Jacke Mashika – Ottobre Woman 2/2022

Schon länger wollte ich mir eine leichte Frühlings-/ Sommerjacke nähen. In einer älteren Ottobre bin ich fündig geworden.

Die Jacke ist aus der Ottobre Woman 2/2022 und besonders gefallen mir die weiten Ärmel und die Falten im Rückenteil. Ich habe aber weder in der Ottobre Facebookgruppe noch bei Instagram Nähbeispiele dieser Jacke gefunden. Nur beim französischen Ottobreaddicts Blog gibt es ein Beispiel dieser Jacke, allerdings aus Oilskin. Da fällt das Modell aber natürlich total anders.

In der Zeitung ist die Jacke zweifarbig gearbeitet. Ich hab mich aber dafür entschieden, die Jacke einfarbig zu nähen.

Den Leinenviskose-Stoff in altgrün habe ich bei Driessenstoffen bestellt. Zubehör (elastische Kordel, Kordelstopper und Reißverschluss) ist von Snaply.

Beim Nähen gab es eigentlich keine Probleme. Nur die Verarbeitung des Halsausschnittstreifens mit den Reißverschlussenden vorne habe ich nicht verstanden, bestimmt 3x wieder aufgetrennt und dann so gemacht wie ich meinte. Jetzt passt es.

Genäht habe ich die Jacke in Größe 48, mit einer FBA (Pivot&Slide Methode) 2cm auf jeder Seite. An den Seitennähten habe ich dann aber ab der Ärmelnaht nach unten auslaufend 2cm enger genäht, die Ärmel um 8 cm gekürzt und das Rückenteil um 4 cm gekürzt. Vermutlich hätte auch eine 46 mit FBA gepasst.

Geändert habe ich zudem noch die Taschen. Diese habe ich gedreht, damit ich meine Hände auch gut einstecken kann. Mit der Öffnung nach oben, wie vorgesehen, fand ich komisch.

Die Jacke ist ungefüttert. Ich hätte gerne noch den Reißer innen mit einem Beleg oder einem Band abgedeckt, ist mir aber erst eingefallen als es zu spät war. Ist notiert, falls ich die Jacke nochmal nähe.

Die Kapuze mit elastischer Kordel und Kordelstopper finde ich super. So kann man die Kapuze so eng oder weit machen wie man möchte. Die 2 Ösen hatte ich im Vorrat. Bevor ich diese in die Kapuze gesetzt habe, habe ich einen Test mit einer Öse auf einem kleinen Reststück des Stoffes gemacht.

So ist eine tolle dünne Jacke für Frühling und etwas kühlere Sommerabende entstanden. Das fehlte mir noch im Kleiderschrank.

Und damit verlinke ich meine Jacke jetzt beim MeMadeMittwoch und schaue mal ob es wohl schon mehr Sommerteile oder noch mehr Frühlingskleidung zu sehen gibt.

Beim Jahresbingo von Antetanni mache ich einen Haken bei einfarbig. Auch verlinkt beim Kleidung nähen Sewalong von Augensterns Welt, Creativsalat und Lieblingsstücke.

Projektübersicht – das ist drin:

  • Stoff: Leinenviskose stonewashed altgrün, Driessenstoffen
  • Stoffverbrauch: 2m VB
  • Sonstiges: elastische Kordel 2mm, Kordelstopper, Reißverschluss 50cm teilbar von Snaply; 2 Ösen aus meinem Bestand
  • Schnittmuster: Jacke Mashika, Ottobre Design Woman 2/2022 Nr. 3
  • Nähzeit: ca. 5 Stunden
  • Kosten: aufgerundet 32,50 Euro gesamt. Das setzt sich zusammen aus 14 € Stoff + 5,95€ Versand; 12,50 € Zubehör inkl. Versand

Jahres-Bingo: Quartal 1 2025

Die Zeit vergeht wie im Flug und schon ist das erste Quartal 2025 wieder vorbei. Zeit, einen ersten Blick auf die bisherigen Bingo-Projekte zu werfen.

Ich habe bisher tatsächlich einige Bingofelder im Jahresbingo von antetanni ankreuzen können, obwohl ich verspätet erst Ende Januar gestartet habe. Das habe ich gar nicht so erwartet und es freut mich sehr. Hier fasse ich für euch nochmal alle bisherigen Beiträge zusammen:

Zwei weitere Themen haben keinen eigenen Beitrag bekommen und deshalb zeige ich sie hier:

Kreative Gemeinschaftsarbeit

Dieses Bild Acryl auf Leinwand mit Malen nach Zahlen haben meine Schwester und ich gleichzeitig in mehreren kreativen gemeinsamen Stunden gemalt. Entstanden sind zwei Wasserbüffel, hier mein Exemplar:

Etwas aus Filz

Ich hatte einfache graue runde Platzsets aus Filz. Diese wollte ich irgendwie aufpeppen und habe dann ein bisschen recherchiert. Mit meinem Silhouette Portrait Schneideplotter habe ich dann zwei verschiedene Sprüche /Wörter aus schwarzem Glitzer Iron-on geschnitten und dann aufgepresst. Bei meinen Gästen sind sie gut angekommen.

Die nächsten Projekte laufen im Hintergrund schon und ich werkle fleißig vor mich hin. Mal sehen, ob ich im Frühling und Sommer weiterhin so produktiv bleiben kann oder ob Garten-Projekte und Urlaub mehr Zeit beanspruchen werden. Sicher ist jedenfalls: meine DIY Liste ist nach wie vor sehr lang…..

Sweater Griselda – Fibre Mood 31 & Rollkragenpulli Greta G. – Ottobre Woman 5/2021

Zwei neue, tolle Basiccteile sind in meinen Kleiderschrank eingezogen.

Das Nähen des Fibremood Sweaters Griselda (FM 31) hat ohne Probleme funktioniert. Auch der Strickstoff ließ sich gut vernähen.

Den olivgrünen Stoff habe ich extra für dieses Projekt bei Welt der Stoffe bestellt, denn ich hatte nichts passendes in meinem Vorrat. Aus dem Rest nähe ich vielleicht noch eine Weste oder einen Pullunder, mal schauen. Für ein Projekt ohne Ärmel sollte die Restmenge eigentlich reichen.

Genäht habe ich den Sweater in Größe L. Die Passform ist ok. Genäht ohne Änderungen. Ich hätte vielleicht eine Anpassung für die große Brust machen sollen, aber beim Tragen fällt es nicht sehr auf, dass sich ab und zu kleinere Falten bilden. Sollte ich Griselda aber nochmal nähen, würde ich mir mal die Pivot and Slide Methode anschauen, die ohne Abnäher auskommt. Das habe ich bei Instagram gesehen, als ich mir verschiedene Posts zu Griselda angeschaut habe.

Ottobre Rollkragen-Pulli Greta G.

Den Ottobre Rolli Greta G. aus der Augabe 5/2021 habe ich bereits das zweite Mal genäht. Der erste Versuch im Herbst letzten Jahres war nur semi erfolgreich. Der Rippjersey war sehr dünn und so ist daraus nur ein dünnes Langarmshirt zum Unterziehen ohne Rollkragen geworden. Ich stellte zudem fest dass eine FBA der Passform ganz gut tun würde. Ich habe nach dem Nähen das Schnittmuster direkt angepasst.

Anpassungen:

Der Rolli hat jetzt einen Brustabnäher. Den anderen Abnäher habe ich in die Seitennaht verlegt. Die vordere Länge habe ich entsprechend angepasst. Zudem habe ich auch gleich die Schulternaht um 1cm nach vorne verlegt. Aber mangels eines passenden Stoffes blieb das Projekt dann erst mal liegen.

Mit einem dicken, stabilen Rippjersey von Driessenstoffen habe ich nun einen neuen Versuch gewagt. Und der Rolli sitzt jetzt wirklich perfekt. Den Kragen musste ich aber tatsächlich 10cm weiter machen, da der Stoff sehr fest und nicht elastisch genug war für die Originalgröße. Genäht habe ich den Rollkragenpulli in Größe 44.

Meine zuletzt genähte Weste passt auch gut dazu:

Ich freue mich sehr über meine zwei neuen Basicteile. Und damit geht es zum MeMadeMittwoch, wo noch viele andere tolle Projekte vorgestellt werden.

WKSA 2024 geschafft: Das Weihnachtsoutfit ist fertig

Am Ende war es doch noch knapp, da in der Woche vor dem 21. noch so viel los war. Aber es ist geschafft: mein Outfit ist fertig!

Der Ottobre Apricot Sweater ist richtig kuschelig und sitzt perfekt. Ich habe ihn noch mit einem kleinen geplotteten Motiv aufgepeppt. Da folgt sicher noch ein zweiter, der Stoff liegt schon parat.

Die Fibremood Gizeh Barrelleg Hose passt jetzt auch. Auf den letzten Metern hätte ich beinahe noch aufgegeben. Der Stoff ist doch zu dehnbar für den Schnitt, d.h. ich musste noch einiges an Weite oben raus nehmen. Dann habe ich gemerkt dass die Innenbeinnähte etwas verzogen sind, also auch nochmal getrennt und dann auch gleich etwas enger nach unten auslaufen lassen. Die Hose finde ich jetzt ok und tragbar. Aber eigentlich hätte ich sie gerne etwas länger und die vorderen Taschen finde ich etwas klein. Der Alltag wird zeigen ob sich diese Hose für mich bewährt.

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.

Ein großes Dankeschön geht an das Orga-Team vom MeMadeMittwoch, die diesen WKSA wieder organisiert haben.

Und damit geht’s rüber zum WKSA beim MeMadeMittwoch. Ich bin sehr gespannt auf die vielen fertigen Outfits der Mitnäherinnen.

WKSA 2024- Endspurt

Diese Woche ist viel passiert und ich habe einiges geschafft. Der Neustart bei der Hose Gizeh hat geklappt und mit dem Sweater bin ich auch schon fast fertig.

Vielen Dank allen, die mir bei meinem letzten Blogpost zum ersten Zwischenstand und dem ärgerlichen Problem mit der viel zu hoch sitzenden Hose gut zugesprochen und kommentiert haben.

Ich habe direkt am nächsten Tag das allermeiste tatsächlich wieder aufgetrennt. Die Taschen nur soweit nötig. Ich arbeite bei solchen Projekten immer mit einem gut sichtbaren, andersfarbigen Unterfaden, so fällt das Auftrennen leichter….

Neustart und fast fertig genäht

Also habe ich mit der Hose fast wieder von vorne begonnen. Oben habe ich gut 5 cm weggenommen, die vorderen Taschen entsprechend nach unten gesetzt und den Reißverschluss ebenfalls neu weiter unten eingesetzt und von unten gekürzt.

Das Kürzen von oben mit einer Zange habe ich mir dann doch nicht zugetraut, vor allem weil ich keinen weiteren passenden Reißverschluss auf Vorrat habe, wäre das Vorhaben fehlgeschlagen. Zudem hatte ich keine passenden Abschlussstücke auf Vorrat. Und unten sieht man das gekürzte Stück nicht, sieht ehrlicherweise auch nicht wirklich super aus, aber egal. Ich schaue mir das Kürzen eines Metallreißverschlusses von oben aber demnächst definitiv genauer an und probiere das bei Gelegenheit mal aus.

Als der Reißverschluss wieder geschafft war, war die Hose selbst relativ schnell zusammengenäht.

Bei den hinteren Taschen habe ich ein Label von Laleloup eingenäht. Die Nähte habe ich überall nur einfach, nicht doppelt abgesteppt. An den vorderen Taschen habe ich keine Steppnaht gesetzt, die Taschen haben stattdessen eine Untersteppnaht innen. Die Seitenteile habe ich oben ca. 2,5 cm verschmälert auf beiden Seiten.

Anschließend habe ich den Bund ausgemessen und nach meinem Maß zugeschnitten. Es ist nicht ein Stück, sondern hat in der hinteren Mitte eine Naht. Insgesamt ist er ca. 8cm länger als das originale Schnitteil von Fibremood. Die zwei Teile sind bereits zusmmengenäht und mit Einlage verstärkt. Auch die Gürtelschlaufen sind schon an der Hose angenäht. Soweit der Stand bei der Hose.

Für die nächste Woche stehen noch die Steppnaht im Schritt, das Annähen des Bundes, das Knopfloch und der Knopf sowie die Säume der Hosenbeine noch an. Das sollte zu schaffen sein.

Oberteil – Auswahl und Schnittmuster

Beim Oberteil war ich ja noch unentschlossen. Jetzt habe ich mich aber für den Sweater „Apricot College Shirt“ aus der Ottobre 2/2024 entschieden. Die eckig eingesetzten Ärmel und die gecroppte Länge finde ich spannend.

Entschieden habe ich mich für Größe 44. Zusammengenäht war dann alles relativ schnell.

Ich zeige euch einen kleinen Teaser von den eckig eingesetzten Ärmeln.

Jetzt muss ich nur noch entscheiden, ob ich im Bund den Gummi einziehe oder ein Bündchen annähe. Ich überlege noch, für das Vorderteil des Sweaters ein kleines Motiv zu plotten und dann aufzubügeln. Ein paar Ideen habe ich schon… mal schauen ob ich passende Iron-on Folie im Vorrat habe.

Ich liege also gut im Zeitplan bis nächste Woche alles fertig zu bekommen. Und jetzt bin ich gespannt, wie weit die anderen Mitstreiterinnen beim WKSA des MeMadeMittwoch gekommen sind.

WKSA 2024 – Projektvorstellung

In diesem Jahr möchte ich zum ersten Mal beim WKSA mitmachen. Mal schauen ob ich alles in der vorgegebenen Zeit schaffe und welche Erfahrungen ich bei dem Sew-along machen werde.

Nach längerem Überlegen habe ich mich für die Hose Gizeh aus der Fibre Mood 30 entschieden. Es ist eine Barrelleg Hose. Zu letzt habe ich die Ballonleg aus der Ottobre 2/24 genäht und möchte jetzt noch einen weiteren Barrelleg Schnitt testen.

Es wird mein erstes Kleidungsstück nach einem Fibremood Schnittmuster. Es wird also zuerst die Frage zu lösen sein, welche Größe ich zuschneide und dann welche weiteren Anpassungen noch auf mich warten. Ich habe im Vorfeld viel zur Gizeh Hose gelesen und erfahren dass sie eher klein ausfällt. Da werde ich genau messen müssen und dann entscheiden.

Die Hose soll aus einem dunkelblauen, minimal elastischen Jeansstoff entstehen. Diesen habe ich bereits Mitte des Jahres bei Buttinette gekauft, mit dem Ziel daraus eine Hose zu nähen.

Wenn die Zeit reicht möchte ich dazu einen bequemen Sweater nähen. Und zwar entweder den cropped Sweater Nr.4 aus der Ottobre 2/2024. Oder aus der Ottobre 5/2018 die Nr.16. Bei diesem Sweater gefallen mir die Ärmel richtig gut. Allerdings denke ich dass mein Stoff für die Falten zu dick sein könnte.

Den wunderbar flauschigen Sweatstoff in grau-melange habe ich zuletzt bei Driessenstoffen gekauft.

Ich bin schon gespannt, was die anderen Teilnehmerinnen am WSKA 2024 nähen werden. Hier entlang.

Barrelleg-Jeans & Cardigan – Ottobre Woman 2/2024 & 5/2021

Pläne sind da um verworfen zu werden. Eigentlich wollte ich eine Jeans mit normalem Bein nähen. Dann wurde es aber spontan eine Barrelleg-Jeans. Und sie ist besser geworden als erwartet.

Barrelleg-Jeans sind ja schon seit dem Frühling total im Trend. Für mich konnte ich diese Schnittform zuerst nicht so gut vorstellen. Allerdings probiere ich ab und zu gerne was Neues aus, einen passenden Jeansstoff hatte ich auch da und Bedarf im Kleiderschrank für die eine oder andere neue Hose gibts auch. In der letzten, aktuellen Ottobre Zeitschrift 2/2024 gibt es tatsächlich ein Schnittmuster für eine Barrelleg Hose: „Ballonleg“. Im Magazin genäht aus Leinen. Da dachte ich, mein wenig dehnbarer, mitteldicker Jeansstoff von Buttinette könnte dafür funktionieren.

Und dann wurde es ein ziemliches Puzzle, denn ich hatte nur 1,5m, zum Glück lag der Stoff 150 cm breit. Die Hosenbeine bestehen aus je 4 Teilen, wodurch die gebogene Form entsteht. Das hintere Innenbeinteil musste ich teilen. Aber dann haben tatsächlich alle Teile auf den Stoff gepasst.

Ich habe sicherheitshalber eine Größe größer zugeschnitten als ich normalerweise bei Ottobre nähe, da ich mich an der Hüftweite orientiert habe und zwischen zwei Größen lag. Aber durch verschiedene Änderungen bin ich wohl bei mindestens einer wenn nicht sogar 2 Größen kleiner gelandet. Unter anderem habe ich die Innenbeinnaht etwas begradigt, eine kleine Hohlkreuzanpassung gemacht und die Schrittnaht der Hose etwas enger genäht. Im Schnittmuster sind auch Gürtelschlaufen vorgesehen, diese habe ich weggelassen.

Die Idee zum Cardigan kam mir schon im Juni beim Besuch bei einer Freundin. Sie hat eine tolle dünne Cardigan-Jacke mit schwarzweiß grafischem Muster. Und da erinnerte ich mich an einen Jersey Interlock Stoff in meinem Bestand mit schwarz weißem Punktemuster. Vor Ewigkeiten mal gekauft, ich denke bei Driessenstoffen.

Beim Durchblättern meiner vielen Ottobre Zeitschriften bin ich dann in der Ausgabe 5/2021 fündig geworden beim Cardigan „Cinnamon“. Im Magazin ist der Schnitt als Longjacke angelegt. Ich habe meine Jacke auf Hüfthöhe gekürzt. Weitere Änderungen sind aktuell keine Knöpfe, statt wie vorgesehen 2, und kleinere Taschen. Die Jacke hält wunderbar warm und ist auch gut kombinierbar. Ich frage mich echt warum ich sie nicht schon viel früher genäht habe. Eventuell nähe ich aber doch noch Knöpfe an.

Auf den Bildern trage ich auch eins meiner im Sommer genähten Shirts Statement aus der Ottobre 2/2017, gezeigt zum MMM im August.

Und damit geht’s rüber zum virtuellen Laufsteg von MeMadeMittwoch. Mal schauen was die anderen Frauen für den Herbst genäht haben.

MMM im August: ein paar neue Sommershirts – Ottobre Woman 2/2017 & 2/2022

Zum heutigen MeMadeMittwoch zeige ich euch drei neue Sommershirts, die zuletzt entstanden sind.

In meinem Kleiderschrank fehlten definitiv ein paar neue Sommershirts. Inspiriert wurde ich auf Instagram und habe daraufhin meine zahlreichen Ottobre Zeitschriften durchsucht und bin auch fündig geworden.

Das erste Shirt ist das Statement Shirt aus der Ottobre 2/2017. Das habe ich nach einem ersten Probeteil gleich ein zweites Mal genäht. Vernäht habe ich dafür Stoffe aus meinem Bestand. Das erste mal einen hellblauen Jersey, leicht glänzend. Beim zweiten Shirt habe ich mich für einen schwarzen Jersey mit glänzendem Muster entschieden.

Ich habe beim hellblauen Probeteil die Ärmel nur umgeschlagen und festgenäht. Außerdem möchte ich noch ein schönes Motiv plotten und vorne auf das Shirt aufbügeln. Dafür hatte ich bisher aber noch keine Zeit.

Folgende Änderungen habe ich an dem Schnitt vorgenommen:

Beide Shirts habe ich um etwa 5-7 cm gekürzt. Außerdem habe ich mittig im Rückenteil von oben einen etwa 4cm breiten Abnäher genäht und diesen bis etwa zur Taille hin auslaufen lassen. So sitzt das Shirt an Ausschnitt und Schultern besser. Den Ausschnitt habe ich etwas verkleinert, da dieser mir schon im Schnittmuster sehr groß vorkam.

Entschuldigt bitte für die improvisierten Bilder, ich liefere noch bessere nach bei Gelegenheit.

Ein weiteres Shirt ist entstanden, wieder aus einer alten Ottobre: das Top Naaemah aus der Zeitschrift 2/2022. Ich hatte von einem sehr dünnen Jersey noch knapp 1m übrig. Da musste ich etwas puzzeln, so dass einer der Ärmel tatsächlich nicht im Fadenlauf zugeschnitten ist. Ich wollte aber, dass der Musterverlauf auf Vorder- und Hinterteil zusammenpasst. Das ist mir auch einigermaßen gut gelungen, trotz überschaubarer Stoffmenge.

Das Top sitzt sehr gut. Die Länge habe ich auch hier etwas gekürzt. Sollte ich es nochmal nähen, müsste ich die Größe vermutlich an die Stoffwahl anpassen. Denn dieser gemusterte Jersey ist sehr dünn und relativ dehnbar. Mit einem etwas festeren Jersey müsste ich vermutlich eine Größe größer nähen.

Und mit diesen Sommershirts hüpfe ich rüber auf den virtuellen Laufsteg des heutigen MeMadeMittwoch, wo ihr noch viele tolle Outfits von anderen Nähbegeisterten entdecken könnt.

Top Violetta #2 – Ottobre Design 2/2020

Als ich bei meinem letzten kurzen Berlinbesuch Anfang Juni auf dem Markt am Maybachufer einen wunderbaren Viskosestoff gefunden habe, wusste ich: das wird eine weiteres Violetta-Top.

Mein erstes Violetta Top aus Musselin war eigentlich als Testprojekt gedacht, ist aber doch ganz schön geworden. Als ich dann bei meinem letzten kurzen Berlinbesuch Anfang Juni auf dem Markt am Maybachufer einen wunderbaren Viskosestoff gefunden habe, wusste ich: das wird eine weitere Violetta.

Bei der Musselin-Version habe ich festgestellt, dass ich etwas mehr Brustweite benötige und auch einen kleinen Längenausgleich vorne.

Da es sich lediglich um 2cm handelt, habe ich kurzerhand im oberen Bereich des Vorderteils die nächstgrößere Größe abgezeichnet und auf Taillenhöhe wieder zur ursprünglichen Größe gewechselt.

Nach dem Zuschnitt ist mir dann aufgefallen, dass ich trotzdem etwas vergessen hatte: die Verlängerung des Vorderteils um ein paar Zentimeter.

Was solls? Erst mal nähen, anprobieren und dann schauen…

Im Vergleich zum Musselinstoff geht das Bügeln bei der Viskose natürlich viel besser. Der Beleg bleibt schön liegen, ohne dass ich ihn mit einem Blindstich rundherum fixieren musste. Lediglich im Schatten der beiden Seitennähte unter den Achseln habe ich den Beleg zusätzlich fixiert.

Vorne am Top fehlten natürlich trotzdem ein paar Zentimeter und ich hätte mich geärgert, wenn ich das so gelassen hätte. Also habe ich einen 5cm breiten Streifen zugeschnitten, unten angenäht und an der Naht nach innen als Tunnelinnenseite umgeklappt. Passt super. Was ich allerdings nicht beachtet habe: Vorderteil und Rückenteil sind jetzt natürlich unterschiedlich lang. Schöner würde es aussehen, wenn ich die Seiten noch aneinander angepasst hätte. Beim Tragen fällt es aber gar nicht störend auf.

Fazit: Die Anpassungen sind gelungen, das Top sitzt besser als die Testversion.

Falls ich das Top noch ein drittes Mal nähe, werde ich den Ausschnitt etwas vergrößern. Er sitzt für mein Empfinden nämlich etwas sehr hoch.

Die Fakten:

Schnittmuster: Top Violetta aus der Ottobre Woman 2/2020

Anpassungen: ab der Taille eine Größe kleiner, Vorderteil ca. 4 cm verlängert, Bindebänder ca. je 20 cm gekürzt.

Stoff: Viskosestoff vom Markt am Maybachufer in Berlin

Jetzt müsste sich nur noch der Sommer öfter zeigen. Die Fotos sind deshalb auch drinnen entstanden, da es draussen nur regnet und gar nicht sommerlich ist aktuell. Und damit hüpfe ich rüber zum MeMadeMittwoch.

Edit: nachdem ich das Top getragen hatte, musste ich den Halsausschnitt doch noch ändern. Beim Tragen hatte ich ständig das Gefühl daran zuppeln zu müssen, da mich der Stoff so nah am Hals doch ziemlich gestört hat.

Also: nochmal aufgetrennt und die vordere Ausschnittlinie angepasst. Das habe ich Freihand gemacht und mittig ist der Ausschnitt jetzt ca. 3cm tiefer. Mehr ging nicht, sonst hätte ich auch einen neuen Beleg benötigt. Aber das reicht völlig aus, so dass das Top nun viel besser sitzt und hoffentlich diesen Sommer noch oft getragen wird.

MeMadeMittwoch: Batik Look – Ottobre Design 2/2019

Mein Beitrag zum MeMadeMittwoch im Juni: das Blusenshirt Batik Look aus der Ottobre 2/2019.

Jetzt schaffe ich es auch mal, beim MeMadeMittwoch dabei zu sein. Gestern habe ich meinen freien Tag genutzt und ein Batik Look Blusenshirt aus der Ottobre 2/2019 genäht.

In der Ottobre fand ich den Schnitt auf den ersten Blick gar nicht so gut. Auf Instagram habe ich dann dieses Blusenshirt hier bei Bimbambuki gesehen und muss sagen: wow, ein tolles Basicteil, wenn man es in einem schönen unifarbenen Stoff näht. Und da hatte ich genau den perfekten Stoff auch bereits im Regal liegen.

Der Stoff ist ein dunkelblauer Polyester-Baumwolle-Elasthan Mix mit einer schönen gerippten Struktur. Hatte ich schon länger mal bei Stoffe.de gekauft. Trägt sich super, ist beim Nähen allerdings eine kleine Diva. Mit einer Microtex Nadel ging es einigermaßen. Und die Struktur des Stoffes verzeiht zum Glück den ein oder anderen ausgelassenen Stich.

Das Gummiband am Ausschnitt habe ich nicht wie im Schnittmuster vorgesehen mit 1cm Abstand genäht, sondern habe den Tunnel direkt oben an die Ausschnittkante genäht.

Außerdem habe ich das Shirt um etwa 5cm gekürzt. Sonst habe ich keine weiteren Änderungen durchgeführt.

Verlinkt bei MeMadeMittwoch, wo ihr noch viele andere tolle genähte Sachen entdecken könnt.