nach passenden kleineren und größeren Stoffresten von zurückliegenden Projekten gesucht. In meiner Restekiste hatte ich Reste von den im letzten Jahr genähten Kissenbezügen für die Küche, der Fibre Mood Jacke Barbara, der Fibre Mood Gizeh Jeans, der Denimhose Nuru von Schnittmuster Berlin, einer vor Ewigkeit genähten Skinnyjeans von Sewera, einer sehr alten Burda Bikerjacke sowie verschiedenen aussortierten Jeans.

Suche nach dem passenden Schnittmuster

Ein kurzer Blick auf meine lange to-Sew Liste ergab: Die Bomberjacke aus der Ottobre Woman 2/2017 sollte es werden. Ich habe einen groben Plan der Jacke skizziert. Das Stickbild sollte natürlich auf die Rückseite und für drum herum, die Vorderteile und die Ärmel habe ich dann einfach Reststücke aneinander gelegt und geschaut was gut aussieht und passen könnte. Das Stickbild habe ich mit schwarzer Vlieseline H200 verstärkt.

Ich habe versucht sowohl die beiden Vorderteile als auch die vorderen Ärmel möglichst symmetrisch zu machen. Hat so ungefähr auch funktioniert. Außerdem habe ich versucht von allen Resten auch in möglichst allen Teilen etwas zu nutzen, damit das Gesamtbild einheitlicher wird. Die vorderen Seitenteile und die hinteren Ärmel habe ich dann aus einem größeren Reststück einfarbig zugeschnitten. Sonst wäre es wahrscheinlich zu viel geworden und viele von den kleineren Resten hätten dafür auch nicht mehr gereicht.

Beim Erstellen des „Stoffes“ war es gar nicht so einfach, die passenden Stücke und Kombinationen zu finden. Ich habe immer mal wieder zwischendurch wenn gerade eine halbe Stunde Zeit war, ein paar Stücke/Streifen zusammengenäht.

Bomberjacke nähen

Das Nähen der Jacke hat ohne Probleme funktioniert. Ich habe mich dann entschieden den Kragen aus einem Rest von rotem Bündchenstoff zu nähen, um damit eine Verbindung der roten Blumen auf der Rückseite mit der Vorderseite der Jacke zu erzielen. Für das Jackenbündchen habe ich ein Fertigbündchem von Albstoffe genutzt, das ich vor einigen Jahren mal gekauft habe.

Stoffreste für das Futter

Für das Futter habe ich einen schwarz-weiß gemusterten Viskosestoff genutzt, von dem ich noch mehrere mittelgroße Reste hatte. Den Stoff hatte ich mir vor einigen Jahren bei Stoffe.de bestellt und daraus das Maxikleid Paola von La Bavarese genäht (noch nicht hier gezeigt). Und ich hatte damals sicherheitshalber etwas mehr bestellt, damit ich den Musterverlauf beachten kann.

Und hier die Jacke an der Frau:

Ich finde die Jacke super, sie ist besser geworden als erwartet. Der Ottobreschnitt sitzt sehr gut. Ich kann ich mir gut vorstellen noch eine weitere Jacke nach diesem Schnitt zu nähen.

Projektübersicht – das ist drin

  • Schnittmuster: Bomber, Ottobre Woman 2/2017, Gr. 48, Vorderteile 50
  • Stoff: verschiedene Reste von Denim, Cord, Jeans, Bündchen von Albstoffe (vor Ewigkeiten mal gekauft), Viskoserest (von einem Kleid)
  • Kosten: eigentlich keine, verbraucht habe ich neben den Stoffresten einiges an Garn, das Stück H200 Vlieseline und einen RV, alles aus meinem Bestand.
  • Nähzeit: Stoff „Erstellung“ nicht mitgestoppt, Jacke nähen 5 Stunden

Und damit hüpfe ich rüber zum MeMadeMittwoch Blog und schaue, was die anderen fleißigen Näherinnen heute zeigen.

Auch verlinkt bei Valomeas Reste-Linkparty, Creativsalat , Lieblingsstücke und Anitas Jahresbingo (Upcycling).

Und zu Andrea der Zitronenfalterin verlinke ich auch, denn ich kann auch für dieses Projekt einen Haken bei meinen zwei Jahresprojekten (vorhandene Schnittmuster und Stoffe aus dem Bestand nutzen) machen.

Shirt Abina – Fibre Mood 30

Ein neues variables Shirt ist in meinen Kleiderschrank eingezogen: Abina aus der Fibre Mood 30.

Ich habe ein paar größere Projekte in Arbeit, die aber leider noch nicht vorzeigbar sind. Aber ein kleines schnell genähtes Shirt kann ich heute beim MeMadeMittwoch im März zeigen. Es ist ein tolles Teil fürs Layering jetzt wo es morgens noch etwas kühl ist und nachmittags dann schon teilweise frühlingshaft warm.

Stoffauswahl für Abina

Zuerst dachte ich, dass ich irgendwo noch ausreichend Reste von Sweatstoff hätte, war dann aber nicht so. Dann habe ich in meinem Stoffregal einen tollen Jersey-Strickstoff entdeckt, der schon sehr lange in meinem Stash lag, perfekt für das Shirt. Ich glaube, dass der Strickstoff mit Hahnentrittmuster und Karo in pink, von Driessenstoffen ist, bin aber nicht ganz sicher.

Shirt Abina schnell genäht

Das Shirt Abina ist mit der Overlock sehr schnell genäht. Ich habe nur Kleinigkeiten geändert, das Shirt etwa 3cm verlängert und den hinteren Ausschnitt ca. 1 cm nach unten vergrößert. Beim Zuschnitt habe ich darauf geachtet, dass sich die pinken Linien und das Hahnentrittmuster an den Seitennähten treffen.

Abina sehr variabel einsetzbar

Mein neues Shirt Abina ist wirklich variabel. Es ist perfekt als Schicht über einem Langarmshirt oder einem dünnen Pullover. In der warmen Jahreszeit geht Abina dann auch alleine. Vielleicht nähe ich noch eine Zweite.

Besonders freue ich mich, dass ich dieses Stoffschätzchen, das schon sehr lange in meinem Stoffregal lag, nun endlich vernäht habe.

Projektübersicht – das ist drin

  • Schnittmuster: Abina, Fibre Mood 30, Größe L
  • Stoff: dünner Jerseystrick, vermutlich von Driessenstoffen, aus meinem Vorrat
  • Stoffverbrauch: ca. 1,20m auf VB
  • Nähzeit: 1,5 Stunden inkl. Zuschnitt
  • Kosten: nicht mehr nachvollziehbar

Mit meinem Shirt Abina verlinke ich jetzt zum virtuellen Laufsteg des MeMadeMittwoch.

Bei meinen zwei Jahresprojekten (Stoffabbau und vorhandene Schnittmuster nutzen) kann ich auch wieder Häkchen setzen. Denn sowohl die Nr.30 der Fibre Mood als auch den Stoff hatte ich bereits zuhause. Da verlinke ich direkt zu Andrea – Die Zitronenfalterin, die alle Jahresprojekte sammelt.

Im Jahresbingo bei Antetanni hake ich mit dem Shirt das Feld „Mein Freund der Fehler“ab. Das Halsbündchen habe ich nämlich trotz mehrmaliger Kontrolle mit der Naht nach vorne angenäht. Zum Glück habe ich das sehr ordentlich genäht und es fällt bei dem gemusterten Stoff nicht auf.

Auch verlinkt bei Creativsalat, Lieblingsstücke und Augensterns Welt.

Sweater Lara – Fibre Mood Special No.3

Passend zu den immer noch sehr kalten Temperaturen habe ich mir einen Sweater genäht.

Die Spezialausgabe No.3 der Fibre Mood habe ich mir Mitte des letzten Jahres bestellt. Ich wollte eigentlich direkt die Bluse Odyna nähen, hatte dann aber noch einige andere Projekte und so blieb es und die Bluse steht immer noch auf meiner Liste und die Fibre Mood Zeitschrift ungenutzt.

Meine Jahresprojekte

Zum ersten MeMadMittwoch 2026 hatte ich in meinem Rückblick und Ausblick meine Pläne ja bereits beschrieben.

Mein erstes Jahresprojekte ist es, ungenutze Schnittmuster aus meinem Bestand (sowohl digitale als auch aus Zeitschriften) zu nähen.

Mein zweites Jahresprojekt ist es, den umfangreichen Stoffbestand zu reduzieren umd mit Stoffen aus dem Vorrat zu nähen.

Bei anderen gesehen

Zuletzt habe ich dann bei Instagram den Sweater Lara entdeckt und war direkt begeistert. Sowohl vom Schnittmuster als auch davon, dass die Zeitschrift schon zuhause lag. Ich sollte echt mal meine vorhandenen Schnittmuster-Zeitschriften genauer durchschauen. Da schlummern viele tolle Schnitte, die ich noch umsetzen könnte.

Ein Sweater passt jedenfalls zu einem Winter mit sehr viel Schnee, wie wir ihn schon lange nicht mehr hatten, viel besser als eine Bluse.

Für das zweite Jahresprojekt kann ich mit dem Sweater ebenfalls ein Häkchen setzen. Denn ein passender Stoff lag im Regal. Den sehr dunkelblauen, fast schwarzen Sweatstoff hatte ich damals gleichzeitig mit dem grauen Sweat gekauft, aus dem ich zum WKSA 24 den Ottobre Sweater Apricot genäht habe.

Sweater Lara mit kleineren Anpassungen nähen

Ich hab mich beim Sweater Lara für die Version mit Bauchtasche entschieden. Das Nähen hat ohne Probleme funktioniert. Die Ärmel habe ich zum Ärmelbündchen hin 6 cm schmaler genäht und auch das Saumbündchen 10cm gekürzt.

Der Sweater gefällt mir richtig gut und ich will direkt eine weitere Lara umsetzen. Dieses Mal mit dem Ziel Resteverwertung im Colorblocking Stil. Die Reste der ersten Lara und des Apricot Sweaters zusammen mit einem Stück eines roten dickeren Jersey-Stoffes könnten reichen. So ungefähr könnte ich mir das vorstellen, mal schauen wie ich die Teile auf den Resten platzieren kann:

Projektübersicht Sweater Lara – das ist drin

  • Schnittmuster: Lara, Fibre Mood Sp. 03
  • Stoff: Sweat, Driessenstoffen; Bündchen, Snaply
  • Größe und Anpassungen: Gr. L, da ich es nicht so oversizig wollte; Saumbündchen 10 cm gekürzt, Ärmel nach vorn 6cm verschmälert
  • Arbeitszeit: circa 3 Stunden
  • Kosten: 20 Euro

Und jetzt verlinke ich meinen Sweater Lara zum MeMadeMittwoch und bin schon ganz gespannt, was die anderen Mitnäherinnen so genäht haben. Vielen Dank ans ganze Orgateam, für diese monatliche Aktion.

Auch verlinkt beim Jahresbingo von antetanni (bei anderen gesehen), Creativsalat, Lieblingsstücke und bei Andrea der Zitronenfalterin, die unsere Jahresprojekte sammelt.

Rückblick 2025 & Ausblick 2026

Es ist der erste MeMadeMittwoch im neuen Jahr. Da blicken wir traditionell zurück auf das Vergangene. Es gibt aber auch bereits einen kleinen Ausblick auf das neu vor uns liegende Jahr und all die kreativen Projekte, die auf uns warten.

In 2025 habe ich einiges genäht bzw. umgearbeitet und ich bin selbst verwundert wie viel es tatsächlich war. Die allermeisten Sachen davon trage ich tatsächlich auch regelmäßig und es sind keine Schrankleichen entstanden.

  • 9 Jacken
  • 9 Shirts
  • 3 Pullis, 1 Sweatjacke
  • 5 Hosen
  • 3 Blusen
  • 3 Westen
  • 1 Kleid
  • 1 Rock
  • 1 Blazer

Insgesamt 36 Kleidungsstücke. Außerdem habe ich 2 Moonbag Luna Taschen, 5 Kissenbezüge für die Küche, 2 Leseknochen, 2 Weihnachtssäckchen, eine Kinderweste für meinen Neffen und eine Steppjacke für meine Nichte genäht. 1 Jacke und 1 Tasche waren für meine Schwester. Die Leseknochen habe ich zu Weihnachten verschenkt. Fast alles habe ich hier im Blog gezeigt, außer einer kurzen Schlafshorts und 4 Shirts (2x Vintages lines, Ottobre 5/2016 und 2x Statement, Ottobre 2/2017). Ein Vintage lines Shirt hatte ich beim MeMadeMay nur auf Instagram gezeigt:

7 Schnittmuster waren aus einer Fibre Mood, 12 aus einer Ottobre Woman, 2 aus Ottobre Kids, 3 Schnittmuster von Burdastyle habe ich vernäht sowie 8 Schnitte von anderen Labels.

Und ich habe auch ein bisschen gestrickt: 2 Sophie Scarfs und einen Kapuzenschal. Außerdem hab ich einen Cardigan begonnen, der zur Hälfte fertig ist und mit dem ich 2026 endlich wieder weitermachen möchte. Außerdem ist gerade ein weiterer Kapuzenschal auf den Nadeln, der Cappuccio Scarf von Tanja Steinbach mit dem Ziel weiter Wollreste abzubauen.

Was sagt die WordPress Statistik?

Die 5 meistgelesene Beiträge waren

Insgesamt hatte mein Blog 15.991 Aufrufe von 10.021 Besuchern. Ich habe 60 Beiträge veröffentlicht. Gezählt wurden 62 Likes und 218 Kommentare. Vielen Dank für die Likes und den Austausch über die Kommentare.

Was ist zu einem Lieblingsstück geworden?

Für mich hat sich tatsächlich die im Juli genähte Burdastyle Blouson-Jacke zu einem Liebling entwickelt. Ich habe sie wirklich oft getragen. Eigentlich hatte ich das eher von der FM Jacke Eden erwartet. Die hatte ich aber tatsächlich weniger an, einfach nur weil es mir oft zu kühl für die kürzeren Ärmel war. Auch die Tasche Moonbag Luna ist seit Sommer ein oft und gern genutzter Begleiter. Im Herbst habe ich gerne die Cordjacke Barbara aus der FM 35 getragen, die Ottobre Sweatjacke „Zip Up“ im Leomuster und den FibreMood Sweater Coco. Die T-Shirts waren Dauerbrenner im Urlaub und im Sommer. Auch der erst im Oktober umgearbeitete Windbreaker war im Herbst noch oft im Einsatz. Die erst kürzlich fertiggestellte Fibre Mood Jacke Elsie hat großes Potenzial ein Lieblingsstück zu werden.

Näh-Ausblick für 2026

Für 2026 habe ich eine gut gefüllte To Sew Liste. Sicher werde ich nicht alles davon nähen können, so viel Zeit habe ich gar nicht.

Ein Vorsatz ist es, keine neuen Schnittmuster zu kaufen. Vielmehr möchte ich Schnitte aus vorhandenen Zeitschriften oder digital gekaufte und noch nicht genähte Schnittmuster nähen. Da sollte ich auf jeden Fall fündig werden. Das ist mein erstes Projekt für 2026.

Einige ältere genähte Kleidungsstücke könnten ein Make-Over gebrauchen. Da möchte ich meinen Kleiderschrank überprüfen, welche Stücke ich optimieren oder umarbeiten kann. Zum Beispiel fällt mir da die Hose aus dem WKSA 2024 ein. Ich hatte sie ein paar Mal an, bin aber trotzdem nicht mit ihr warm geworden. Die Hosenbeine fallen irgendwie komisch und sind für meinen Geschmack auch zu kurz. Vielleicht kann ich sie zu einer Bermuda kürzen.

Jeans, Blusen & T-Shirts

Ich möchte auf jeden Fall das Thema Jeans nochmal aufgreifen, denn 1 -2 Jeans könnte ich auf jeden Fall gebrauchen. Und 1 oder 2 Blusen möchte ich auch nähen. Zum Beispiel aus der Ottobre 6/23 die Bluse Papertouch. Die Bluse stand ja auch beim WKSA 2025 schon in der engeren Auswahl. Außerdem möchte ich auch noch ein paar T-Shirts nähen. Das ist zwar eher unspektakulär, aber ein paar gute Basics müssen auch mal sein. Zum Beispiel steht das T-Shirt Clean Cut aus der Ottobre 2/24 schon länger auf meiner Liste. Das Gute: Für viele Projekte habe ich passenden Stoffe im Vorrat.

Weniger kaufen – mehr Vorräte vernähen

Ja, auch weniger Stoffe kaufen und mehr die Stoffe aus dem Vorrat vernähen ist wie immer ein Vorsatz. Dieses Jahr hat es damit ja nicht so ganz geklappt … erst im Frühling der Stoffmarkt in Fürth und dann im Herbst verschiedene Bestellungen für Projekte, die ich bisher nur teilweise oder noch gar nicht umgesetzt habe. Voilà, mein zweites Jahresprojekt für 2026.

Jetzt wünsche ich euch allen noch einen guten Start hinein in kreatives und erfolgreiches Jahr 2026!

Und ich bin schon sehr auf die vielen anderen Berichte beim MeMadeMittwoch Blog gespannt. Vielen Dank an das gesamte Team für die Organisation und dass wir auch 2026 wieder unsere Projekte im MeMadeMittwoch Blog verlinken dürfen.

Auch verlinkt bei der Jahresrückblick-Sammlung von Augensterns Welt.

Jacke Elsie – Fibre Mood 30

Schon als die Fibre Mood Ausgabe 30 erschienen ist, wollte ich die Jacke Elsie nähen. Endlich habe ich genug Motivation gefunden und das Projekt umgesetzt – und jetzt habe ich eine tolle neue Winterjacke.

Den Stoff – ein Sherpa-Feece in der Farbe Karamell – habe ich extra für die Jacke bei Driessenstoffen gekauft. Ich hatte ihn bei Facebook gesehen und sofort an Elsie als eine Kuschel-Plüschjacke für den Winter gedacht. Also habe ich den Stoff direkt im Sommer bestellt. Und passend für die kalte Jahreszeit habe ich jetzt eine tolle neue, kuschelige und warme Winterjacke.

Paspeltaschen und überall Fussel

Die Position der Taschen hatte ich mir mit gut sichtbaren Fäden markiert. So war das Nähen der beiden Taschen kein Problem. Ingesamt ging das Nähen mit dem Obertransportfuß meiner Bernina Nähmaschine wirklich gut. Nur mein Fusselroller war ständig im Einsatz und der Staubsauger hat vorübergehend ein neues Zuhause an meinem Nähplatz bekommen. Genäht habe ich Größe M. Die Jacke hab ich ca. 5cm verlängert und die Ärmel ca. 3cm gekürzt. Sonst keine weiteren Änderungen. Den Reißverschluss hatte ich im Vorrat.

Jackenfutter für Elsie – wie wird die Jacke warm und winddicht?

Den Steppstoff, den ich als Futter verwendet habe, habe ich bei EvLis Needle bestellt. Ich wollte ursprünglich einen Futterstoff selbst mit Volumenvlies absteppen, hatte dann aber zu wenig dünnes Vlies.

Zusätzlich habe ich noch eine Schicht Meida 80 sms Thermovlies zwischen Außenstoff und Futter mitgefasst. Das hatte ich vor längerem gekauft, eigentlich für ein anderes Projekt, das ich aber dann nicht genäht habe. Das Sherpa-Fleece und das Steppfutter alleine wären mir für den Winter zu wenig. Durch die Meida-Schicht soll die Jacke warm und winddicht werden. Ich habe die Futterteile also 2x zugeschnitten, aus Steppstoff und aus Meida. Die Futterteile und die Teile aus Meida habe ich dann wie eine Schicht behandelt.

Mit einem Trick zum perfekten Ergebnis

Vorab hatte ich bei lee_z.sews bei Instagram noch einen smarten Trick gelesen, wie man das Gummiband im Saum einfacher einnähen kann. Und zwar habe ich nach ihrem Hinweis in beiden Ärmeln eine Wendeöffnung offen gelassen. So ist es deutlich einfacher das Gumiband im Saum und auch in den Ärmeln zu fixieren.

Projektübersicht Fibre Mood Jacke Elsie – das ist drin

  • Schnittmuster: Elsie, Fibre Mood 30, Größe M
  • Stoff: Sherpa Fleece, Driessenstoffen; Futter Steppstoff, EvLis Needle; Meida DRY 80 sms Thermovlies, Patchwork Nordlicht
  • Arbeitszeit: 10 bis 12 Stunden, hab nicht so genau mitgestoppt
  • Kosten: 55 Euro

Mein weißer Sophie Scarf passt auch wunderbar zu Elsie. Mein zweiter kuscheliger Sophie Scarf passt ebenfalls dazu.

Und wenn es draussen ganz frisch ist und man sich am liebsten drinnen einkuscheln würde, aber doch das Haus verlassen muss, passt auch mein langer gestreifter Wollschal perfekt zu meiner Kuscheljacke.

Das Meida Thermovlies hält bisher auch was es verspricht. Ich trage die Jacke schon seit zwei Wochen eigentlich ständig. Auch bei den mittlerweile herrschenden Minusgraden hält sie warm. Und der Wind bläst ebenfalls nicht durch.

Mit meiner neuen Elsie Jacke verlinke ich mich jetzt zum letzten MeMadeMittwoch des Jahres. Danke an die Organisatorinnen für dieses tolle monatliche Treffen. Es war mir das gesamte Jahr über eine große Freude, immer am ersten Mittwoch des Monats dabei zu sein.

Meine Kuscheljacke Elsie und die verschiedenen wärmenden selbstgestrickten Schals passen auch perfekt zum aktuellen Motto „Jetzt wirds kuschelig“ bei den Ü30 Bloggern.

Die Jacke verlinke ich auch noch zum Jahresbingo von Antetanni (denk ich an den Winter) und damit habe ich mein Bingofeld tatsächlich vollständig ausgefüllt! Hätte ich im Februar wirklich nicht gedacht und ich freue mich schon auf das nächste Jahr.

Für diejenige, die es interessiert: Alle meine Bingo Beiträge aus diesem Jahr findet ihr hier: Bingo 2025

Auch noch verlinkt bei Creativsalat und Lieblingsstücke.

Und beim Weihnachtsfreudenbingo passt die Jacke perfekt zu Baby it’s cold outside.

Außerdem läuft ja gerade der Weihnachtskleid Sew along beim MeMadeMittwch Blog. Alle meine Beiträge dazu findet ihr hier: WKSA 2025

Blazer Astrid K. – Ottobre Woman 5/2023

Heute zeige ich zum MeMadeMittwoch das Ergebnis eines schönen slow sewing Projekts: meinen neuen Leinenblazer. So ein Kleidungsstück hat in meiner Garderobe bisher gefehlt.

In meinen vielen Ottobre Zeitschriften bin ich fündig geworden in der Ausgabe 5/2023. Der Blazer Astrid K. war genau das was ich mir vorgestellt habe. Für mein Material brauchte es allerdings einige Anpassungen.

Genäht habe ich Größe 48. Folgende Änderungen habe ich gemacht:

  • FBA 3 cm pro Seite
  • Paspeltaschen mit 2 Paspeln, so kann ich die Klappe auch nach innen legen und habe eine schöne Tasche
  • Vollfutter statt Teilfutter
  • Blindschlitz statt echter Ärmelschlitz
  • Gesamtlänge ca. 8-10 cm gekürzt

Den Leinenviskose habe ich bei Driessenstoffen gekauft. Es ist der gleiche Stoff wie schon bei meiner Jacke Mashika von Ottobre. In der Ottobre ist es ein Cordblazer. Damit mein Leinenblazer etwas Stand hat und nicht mit der Zeit ausleiert, habe ich folgenden Teile mit Vlieseline H180 beklebt: beide Vorderteile und vorderen Seitenteile, alle vier Rückenteile von oben bis zur eingezeichneten Futterlinie, Ober- und Unterkragen, Kragenstege, rückwärtiger Beleg, Ärmelsäume und Jackensaum. Die beiden vorderen Belege habe ich mit H200 beklebt für etwas mehr Stand.

Das Futter ist Futtertaft in lila, da hatte ich von einem lange zurückliegenden Projekt noch knapp 1,5m in voller Breite im Vorrat. Die Knöpfe habe ich von meiner Cousine geschenkt bekommen. Sie sind aus dem Vorrat meiner leider bereits verstorbenen Tante, die auch sehr nähbegeistert war.

Genäht habe ich mit der Ottobre Anleitung und bei einzelnen Schritten nach der Videoanleitung von Anja von LaBavarese. Ihren Oversize Blazer habe ich ja im letzten Jahr erst genäht. Ihre Anleitung unterscheidet sich in ein paar Punkten von der Ottobre. Beispielsweise habe ich die Kragenteile erst an die Jacke und die Belege genäht und anschließend die Teile erst zusammengenäht. Das heißt aber nicht, dass die Ottobre Anleitung schlecht ist.

Die Ärmelschlitze habe ich allerdings eher ungeplant als Blindschlitz genäht. Die Anleitung in der Ottobre zum Ärmelschlitz habe ich auch trotz mehrmaligen Ausprobierens nicht verstanden. Auch Youtube konnte mir hier nicht wirklich weiterhelfen. Der Knoten im Kopf wollte einfach nicht aufgehen. So habe ich dann kurzerhand einen Blindschlitz mit je 3 Knöpfen daraus gemacht. Aber ich finde man muss den Ärmel ja auch nicht unbedingt öffnen können. Und trotz slow sewing ist mir dann ein noch wirklich doofer Fehler passiert und ich habe beim zweiten Ärmel die Knopflöcher in den Ärmelsaum eingenäht statt in den Schlitz. Und natürlich auch direkt aufgeschnitten…. zum Glück war noch genug Stoff da, dass ich diesen Teil des Ärmels nochmal zuschneiden konnte.

Mit den Knöpfen sehen die Ärmel dann gut aus.

Das war ein richtig schönes slow sewing Projekt. Ich habe an einem Abend das Schnittmuster abgezeichnet und die FBA im Vorderteil in das Schnittmuster integriert. Am nächsten Abend habe ich die Teile aus dem Stoff ausgeschnitten. Zwei weitere Abende habe ich mit dem Aufbügeln der Vlieseline verbracht. Dann habe ich an einem Abend die beiden Paspeltaschen genäht. Am Wochenende habe ich dann mehr Zeit investiert und den kompletten Blazer genäht und auch bereits die 6 Knöpfe an den Ärmeln an- sowie Schulterpolster und Ärmelfische eingenäht.

An einem weiteren Abend wurde das Futter zugeschnitten und ich habe direkt alle Teile versäubert. Der nächste Step war dann das Zusammensetzen des Futters. Und der abschließende Schritt danach das Zusammennähen von Blazer und Futter. Zuvor habe ich die Länge festgelegt. Und da ich nicht so groß bin, tatsächlich auch knapp 10 cm gekürzt. So ist der Blazer innerhalb von 2,5 Wochen neben meiner eigentlichen Arbeit hauptsächlich in den Abendstunden langsam entstanden.

Den Blazer habe ich tatsächlich direkt am Tag nach der Fertigstellung auch schon ausgeführt, zum Konzert des Dresdener Residenzorchesters, das in unserer Stadt zu Gast war und Vivaldis Vier Jahreszeiten und weitere tolle Musikstücke aufgeführt hat.

Meinen Blazer verlinke ich beim MemadeMittwoch, bei Lieblingsstücke und Creativsalat. Beim Jahresbingo von Anita kreuze ich das Feld „Am Arbeitsplatz“ an, weil ich für diesen Blazer sehr viel Zeit an meinem Nähplatz verbracht habe.

Projektübersicht – das ist drin:

  • Schnittmuster: Blazer Astrid K., Ottobre Design Woman 5/2023 Nr. 8
  • Stoff: Leinenviskose stonewashed, gekauft bei Driessenstoffen; Futtertaft aus meinem Bestand
  • Stoffverbrauch: Außenstoff ca. 2,1 m VB, Futtertaft etwas weniger
  • Sonstiges: 6 kleine & 2 große Knöpfe; Einlage Vlieseline H180 und H200, je ca. 1m VB
  • Nähzeit: ca. 25-30 Stunden
  • Kosten: etwa 35 Euro