Ich habe mal wieder gestrickt. Bei Instagram habe ich einige gestrickte Westen / Pullunder gesehen und mir gedacht, das könnte ein neues Winterprojekt für mich werden.
Wie nennt man das nun, Weste, Pullunder, Slip over … egal. Mein fertiges Strickstück gefällt mir richtig gut und wird bestimmt ein neues Lieblingsteil, ich möchte es kaum noch ausziehen. Leider gibt’s noch keine besseren Bilder, aktuell liegt der Pullunder gewaschen zum Trocknen.
Mit dem Stricken habe ich schon im November begonnen, für Weihnachten hat es ganz knapp nicht mehr gereicht. Aber in den Tagen nach Weihnachten habe ich die „Driftwood Vest“ noch fertig gemacht.
Die Wolle ist ein Gemisch mit Alpaka, die von einem anderen Projekt noch übrig war. Die Knöpfe sind auch aus meinem Fundus.
Das Strickmuster ist ein kostenloses Design von Drops Design. Gestrickt wird von vorne unten in einem Stück nach oben und dann das Hinterteil wieder bis unten. Nur die Halsblende wird dann am Ende noch angestrickt.
Einen kurzen Rückblick habe ich im Oktober schon gemacht. Wen es interessiert hier entlang bitte.
Ich wünsche euch allen ein gutes und glückliches neues Jahr und viele tolle MeMade Projekte. Und damit geht’s rüber zum MMM.
An Westen kommt man gerade ja nicht vorbei. Mein Feed bei Instagram spült mir immer wieder verschiedene Westen nach oben. Und schwupps springe ich mit auf den Trend.
Da kam das kostenlose Schnittmuster von PurlSoho, das ich über Instagram entdeckt habe, gerade richtig. Und ich erinnerte mich zudem an eine Weste aus einer älteren Ottobre Zeitschrift. Als sie damals im Briefkasten lag dachte ich direkt, die Weste brauche ich. Das wurde dann aus verschiedenen Gründen doch nichts. Aber besser spät als nie!
Also habe ich in meinem zugegebenermaßen viel zu großen Stoffvorrat nach passenden Resten gesucht und bin auch fündig geworden.
Von einem dünnen Stickstoff in rosa hatte ich von einem schon sehr lange zurückliegenden Projekt noch verschiedene mittelgroße Stücke übrig. Mit geteilten Vorderteilen reichten die Reste genau für die Schnittmusterteile der Weste. Für die Innenseite habe ich ein neues Stück Musselinstoff in hellrosa mit Leomuster genutzt. Diesen habe ich Anfang 2024 gekauft mit dem Gedanken an ein luftiges Sommershirt – und dann lag er doch nur im Regal. Das Schrägband ist neu, bei Driessenstoffen extra für die Weste gekauft.
Das Schnittmuster habe ich in Größe M zugeschnitten und als Basis genutzt. In beiden Vorderteilen habe ich in der Teilungsnaht eine Tasche mit Klappe integriert wie bei der Weste aus der Ottobre 2/2023 (Titelmodell).
Die Ausschnittlinie habe ich sehr stark angepasst und mehr an einen V-Ausschnitt angelehnt. Die Abschrägung ist frei Hand nach Gefühl entstanden. Der eigentliche Ausschnitt war mir viel zu hochgeschlossen.
Außerdem habe ich die Weste um einiges gekürzt, teils weil ich einen eher kurzen Oberkörper habe und auch weil der rosa Strickstoff sonst nicht gereicht hätte. Ich finde die Länge perfekt.
Genäht war die Weste sehr schnell. Einzig die Einfasung mit Schrägband dauert etwas, aber hier lohnt es sich langsam und genau zu arbeiten.
Ich liebe die Weste schon jetzt und das bleibt sicher nicht die einzige. Was ich bei einer weiteren Weste noch anpassen würde? Eventuell das Rückenteil etwas schmaler machen und auch den Halsausschnitt noch etwas mehr anpassen, damit die Weste weniger absteht oben am Hals.
Die Fakten
Schnittmuster: Quilted Vest von PurlSoho
Größe: M mit diversen Anpassungen, oben beschrieben
Stoff: Reste (Strickstoff), Musselin mit Leomuster von Megastoffen,Schrägband von Driessenstoffen, Baumwoll-Reste für Taschenbeutel
Und damit hüpfe ich rüber zum MeMadeMittwoch und schaue, was die anderen Frauen so alles genäht haben.
Pläne sind da um verworfen zu werden. Eigentlich wollte ich eine Jeans mit normalem Bein nähen. Dann wurde es aber spontan eine Barrelleg-Jeans. Und sie ist besser geworden als erwartet.
Barrelleg-Jeans sind ja schon seit dem Frühling total im Trend. Für mich konnte ich diese Schnittform zuerst nicht so gut vorstellen. Allerdings probiere ich ab und zu gerne was Neues aus, einen passenden Jeansstoff hatte ich auch da und Bedarf im Kleiderschrank für die eine oder andere neue Hose gibts auch. In der letzten, aktuellen Ottobre Zeitschrift 2/2024 gibt es tatsächlich ein Schnittmuster für eine Barrelleg Hose: „Ballonleg“. Im Magazin genäht aus Leinen. Da dachte ich, mein wenig dehnbarer, mitteldicker Jeansstoff von Buttinette könnte dafür funktionieren.
Und dann wurde es ein ziemliches Puzzle, denn ich hatte nur 1,5m, zum Glück lag der Stoff 150 cm breit. Die Hosenbeine bestehen aus je 4 Teilen, wodurch die gebogene Form entsteht. Das hintere Innenbeinteil musste ich teilen. Aber dann haben tatsächlich alle Teile auf den Stoff gepasst.
Ich habe sicherheitshalber eine Größe größer zugeschnitten als ich normalerweise bei Ottobre nähe, da ich mich an der Hüftweite orientiert habe und zwischen zwei Größen lag. Aber durch verschiedene Änderungen bin ich wohl bei mindestens einer wenn nicht sogar 2 Größen kleiner gelandet. Unter anderem habe ich die Innenbeinnaht etwas begradigt, eine kleine Hohlkreuzanpassung gemacht und die Schrittnaht der Hose etwas enger genäht. Im Schnittmuster sind auch Gürtelschlaufen vorgesehen, diese habe ich weggelassen.
Die Idee zum Cardigan kam mir schon im Juni beim Besuch bei einer Freundin. Sie hat eine tolle dünne Cardigan-Jacke mit schwarzweiß grafischem Muster. Und da erinnerte ich mich an einen Jersey Interlock Stoff in meinem Bestand mit schwarz weißem Punktemuster. Vor Ewigkeiten mal gekauft, ich denke bei Driessenstoffen.
Beim Durchblättern meiner vielen Ottobre Zeitschriften bin ich dann in der Ausgabe 5/2021 fündig geworden beim Cardigan „Cinnamon“. Im Magazin ist der Schnitt als Longjacke angelegt. Ich habe meine Jacke auf Hüfthöhe gekürzt. Weitere Änderungen sind aktuell keine Knöpfe, statt wie vorgesehen 2, und kleinere Taschen. Die Jacke hält wunderbar warm und ist auch gut kombinierbar. Ich frage mich echt warum ich sie nicht schon viel früher genäht habe. Eventuell nähe ich aber doch noch Knöpfe an.
Zum MeMadeMittwoch im Oktober zeige ich euch eine Herbstjacke.
Es wird Herbst und da möchte ich endlich meine „Draufgängerin“ Jacke von Lotte&Ludwig zeigen. Und kurz bevor ich heute ins Büro los bin, hab ich es endlich auch noch geschafft, schnell Fotos zu machen.
Genäht hab ich die Jacke im Winter letztes Jahr. Doch als sie endlich fertig war, war das Wetter schon zu sommerlich, dass ich sie erst mal in den Schrank hängen musste.
Entdeckt habe ich die Jacke bei Instagram, wo genau kann ich gar nicht mehr sagen. Aber der coole Jeansjackenlook hat mir sofort gefallen. Auch dass man die Jacke gefüttert oder ungefüttert nähen kann.
Mein Ziel war es, keine neuen Stoffe für diese Jacke zu kaufen, sondern etwas aus meinen Vorräten dafür zu nutzen und damit auch den Stapel der lang gehüteten Schätze zu reduzieren.
Sehr lange hatte ich schon einen dunklen, gestreiften/karierten Cordstoff sowie weissen Teddystoff im Regal liegen. Diese Kombination sollte es werden. Wie habe ich mich dann beim Zuschnitt selbst verflucht… Streifen?!?!? Die sollten natürlich bei den Nähen schön aufeinander treffen. Das war ein ganz schöner Aufwand mit 3 Rückenteilen usw. Aber ich denke es hat sich gelohnt.
Vor dem Zuschnitt mit dem richtigen Stoff habe ich zur Sicherheit aus einem alten Baumwollbettlaken ein Probeteil genäht um die Passform zu prüfen. Von Lotte&Ludwig hatte ich bis dahin noch keinen anderen Schnitt genäht. Tatsächlich haben sich ein paar kleine Änderungen ergeben: Ein paar Zentimeter mehr Brustweite und ein paar Zentimeter weniger Schulterbreite.
Etwas aufwändiger bei dieser Jacke waren die Tascheneingriffe. Mit der Anleitung hat es aber relativ gut funktioniert.
Da man in der dunklen Jahreszeit mit einer dunklen Jacke nicht so gut gesehen wird, habe ich unten an der oberen Bundkante eine reflektierende Paspel eingenäht.
Und damit hüpfe ich nun rüber zum heutigen MeMadeMittwoch und schaue mal ob es bei den anderen Damen auch schon herbstlich wird.
Zum heutigen MeMadeMittwoch zeige ich euch drei neue Sommershirts, die zuletzt entstanden sind.
In meinem Kleiderschrank fehlten definitiv ein paar neue Sommershirts. Inspiriert wurde ich auf Instagram und habe daraufhin meine zahlreichen Ottobre Zeitschriften durchsucht und bin auch fündig geworden.
Das erste Shirt ist das Statement Shirt aus der Ottobre 2/2017. Das habe ich nach einem ersten Probeteil gleich ein zweites Mal genäht. Vernäht habe ich dafür Stoffe aus meinem Bestand. Das erste mal einen hellblauen Jersey, leicht glänzend. Beim zweiten Shirt habe ich mich für einen schwarzen Jersey mit glänzendem Muster entschieden.
Ich habe beim hellblauen Probeteil die Ärmel nur umgeschlagen und festgenäht. Außerdem möchte ich noch ein schönes Motiv plotten und vorne auf das Shirt aufbügeln. Dafür hatte ich bisher aber noch keine Zeit.
Folgende Änderungen habe ich an dem Schnitt vorgenommen:
Beide Shirts habe ich um etwa 5-7 cm gekürzt. Außerdem habe ich mittig im Rückenteil von oben einen etwa 4cm breiten Abnäher genäht und diesen bis etwa zur Taille hin auslaufen lassen. So sitzt das Shirt an Ausschnitt und Schultern besser. Den Ausschnitt habe ich etwas verkleinert, da dieser mir schon im Schnittmuster sehr groß vorkam.
Entschuldigt bitte für die improvisierten Bilder, ich liefere noch bessere nach bei Gelegenheit.
Ein weiteres Shirt ist entstanden, wieder aus einer alten Ottobre: das Top Naaemah aus der Zeitschrift 2/2022. Ich hatte von einem sehr dünnen Jersey noch knapp 1m übrig. Da musste ich etwas puzzeln, so dass einer der Ärmel tatsächlich nicht im Fadenlauf zugeschnitten ist. Ich wollte aber, dass der Musterverlauf auf Vorder- und Hinterteil zusammenpasst. Das ist mir auch einigermaßen gut gelungen, trotz überschaubarer Stoffmenge.
Das Top sitzt sehr gut. Die Länge habe ich auch hier etwas gekürzt. Sollte ich es nochmal nähen, müsste ich die Größe vermutlich an die Stoffwahl anpassen. Denn dieser gemusterte Jersey ist sehr dünn und relativ dehnbar. Mit einem etwas festeren Jersey müsste ich vermutlich eine Größe größer nähen.
Als ich bei meinem letzten kurzen Berlinbesuch Anfang Juni auf dem Markt am Maybachufer einen wunderbaren Viskosestoff gefunden habe, wusste ich: das wird eine weiteres Violetta-Top.
Mein erstes Violetta Top aus Musselin war eigentlich als Testprojekt gedacht, ist aber doch ganz schön geworden. Als ich dann bei meinem letzten kurzen Berlinbesuch Anfang Juni auf dem Markt am Maybachufer einen wunderbaren Viskosestoff gefunden habe, wusste ich: das wird eine weitere Violetta.
Bei der Musselin-Version habe ich festgestellt, dass ich etwas mehr Brustweite benötige und auch einen kleinen Längenausgleich vorne.
Da es sich lediglich um 2cm handelt, habe ich kurzerhand im oberen Bereich des Vorderteils die nächstgrößere Größe abgezeichnet und auf Taillenhöhe wieder zur ursprünglichen Größe gewechselt.
Nach dem Zuschnitt ist mir dann aufgefallen, dass ich trotzdem etwas vergessen hatte: die Verlängerung des Vorderteils um ein paar Zentimeter.
Was solls? Erst mal nähen, anprobieren und dann schauen…
Im Vergleich zum Musselinstoff geht das Bügeln bei der Viskose natürlich viel besser. Der Beleg bleibt schön liegen, ohne dass ich ihn mit einem Blindstich rundherum fixieren musste. Lediglich im Schatten der beiden Seitennähte unter den Achseln habe ich den Beleg zusätzlich fixiert.
Vorne am Top fehlten natürlich trotzdem ein paar Zentimeter und ich hätte mich geärgert, wenn ich das so gelassen hätte. Also habe ich einen 5cm breiten Streifen zugeschnitten, unten angenäht und an der Naht nach innen als Tunnelinnenseite umgeklappt. Passt super. Was ich allerdings nicht beachtet habe: Vorderteil und Rückenteil sind jetzt natürlich unterschiedlich lang. Schöner würde es aussehen, wenn ich die Seiten noch aneinander angepasst hätte. Beim Tragen fällt es aber gar nicht störend auf.
Fazit: Die Anpassungen sind gelungen, das Top sitzt besser als die Testversion.
Falls ich das Top noch ein drittes Mal nähe, werde ich den Ausschnitt etwas vergrößern. Er sitzt für mein Empfinden nämlich etwas sehr hoch.
Die Fakten:
Schnittmuster: Top Violetta aus der Ottobre Woman 2/2020
Anpassungen: ab der Taille eine Größe kleiner, Vorderteil ca. 4 cm verlängert, Bindebänder ca. je 20 cm gekürzt.
Stoff: Viskosestoff vom Markt am Maybachufer in Berlin
Jetzt müsste sich nur noch der Sommer öfter zeigen. Die Fotos sind deshalb auch drinnen entstanden, da es draussen nur regnet und gar nicht sommerlich ist aktuell. Und damit hüpfe ich rüber zum MeMadeMittwoch.
Edit: nachdem ich das Top getragen hatte, musste ich den Halsausschnitt doch noch ändern. Beim Tragen hatte ich ständig das Gefühl daran zuppeln zu müssen, da mich der Stoff so nah am Hals doch ziemlich gestört hat.
Also: nochmal aufgetrennt und die vordere Ausschnittlinie angepasst. Das habe ich Freihand gemacht und mittig ist der Ausschnitt jetzt ca. 3cm tiefer. Mehr ging nicht, sonst hätte ich auch einen neuen Beleg benötigt. Aber das reicht völlig aus, so dass das Top nun viel besser sitzt und hoffentlich diesen Sommer noch oft getragen wird.
Mein Beitrag zum MeMadeMittwoch im Juni: das Blusenshirt Batik Look aus der Ottobre 2/2019.
Jetzt schaffe ich es auch mal, beim MeMadeMittwoch dabei zu sein. Gestern habe ich meinen freien Tag genutzt und ein Batik Look Blusenshirt aus der Ottobre 2/2019 genäht.
In der Ottobre fand ich den Schnitt auf den ersten Blick gar nicht so gut. Auf Instagram habe ich dann dieses Blusenshirt hier bei Bimbambuki gesehen und muss sagen: wow, ein tolles Basicteil, wenn man es in einem schönen unifarbenen Stoff näht. Und da hatte ich genau den perfekten Stoff auch bereits im Regal liegen.
Der Stoff ist ein dunkelblauer Polyester-Baumwolle-Elasthan Mix mit einer schönen gerippten Struktur. Hatte ich schon länger mal bei Stoffe.de gekauft. Trägt sich super, ist beim Nähen allerdings eine kleine Diva. Mit einer Microtex Nadel ging es einigermaßen. Und die Struktur des Stoffes verzeiht zum Glück den ein oder anderen ausgelassenen Stich.
Das Gummiband am Ausschnitt habe ich nicht wie im Schnittmuster vorgesehen mit 1cm Abstand genäht, sondern habe den Tunnel direkt oben an die Ausschnittkante genäht.
Außerdem habe ich das Shirt um etwa 5cm gekürzt. Sonst habe ich keine weiteren Änderungen durchgeführt.
Verlinkt bei MeMadeMittwoch, wo ihr noch viele andere tolle genähte Sachen entdecken könnt.