Jacke Elsie – Fibre Mood 30

Schon als die Fibre Mood Ausgabe 30 erschienen ist, wollte ich die Jacke Elsie nähen. Endlich habe ich genug Motivation gefunden und das Projekt umgesetzt – und jetzt habe ich eine tolle neue Winterjacke.

Den Stoff – ein Sherpa-Feece in der Farbe Karamell – habe ich extra für die Jacke bei Driessenstoffen gekauft. Ich hatte ihn bei Facebook gesehen und sofort an Elsie als eine Kuschel-Plüschjacke für den Winter gedacht. Also habe ich den Stoff direkt im Sommer bestellt. Und passend für die kalte Jahreszeit habe ich jetzt eine tolle neue, kuschelige und warme Winterjacke.

Paspeltaschen und überall Fussel

Die Position der Taschen hatte ich mir mit gut sichtbaren Fäden markiert. So war das Nähen der beiden Taschen kein Problem. Ingesamt ging das Nähen mit dem Obertransportfuß meiner Bernina Nähmaschine wirklich gut. Nur mein Fusselroller war ständig im Einsatz und der Staubsauger hat vorübergehend ein neues Zuhause an meinem Nähplatz bekommen. Genäht habe ich Größe M. Die Jacke hab ich ca. 5cm verlängert und die Ärmel ca. 3cm gekürzt. Sonst keine weiteren Änderungen. Den Reißverschluss hatte ich im Vorrat.

Jackenfutter für Elsie – wie wird die Jacke warm und winddicht?

Den Steppstoff, den ich als Futter verwendet habe, habe ich bei EvLis Needle bestellt. Ich wollte ursprünglich einen Futterstoff selbst mit Volumenvlies absteppen, hatte dann aber zu wenig dünnes Vlies.

Zusätzlich habe ich noch eine Schicht Meida 80 sms Thermovlies zwischen Außenstoff und Futter mitgefasst. Das hatte ich vor längerem gekauft, eigentlich für ein anderes Projekt, das ich aber dann nicht genäht habe. Das Sherpa-Fleece und das Steppfutter alleine wären mir für den Winter zu wenig. Durch die Meida-Schicht soll die Jacke warm und winddicht werden. Ich habe die Futterteile also 2x zugeschnitten, aus Steppstoff und aus Meida. Die Futterteile und die Teile aus Meida habe ich dann wie eine Schicht behandelt.

Mit einem Trick zum perfekten Ergebnis

Vorab hatte ich bei lee_z.sews bei Instagram noch einen smarten Trick gelesen, wie man das Gummiband im Saum einfacher einnähen kann. Und zwar habe ich nach ihrem Hinweis in beiden Ärmeln eine Wendeöffnung offen gelassen. So ist es deutlich einfacher das Gumiband im Saum und auch in den Ärmeln zu fixieren.

Projektübersicht Fibre Mood Jacke Elsie – das ist drin

  • Schnittmuster: Elsie, Fibre Mood 30, Größe M
  • Stoff: Sherpa Fleece, Driessenstoffen; Futter Steppstoff, EvLis Needle; Meida DRY 80 sms Thermovlies, Patchwork Nordlicht
  • Arbeitszeit: 10 bis 12 Stunden, hab nicht so genau mitgestoppt
  • Kosten: 55 Euro

Mein weißer Sophie Scarf passt auch wunderbar zu Elsie. Mein zweiter kuscheliger Sophie Scarf passt ebenfalls dazu.

Und wenn es draussen ganz frisch ist und man sich am liebsten drinnen einkuscheln würde, aber doch das Haus verlassen muss, passt auch mein langer gestreifter Wollschal perfekt zu meiner Kuscheljacke.

Das Meida Thermovlies hält bisher auch was es verspricht. Ich trage die Jacke schon seit zwei Wochen eigentlich ständig. Auch bei den mittlerweile herrschenden Minusgraden hält sie warm. Und der Wind bläst ebenfalls nicht durch.

Mit meiner neuen Elsie Jacke verlinke ich mich jetzt zum letzten MeMadeMittwoch des Jahres. Danke an die Organisatorinnen für dieses tolle monatliche Treffen. Es war mir das gesamte Jahr über eine große Freude, immer am ersten Mittwoch des Monats dabei zu sein.

Meine Kuscheljacke Elsie und die verschiedenen wärmenden selbstgestrickten Schals passen auch perfekt zum aktuellen Motto „Jetzt wirds kuschelig“ bei den Ü30 Bloggern.

Die Jacke verlinke ich auch noch zum Jahresbingo von Antetanni (denk ich an den Winter) und damit habe ich mein Bingofeld tatsächlich vollständig ausgefüllt! Hätte ich im Februar wirklich nicht gedacht und ich freue mich schon auf das nächste Jahr.

Für diejenige, die es interessiert: Alle meine Bingo Beiträge aus diesem Jahr findet ihr hier: Bingo 2025

Auch noch verlinkt bei Creativsalat und Lieblingsstücke.

Und beim Weihnachtsfreudenbingo passt die Jacke perfekt zu Baby it’s cold outside.

Außerdem läuft ja gerade der Weihnachtskleid Sew along beim MeMadeMittwch Blog. Alle meine Beiträge dazu findet ihr hier: WKSA 2025

Blazer Astrid K. – Ottobre Woman 5/2023

Heute zeige ich zum MeMadeMittwoch das Ergebnis eines schönen slow sewing Projekts: meinen neuen Leinenblazer. So ein Kleidungsstück hat in meiner Garderobe bisher gefehlt.

In meinen vielen Ottobre Zeitschriften bin ich fündig geworden in der Ausgabe 5/2023. Der Blazer Astrid K. war genau das was ich mir vorgestellt habe. Für mein Material brauchte es allerdings einige Anpassungen.

Genäht habe ich Größe 48. Folgende Änderungen habe ich gemacht:

  • FBA 3 cm pro Seite
  • Paspeltaschen mit 2 Paspeln, so kann ich die Klappe auch nach innen legen und habe eine schöne Tasche
  • Vollfutter statt Teilfutter
  • Blindschlitz statt echter Ärmelschlitz
  • Gesamtlänge ca. 8-10 cm gekürzt

Den Leinenviskose habe ich bei Driessenstoffen gekauft. Es ist der gleiche Stoff wie schon bei meiner Jacke Mashika von Ottobre. In der Ottobre ist es ein Cordblazer. Damit mein Leinenblazer etwas Stand hat und nicht mit der Zeit ausleiert, habe ich folgenden Teile mit Vlieseline H180 beklebt: beide Vorderteile und vorderen Seitenteile, alle vier Rückenteile von oben bis zur eingezeichneten Futterlinie, Ober- und Unterkragen, Kragenstege, rückwärtiger Beleg, Ärmelsäume und Jackensaum. Die beiden vorderen Belege habe ich mit H200 beklebt für etwas mehr Stand.

Das Futter ist Futtertaft in lila, da hatte ich von einem lange zurückliegenden Projekt noch knapp 1,5m in voller Breite im Vorrat. Die Knöpfe habe ich von meiner Cousine geschenkt bekommen. Sie sind aus dem Vorrat meiner leider bereits verstorbenen Tante, die auch sehr nähbegeistert war.

Genäht habe ich mit der Ottobre Anleitung und bei einzelnen Schritten nach der Videoanleitung von Anja von LaBavarese. Ihren Oversize Blazer habe ich ja im letzten Jahr erst genäht. Ihre Anleitung unterscheidet sich in ein paar Punkten von der Ottobre. Beispielsweise habe ich die Kragenteile erst an die Jacke und die Belege genäht und anschließend die Teile erst zusammengenäht. Das heißt aber nicht, dass die Ottobre Anleitung schlecht ist.

Die Ärmelschlitze habe ich allerdings eher ungeplant als Blindschlitz genäht. Die Anleitung in der Ottobre zum Ärmelschlitz habe ich auch trotz mehrmaligen Ausprobierens nicht verstanden. Auch Youtube konnte mir hier nicht wirklich weiterhelfen. Der Knoten im Kopf wollte einfach nicht aufgehen. So habe ich dann kurzerhand einen Blindschlitz mit je 3 Knöpfen daraus gemacht. Aber ich finde man muss den Ärmel ja auch nicht unbedingt öffnen können. Und trotz slow sewing ist mir dann ein noch wirklich doofer Fehler passiert und ich habe beim zweiten Ärmel die Knopflöcher in den Ärmelsaum eingenäht statt in den Schlitz. Und natürlich auch direkt aufgeschnitten…. zum Glück war noch genug Stoff da, dass ich diesen Teil des Ärmels nochmal zuschneiden konnte.

Mit den Knöpfen sehen die Ärmel dann gut aus.

Das war ein richtig schönes slow sewing Projekt. Ich habe an einem Abend das Schnittmuster abgezeichnet und die FBA im Vorderteil in das Schnittmuster integriert. Am nächsten Abend habe ich die Teile aus dem Stoff ausgeschnitten. Zwei weitere Abende habe ich mit dem Aufbügeln der Vlieseline verbracht. Dann habe ich an einem Abend die beiden Paspeltaschen genäht. Am Wochenende habe ich dann mehr Zeit investiert und den kompletten Blazer genäht und auch bereits die 6 Knöpfe an den Ärmeln an- sowie Schulterpolster und Ärmelfische eingenäht.

An einem weiteren Abend wurde das Futter zugeschnitten und ich habe direkt alle Teile versäubert. Der nächste Step war dann das Zusammensetzen des Futters. Und der abschließende Schritt danach das Zusammennähen von Blazer und Futter. Zuvor habe ich die Länge festgelegt. Und da ich nicht so groß bin, tatsächlich auch knapp 10 cm gekürzt. So ist der Blazer innerhalb von 2,5 Wochen neben meiner eigentlichen Arbeit hauptsächlich in den Abendstunden langsam entstanden.

Den Blazer habe ich tatsächlich direkt am Tag nach der Fertigstellung auch schon ausgeführt, zum Konzert des Dresdener Residenzorchesters, das in unserer Stadt zu Gast war und Vivaldis Vier Jahreszeiten und weitere tolle Musikstücke aufgeführt hat.

Meinen Blazer verlinke ich beim MemadeMittwoch, bei Lieblingsstücke und Creativsalat. Beim Jahresbingo von Anita kreuze ich das Feld „Am Arbeitsplatz“ an, weil ich für diesen Blazer sehr viel Zeit an meinem Nähplatz verbracht habe.

Projektübersicht – das ist drin:

  • Schnittmuster: Blazer Astrid K., Ottobre Design Woman 5/2023 Nr. 8
  • Stoff: Leinenviskose stonewashed, gekauft bei Driessenstoffen; Futtertaft aus meinem Bestand
  • Stoffverbrauch: Außenstoff ca. 2,1 m VB, Futtertaft etwas weniger
  • Sonstiges: 6 kleine & 2 große Knöpfe; Einlage Vlieseline H180 und H200, je ca. 1m VB
  • Nähzeit: ca. 25-30 Stunden
  • Kosten: etwa 35 Euro

Steppjacke – Burdastyle 11/2025 #118

In der Novemberausgabe 2025 von Burdastyle gibt es einen Artikel zu einem recreate Projekt: eine Tagesdecke wird zur coolen Jacke. Da hatte ich sofort total Lust das auch zu machen.

Dann hab ich einfach mal Vinted durchsucht und eine gesteppte Tagesdecke für 6 Euro gefunden. Da hab ich sofort zugeschlagen. Die eine Seite ist weiß grau gestreift mit Rosenmuster, die andere Seite einfarbig rosa.

Mein Plan war die zwei Seiten der Decke zu nutzen und auch das Schrägband der Einfassung. Zuvor musste ich die Steppung allerdings an ein paar Stellen reparieren, da hier Stiche aufgetrennt waren. Und dann stand ich vor der große Frage: Streifen mit Blumen als „Hauptstoff“ oder nur als Akzent an weniger prominenten Stellen? Und welches Schnittmuster?

Schnittmuster und Änderungen

Ich habe die Burdastyle 11/2025 nochmal durchgeblättert und bin dann bei der Steppjacke #118 hängen geblieben. Zugeschnitten hab ich Größe 46 mit etwas mehr Nahtzugabe. Außerdem habe ich etwa 9 cm Länge hinzugefügt. Genäht auch ohne die Belege, da die Jacke mit Schrägband eingefasst ist. Und die Taschen hab ich vorerst auch mal weggelassen. Hat irgendwie nicht gut ausgesehen. Da überlege ich noch.

Zuschnitt mit kleinen Herausforderungen

Beim Zuschnitt gab es ein paar kleinere Herausforderungen. Zum Beispiel musste ich direkt überlegen, wo der Einfasstreifen dran bleiben soll und wie lang der Streifen insgesamt sein muss. An den Kanten der Vorderteile habe ich oben je ca.30cm stehen lassen für den Halsausschnitt. Am Saum habe ich die komplette Breite der Decke stehen lassen, um auch am Saum dann einen möglichst durchgehende Abschluss zu haben. Die Rundung der Decke habe ich direkt so für die Vorderteile genutzt. Außerdem wollte ich, dass das Streifen- und Rosenmuster an der oberen Naht der Ärmel möglichst gut zusammenpassen.

Bei einer Tasse Kaffee habe ich dann noch das gesamte Schrägband von der Decke abgetrennt. Da verlinke ich gleich zum Jahresbingo von Anita (bei einer Tasse Kaffee handarbeiten) und darf direkt wieder 2x Bingo! rufen.

Genäht war die Jacke dann recht schnell. Am längsten hat die Versäuberung der Innennähte mit Schrägband gedauert. Genäht hab ich mit meinem Obertransportfuß, den ich viel öfter nutzen sollte. Das hat wunderbar funktioniert.

Das rosa Ärmelbündchen und die weißen Druckknöpfe hatte ich im Vorrat. Und natürlich musste auch noch ein Label an die Jacke. Da hab ich vor einiger Zeit mal eine Auswahl bei LaLeLoup bestellt. Und bei diesem hat die Farbe so gut gepasst.

Projektübersicht Burdastyle Steppjacke – das ist drin

  • Schnittmuster: Steppjacke #118, Größe 46; Burdastyle 11/2025
  • Stoff: gesteppte Tagesdecke, über Vinted gekauft
  • Sonstiges: 5 Anorakdruckknöpfe, 15mm in weiß, Snapy; Ärmelbündchen, Albstoffe; Label, LaLeLoup
  • Nähzeit: 4,5 Stunden
  • Kosten: ca. 10 Euro

Sophie Scarf als perfektes Accessoire

Mein weißer Sophie Scarf passt perfekt zur neuen Jacke. Die Jacke ist ziemlich außerhalb meiner Komfortzone, denn Kleidung in pink und mit Röschen habe ich bisher nicht im Schrank. Aber ich habe sie jetzt schon ein paar Mal getragen und gewöhne mich dran.

Von der Tagesdecke ist noch einiges übrig geblieben. Das würde vermutlich genau für eine kleine Steppjacke für meine Nichte zum 5. Geburtstag reichen. Mal schauen ob bei meinem Ottobre Kids Ausgaben ein passendes Schnittmuster dabei ist.

Auch noch verlinkt bei Creativsalat und Lieblingsstücke.

Papierbastelei mit dem Plotter für Weihnachten

Für ein kleines weihnachtliches Papierprojekt habe ich mal wieder mit meinem Plotter gearbeitet. Ich wollte ein paar 3D Sterne aus Papier basteln, als Schmuck für den Baum.

Die Datei aus dem Silhouette Design Store, die ich mir dafür ausgesucht habe, ist eine Print and Cut Datei.

Bild: Silhouette Design Store

Da ich aber noch einen ganzen Packen rotes Tonpapier habe, und außerdem nicht so viel Druckertinte verschwenden wollte, musste ich die Datei in der Silhouette Software bearbeiten. Ich wollte nämlich die 3D Sterne aus dem rotem Tonpapier ausscheiden lassen und innen dann weisses Papier hinter die Löcher kleben. Die Datei musste ich deshalb in eine Schneidedatei für das rote Tonpapier und eine zweite Datei für das weiße Inlay abändern. Ich habe unter anderem die Nachzeichnen-Funktion und Punkt bearbeiten genutzt und einfach so lange ausprobiert bis es gut aussah.

Zuerst habe ich einen ca. 15cm breiten Stern ausschneiden lassen um zu testen ob die kleinen Löcher richtig geschnitten werden und auch die Datei passt. Die äußere Schnittlinie und die Falzlinien habe ich dann noch etwas optimiert, weil sie nicht ganz zusammengepasst haben. Weil der erste Stern etwas groß ist habe ich den zweiten Stern kleiner, in der originalen Größe, etwa 10cm breit, ausschneiden lassen. Und dann noch einem etwas kleineren, ca 8cm breit. Das Arbeiten mit Papier und dem elektrostatischen Bett meines Silhouette Portrait 4 macht wirklich Spaß, da nichts mehr fest klebt und das Papier nicht mehr mühsam von der Klebematte abgelöst werden muss. Hab ich mir letztes Jahr zu Weihnachten gewünscht und es noch keine Sekunde bereut.

Die Datei ist jetzt so bearbeitet, dass ich mehrere Sterne produzieren könnte. Die kleinste Größe gefällt mir am besten. Bei der Größe passen dann auch drei Sterne auf ein Blatt. Mal schauen wie viele ich tatsächlich noch mache. Die Sterne wären eigentlich eine ganz nette Kleinigkeit zum Verschenken. Und ich mache dieses Jahr auch wieder bei einer Adventskalender-Aktion mit. Vielleicht wäre das was?

Projektübersicht – das ist drin

  • Silhouette Design Store Datei „3D Star Christmas Ornaments“ D-1230654 – bearbeitet
  • rotes Tonpapier, Stärke 120 gr/m³
  • weißes Druckerpapier, Stärke 80 gr/m³
  • Kleber, Faden zum Aufhängen

Die weihnachtlichen Sterne verlinke ich jetzt zu Anitas Jahresbingo (etwas mit Sternen) und darf direkt 2x Bingo! rufen. Auch verlinkt bei froh und kreativ und Creativsalat

Fleecepullover Finn

Denk ich an den Advent, denk ich an gemütliche Abende auf dem Weihnachtsmarkt mit Glühwein, Lebkuchen, schön warm eingepackt in einen warmen Fleecepulli.

Ich hatte noch ein paar Fleecereste in grün 1,5m VB), weinrot (60cm) und beige (ca. 70cm). Und im Snaply Magazin habe ich das kostenlose Schnittmuster für den Fleecepulli Finn gefunden aus dem Buch „Unisex Kleidung nähen“ von Antonia Pröls.

Für das Oberteil wollte ich eine Kombination aus rot und beige, der Rest der Jacke sollte grün werden, da davon der größte Teil des Fleecestoffs vorhanden war. Außerdem wollte ich keine Knopfleiste, sondern einen Reißverschluss haben. Einen passenden braunen Reißverschluss hatte ich auch im Vorrat. Entschieden habe ich mich für die Größe 5 basierend auf meinem Brustumfang. Ausgeschnitten, Oberteil mit Reißverschluss und Kragen genäht…. und es hätte so schön sein können…. Aber es war viel zu groß, vor allem der Kragen und am liebsten hätte ich alles direkt auf den Ufo-Stapel geworfen. Denn ich hatte schön alle Nähte abgesteppt, den Reißverschluss mit Schrägband versäubert…. und Fleece trennt sich bekanntlich ziemlich blöd. Ich hab auch gar keine Fotos davon gemacht.

Aber nach einmal darüber schlafen hab ich mich doch nochmal dran gemacht und alles bis auf die Schulternähte wieder aufgetrennt. Hat einen ganzen Abend gedauert. Die Schulternähte hatte ich schon beim Zuschnitt 1cm nach vorne verlegt und das passt auch.

Folgendes hab ich dann noch angepasst:

  • Mittlere Rückennaht von oben 5cm enger genäht bis zur Rückenmitte auslaufend
  • Vordere Mittelnaht nach oben schräg auslaufen lassen, oben 4 cm enger pro Seite
  • Kragen halbiert und vorne schräg geschnitten
  • unteres Vorderteil mittig ca. 7cm höher angesetzt und zu den Seitennähten hin schräg auslaufen lassen
  • Ärmel 8cm gekürzt
  • Gesamtlänge 8cm gekürzt
  • Kein Gummiband im Saum

Jetzt habe ich eine etwas oversizige Fleejacke, die mir gefällt und gut passt. Und ich habe drei Fleecstoffe aus meinem Stash verarbeitet. Auch den Reißverschluss und das Gummiband hatte ich im Vorrat. Mit den Fleecepulli kann ich dann in der Vorweihnachtszeit gemütlich Glühwein genießen und Lebkuchen essen….und friere auch auf dem Weihnachtsmarkt nicht.

Und jetzt verlinke ich die Fleecejacke Finn zu Anitas Jahresbingo (denk ich an den Advent) und darf wieder 2x Bingo! rufen. Auch verlinkt bei Creativsalat und Augensterns Kleidung Sew along

Geburtstagskarten

Ein paar Geburtstage stehen an, da hab ich mal wieder ein paar Karten gebastelt.

Dafür habe ich meinen Plotter mal wieder aus dem Schrank geholt und mit blauer und rosegoldener Folie ein paar Schriftzüge „Happy birthday“ heiß foliert.

Aus einem Rest Musterkarton, einem winzigen Streifen goldenem Glitzerpapier und Resten von weißem und pinkem Karton habe ich zusammen mit drei dunkelblauen Kartenrohlingen dann drei ähnliche Geburtstagskarten erstellt. Sowas kann man immer gut auf Vorrat haben und meine Vorräte waren schon länger aufgebraucht.

So ist aus Kleinem Großes entstanden und da verlinke ich meine Karten doch gleich zu Anitas Jahresbingo und zum Kreativ und froh und Creativsalat

Hose Nuru – Schnittmuster Berlin

Ich bin immer noch auf der Suche nach einem guten Hosen-/Jeans-Schnittmuster. Und so habe ich mal wieder ein neues Jeans-Schnittmuster ausprobiert.

Das Schnittmuster der Hose ist von Schnittmuster Berlin. Ich habe die Hose bei Instagram entdeckt und mich influencen lassen. Bei einer Tasse Kaffee und einem Stückchen Kuchen (das Feld kreuze ich doch gleich im Jahresbingo von Antentanni an) scrolle ich ganz gerne mal durch das Internet auf der Suche nach neuen Schnittmustern. Die Beispiele der Hose Nuru auf Instagram haben alle wirklich gut ausgesehen, so dass ich mir das Schnittmuster gekauft habe. Jetzt hatte ich endlich die Muße, die Hose auch zu nähen.

Genäht habe ich Größe 46 ohne Anpassungen. Die Taschen vorne klaffen leider auf. Entweder ich habe etwas falsch gemacht oder es ist tatsächlich ein Problem des Schnittes – oder auch meiner Körperform, dass die Hose genau in diesem Bereich bei mir nicht richtig sitzt. Bei den vielen Beispielen auf Instagram kann man leider nicht erkennen ob es ein allgemeines Problem ist, weil die Trägerinnen auf den Fotos oft die Hände in den Taschen haben. Hat jemand von euch die Hose schon genäht und ein ähnliches Problem?

Der Stoff ist ein dunkelblauer elastischer Denim aus meinem Vorrat. Ich habe absolut keine Ahnung mehr woher ich ihn habe. Die 2 m haben gerade so ausgereicht.

Die Anleitung ist ok. Etwas seltsam fand ich, dass man den Saum der Hose nähen soll, bevor man diese anprobieren kann. Habe ich nicht gemacht, da ich meistens kürzen muss. Tatsächlich habe ich die Hose dann um 8 cm gekürzt. Auch dass für die Bilder in der Anleitung mit schwarzem Stoff genäht wurde finde ich etwas unglücklich, da man manche Dinge so nicht wirklich gut erkennen kann.

Die Passform finde ich ok, bis auf das Problem mit den Taschen. Allerdings sitzt die Hose auch sehr Highwaist. Für meinen Geschmack schon fast etwas zu hoch für mich. Sollte ich die Hose wirklich noch ein weiteres Mal nähen, würde ich versuchen die Taschen irgendwie zu ändern oder noch exakter zu nähen. Und auch einen farblich ähnlichen Stoff für den Taschenbeutel nutzen….

Die T-shirts sind auch selbst genäht. Das Shirt ist vermutlich aus einer sehr alten Burda Zeitschrift, ich habe es schon ewig. Leider wird der Stoff langsam an manchen Stellen dünn. Die Bluse ist „all my loving“ aus der Ottobre Woman 2/2021 mit langen Ärmeln und etwas abgewandeltem Vorderteil. Den tollen Viskosestoff habe ich vor einigen Jahren bei einer Ladenauflösung im Sale ergattert.

Ich werde die Hose sicherlich tragen. Die Form mit den sehr weiten Beinen ist gewöhnungsbedürftig. Vermutlich wird sie wegen der Taschen und des sehr hohen Sitzes kein absoltes Lieblingsteil werden.

Außerdem verlinkt bei Augensterns Kleidung Sew along, Creativsalat.

Projektübersicht – das ist drin:

  • Stoff: elastischer Denim aus meinem Bestand, Zusammensetzung unbekannt, Baumwollpopeline Reststück f. Taschenbeutel aus meinem Vorrat
  • Stoffverbrauch: 2m VB
  • Sonstiges: Reiverschluss, Knopf, Jeansnähgarn; alles aus meinem Vorrat
  • Schnittmuster: Hose Nuru, Schnittmuster Berlin
  • Nähzeit: ca. 6 Stunden
  • Kosten: ca. 22 Euro, davon 6,90 € für das Schnittmuster

Ein kunterbuntes T-shirt

In meinem Kleiderschrank lag schon länger ein kunterbuntes T-Shirt. Daran habe ich jetzt eine Kleinigkeit geändert.

Oft getragen habe ich es bisher nicht. Und als ich jetzt meine Sommerkleidung sortiert habe ist mir das T-shirt wieder in die Hände gefallen.

Der Stoff ist ein Design von Hamburger Liebe. Das Schnittmuster irgendein Basis-Shirt aus einer Ottobre Woman. Die aufgenähte Brusttasche fand ich ja anfangs ganz schön, mittlerweile gefiel sie mir aber nicht mehr. Also ran an den Nahttrenner und ab damit. Nach einem Waschgang sind auch die Einstichlöcher verschwunden.

Jetzt trage ich das ziemlich bunte Shirt wieder lieber und mache dafür im Jahresbingo bei Anita ein Kreuz bei Kunterbunt.

Ein neues Häkelprojekt: Queen mit Corgi

Für dieses Projekt kam die Inspiration von meiner Schwester. Sie hat mir das Häkelpaket God save the Queen zu Weihnachten geschenkt. Also nix wie an die Nadel und losgehäkelt.

Losgelegt habe ich mit dem Corgi, dem treuen Begleiter der Queen. Normalerweise häkle ich eher größere Dinge, die kleinen Teile des Hundes bestehen teilweise nur aus wenigen Maschen. Doch nichtsdestotrotz war der Hund relativ schnell fertig.

Es dauerte dann eine Weile bis ich die Muse hatte, auch mit der Queen zu starten. Die Einzelteile der Queen waren relativ schnell gehäkelt. Fehlte dann nur noch das Ausstopfen und Zusammennähen. Der Kopf der Queen ist relativ schwer. Deshalb kann sie nicht richtig frei stehen. Im Bücherregal macht das aber nichts.

Weil noch Wolle übrig war, habe ich kurzerhand noch einen zweiten Hund gehäkelt. Jetzt hat „her majesty“ zwei Begleiter. Die Augen des zweiten Corgis sind aufgestickt, weil ich keine Einsteckaugen auf Vorrat zuhause hatte.

Mit meiner Queen und den 2 Corgies mache ich das nächste Kreuz beim Jahresbingo von Antetanni im Feld Für… hat mich inspiriert. Außerdem noch verlinkt bei Creativsalat und froh und kreativ.

Bluse Tirza – Fibre Mood 31

Blusen habe ich lange nicht mehr genäht und somit auch nicht im Schrank. Denn Kaufblusen passen meistens eher nicht. Jetzt hab ich mit der Tirza Bluse aus der FibreMood 31 einen neuen Versuch gestartet.

Zuerst habe ich aus einem größeren Reststück von dunkelblauem Musselinstoff eine Probe-Bluse in Größe L ohne Änderungen (außer dem hinzugefügten „Untertritt“) genäht. Sie ist ganz ok geworden und durchaus tragbar. Ich habe trotzdem einige Optimierungen ausgemacht.

Schnittanpassungen:

  • FBA mit Pivot and Slide, ca. 2 cm
  • Verlängerung um etwa 5 cm
  • Eine Schleife mehr, damit die Bluse unten besser geschlossen ist
  • Integration eines „Untertritts“ vorne, denn ich wollte nicht so gerne immer etwas darunter tragen müssen oder nackte Haut zeigen. Die Idee ist nicht von mir. Das habe ich auf Instagram bei Sue Stoney gesehen.

Nachdem ich am Schnittmuster die Änderungen gemacht hatte, ging es an den Zuschnitt mit einem tollen Viskosestoff „Daytona Palmen“ von Swafing, gekauft vor einigen Jahren in einem Stoffladen vor Ort, den es leider nicht mehr gibt.

Die Bluse lässt sich ganz gut nähen, auch das Wenden der Bindebänder hat ganz gut funktioniert.

An den Ärmeln habe ich vorne ein Gummiband eingezogen. Bänder wären mir hier unpraktisch vorgekommen.

Beim BINGO von antetanni kann ich damit teilnehmen, denn die Palmen sind auf jeden Fall etwas mit Blättern. Und damit mache ich mein viertes Kreuzchen.

Auch bei MeMadeMittwoch bin ich mit dieser Tirza Bluse dabei. Und jetzt schaue ich mal, was die anderen Sewistas heute auf dem virtuellen Laufsteg präsentieren.

Auch noch verlinkt bei Lieblingsstücke und Creativsalat.