Jingle bells jingle bells jingle all the way…. da fallen mir direkt meine 3D Papier Weihnachtskugeln ein.
Im letzten Jahr habe ich für eine Adventskalenderaktion 24 3D-Papierkugeln für den Christbaum gebastelt. Leider habe ich dann meine eigene Kugel weiterverschenkt und hatte am Ende gar keine mehr für mich selber. Als ich dann für die diesjährige Adventskalenderaktion gebastelt habe ist mir die Kugel wieder eingefallen.
Also habe ich kurzerhand 3 verschiedene Kugeln für mich gemacht.
Ein Motiv sind Glocken, die ich direkt zum Weihnachtsfreudenbingo (Jingle bells) verlinke, das zweite Motiv die Krippe. Die zwei Designs sind von Lori Whitlock mit den Design Store Nummern 452903 und 453623. Im Silhouette Design Store gibt es noch viele weitere Designs.
Das dritte Motiv ist das der letztjährigen „Produktion“ ein Tannenbaum mit Stern an der Spitze. Das Motiv habe ich selber mit der Silhouette Software erstellt. Wenn man die Kugeldatei einmal gekauft hat, kann man im Grunde die 6 Außenteile auch selber gestalten.
Ich habe die Datei insgesamt etwas verkleinert, die Originalgröße war mir persönlich etwas zu groß. Hier ein Vergleich:
Die Kugeln selbst werden nur zusammengesteckt und nicht geklebt. Nur das gelbgoldene Papier für die Kugelhalterung ist aufgeklebt und das weiße Papier ist hinter die 6 Kugelseitenteile geklebt.
Ich kann mich gar nicht entscheiden, welches Motiv mir davon am Besten gefällt. Und ihr?
Dieses Jahr mache ich zum ersten Mal bei Post mit Herz mit. Dafür habe ich eine besondere Karte gebastelt.
Ich habe mir für die Karte das Motto „O Tannenbaum“ ausgesucht. Dafür habe ich aus einem quadratischen Musterpapier einen Baum gefaltet. Diesen habe ich mit einem kleinen roten Stern an der Spitze und ein paar goldglitzernden Kugeln dekoriert.
Mit goldenem Stift habe ich auf die Karte außen neben dem Baum noch den Anfang des Liedes geschrieben. Auf der linken Innenseite findet man dann das gesamte Lied, das habe ich ausgedruckt, die Schrift ist grün.
Und auch das Kuvert ist natürlich ich passend gestaltet mit dem grünen Bäumchen. Ich hoffe, dass die Karte viel Freude bereitet. Und ich verlinke sie noch zum Weihnachtsfreudenbingo (O Tannenbaum). Und wenn ich nächstes Jahr mehr Zeit habe und besser plane, möchte ich gerne auch mehr als eine Karte an Post mit Herz versenden.
Heute brennt schon die zweite rote Kerze an unserem Adventskranz und es ist Zeit für einen ersten Zwischenstand beim Weihnachtskleid Sew along.
Ich habe mich erstmal für die Bluse Floral Dreams aus der Ottobre Woman entschieden und damit direkt losgelegt. Die letzte Woche war neben der Arbeit im Büro noch vollgepackt mit schönen Terminen. Leider bin ich dadurch beim Nähen nicht so weit gekommen wie ich dachte. Und daher habe ich mich auch erstmal für diese Bluse entschieden, die ohne Knopfleiste und Ärmelmanschetten auskommt.
Schnittmuster & Anpassung
Während der Stoff beim Vorwaschen war, habe ich das Schnittmuster in Größe 46 abgepaust und eine FBA mit 3cm integriert. Da hab ich ein bisschen rumprobiert was hier die beste Methode wäre, geschnitten, verschoben, geklebt und den Taillenabnäher dann in die Schulter rotiert. Auf dem Papier sieht es ok aus, mal schauen, ob es dann auch bei der fertigen Bluse passt.
Bluse Floral Dreams nähen
Ohne Probeteil hab ich direkt zugeschnitten. Ich nähe mit einer 70er Microtex Nadel, das funktioniert super. Das Vorderteil mit genähten und gebügelten Abnähern sieht, auf die Schneiderpuppe gesteckt, schon vielversprechend aus.
Aus meiner umfangreichen Knopfsammlung habe ich mich für einen silbernen Knopf entschieden. Die Knopfschlaufe ließ sich gut wenden.
Die hinteren Mittelnähte habe ich versäubert und auseinander gebügelt, da oben ja der Schlitz ist. Die anderen Nähte will ich als französische Nähte nähen, das habe ich beim Zuschnitt bereits berücksichtigt. In die Ärmel werde ich wahrscheinlich Gummibänder einziehen, statt der im Schnitt vorgesehenen Bindebänder. Ich mag es nicht so gerne wenn an den Ärmeln vorne Bänder baumeln, finde ich unpraktisch.
Wie sieht es bei der Hose aus?
Naja, zumindest der Stoff für die Hose ist schon vorgewaschen, getrocknet und gebügelt. Und ich habe auch das Schnittmuster schon abgepaust. Da habe mich auch für Größe 46 entschieden, da ich im Sommer auch die Hose Easy fit aus der Ottobre 2/2014 zweimal in dieser Größe genäht habe und sie gut gepasst hat.
Und jetzt schaue ich mal beim MeMadeMittwoch Blog nach, wie weit die anderen Mitnäherinnen gekommen sind.
Beim Weihnachtsfreudenbingo hake ich mit dem Bild unseres Adventskranzes das Feld „dicke rote Kerzen“ ab.
Schon als die Fibre Mood Ausgabe 30 erschienen ist, wollte ich die Jacke Elsie nähen. Endlich habe ich genug Motivation gefunden und das Projekt umgesetzt – und jetzt habe ich eine tolle neue Winterjacke.
Den Stoff – ein Sherpa-Feece in der Farbe Karamell – habe ich extra für die Jacke bei Driessenstoffen gekauft. Ich hatte ihn bei Facebook gesehen und sofort an Elsie als eine Kuschel-Plüschjacke für den Winter gedacht. Also habe ich den Stoff direkt im Sommer bestellt. Und passend für die kalte Jahreszeit habe ich jetzt eine tolle neue, kuschelige und warme Winterjacke.
Paspeltaschen und überall Fussel
Die Position der Taschen hatte ich mir mit gut sichtbaren Fäden markiert. So war das Nähen der beiden Taschen kein Problem. Ingesamt ging das Nähen mit dem Obertransportfuß meiner Bernina Nähmaschine wirklich gut. Nur mein Fusselroller war ständig im Einsatz und der Staubsauger hat vorübergehend ein neues Zuhause an meinem Nähplatz bekommen. Genäht habe ich Größe M. Die Jacke hab ich ca. 5cm verlängert und die Ärmel ca. 3cm gekürzt. Sonst keine weiteren Änderungen. Den Reißverschluss hatte ich im Vorrat.
Jackenfutter für Elsie – wie wird die Jacke warm und winddicht?
Den Steppstoff, den ich als Futter verwendet habe, habe ich bei EvLis Needle bestellt. Ich wollte ursprünglich einen Futterstoff selbst mit Volumenvlies absteppen, hatte dann aber zu wenig dünnes Vlies.
Zusätzlich habe ich noch eine Schicht Meida 80 sms Thermovlies zwischen Außenstoff und Futter mitgefasst. Das hatte ich vor längerem gekauft, eigentlich für ein anderes Projekt, das ich aber dann nicht genäht habe. Das Sherpa-Fleece und das Steppfutter alleine wären mir für den Winter zu wenig. Durch die Meida-Schicht soll die Jacke warm und winddicht werden. Ich habe die Futterteile also 2x zugeschnitten, aus Steppstoff und aus Meida. Die Futterteile und die Teile aus Meida habe ich dann wie eine Schicht behandelt.
Mit einem Trick zum perfekten Ergebnis
Vorab hatte ich bei lee_z.sews bei Instagram noch einen smarten Trick gelesen, wie man das Gummiband im Saum einfacher einnähen kann. Und zwar habe ich nach ihrem Hinweis in beiden Ärmeln eine Wendeöffnung offen gelassen. So ist es deutlich einfacher das Gumiband im Saum und auch in den Ärmeln zu fixieren.
Projektübersicht Fibre Mood Jacke Elsie – das ist drin
Arbeitszeit: 10 bis 12 Stunden, hab nicht so genau mitgestoppt
Kosten: 55 Euro
Mein weißer Sophie Scarf passt auch wunderbar zu Elsie. Mein zweiter kuscheliger Sophie Scarf passt ebenfalls dazu.
Und wenn es draussen ganz frisch ist und man sich am liebsten drinnen einkuscheln würde, aber doch das Haus verlassen muss, passt auch mein langer gestreifter Wollschal perfekt zu meiner Kuscheljacke.
Das Meida Thermovlies hält bisher auch was es verspricht. Ich trage die Jacke schon seit zwei Wochen eigentlich ständig. Auch bei den mittlerweile herrschenden Minusgraden hält sie warm. Und der Wind bläst ebenfalls nicht durch.
Mit meiner neuen Elsie Jacke verlinke ich mich jetzt zum letzten MeMadeMittwoch des Jahres. Danke an die Organisatorinnen für dieses tolle monatliche Treffen. Es war mir das gesamte Jahr über eine große Freude, immer am ersten Mittwoch des Monats dabei zu sein.
Meine Kuscheljacke Elsie und die verschiedenen wärmenden selbstgestrickten Schals passen auch perfekt zum aktuellen Motto „Jetzt wirds kuschelig“ bei den Ü30 Bloggern.
Die Jacke verlinke ich auch noch zum Jahresbingo von Antetanni (denk ich an den Winter) und damit habe ich mein Bingofeld tatsächlich vollständig ausgefüllt! Hätte ich im Februar wirklich nicht gedacht und ich freue mich schon auf das nächste Jahr.
Für diejenige, die es interessiert: Alle meine Bingo Beiträge aus diesem Jahr findet ihr hier: Bingo 2025
Was ist die Advents- und Vorweihnachtszeit ohne Lichter, Glühwein, Lebkuchen und natürlich Adventskalender.
Auch in diesem Jahr darf ich wieder bei einer tollen Adventskalender-Aktion teilnehmen, den eine Kollegin meiner Schwester organisiert. Schon im Oktober habe ich dafür meine 24 Geschenke gebastelt und hübsch verpackt.
Seit 1 Woche steht nun die Kiste mit den 24 liebevoll verpackten Geschenken in meinem Zimmer und die Spannung stieg jeden Tag.
Gestern war es endlich soweit und die Nummer 1 durfte geöffnet werden. Lecker! Weihnachtsmusik an und genießen.
Dieses Jahr bin ich übrigens auch beim Weihnachtskarten Bloghop von der lieben Elfi mit dabei. Meine Karte habe ich schon umgesetzt, seid gespannt, noch darf ich sie nicht zeigen.
Und beim Weihnachtskleid Sew along vom MeMadeMittwoch Blog bin ich dieses Jahr auch wieder dabei. Ich nähe mir eine schwarze Hose und eine Bluse. Wir sind am 26.12. bei meiner Tante zum Essen eingeladen. Da möchte ich das Outfit dann tragen. Meine Updates dazu gibt es hier WKSA 2025
Was bin ich fröhlich, das wird bestimmt eine wunderbare Adventszeit. Denn beim Weihnachtsfreudenbingo von Antetanni, Starkyli und Nähkäschtle bin ich auch dabei und hake jetzt den Punkt „Oh du fröhliche“ ab.
Candy Cane Children … den Song der White Stripes habe ich nicht gehört beim Backen und es geht auch nicht um rot-weiß gestreifte Zuckerstangen. Aber für meine Nichte habe ich einen tollen Schoko-Kuchen mit Überraschung gebacken.
Als mich meine Schwägerin gebeten hat einen Kuchen für die Geburtstagsfeier meiner Nichte zu backen, habe ich nicht lange gezögert. Denn die perfekte Idee hatte ich schon im Kopf: den Piñata-Kuchen, den ich auch für meinen Neffen vor einigen Jahren zum Geburtstag gebacken habe.
Der Kuchen besteht aus 4 Böden, aus den unteren 3 wird in der Mitte mit einem Glas ein Loch austanzt. Die Böden werden mit Marmelade bestrichen und zusammengesetzt. Bevor der Deckel (4. Boden) aufgesetzt wird, befüllt man das Loch mit Schokolinsen oder anderen Süßigkeiten. Deckel drauf und dann kommt noch eine Schokoglasur auf den Kuchen und na klar, noch ein bisschen Zucker-Deko.
Die Überraschung gibt’s dann beim Anschneiden.
Und so sah der Kuchen vor einigen Jahren für meinen Neffen aus:
Alle Jahre wieder… kommt der WKSA. Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal beim Weihnachtskleid Sew along mitgemacht. Es war eine sehr schöne Erfahrung. Und ich freue mich sehr, dass es auch in diesem Jahr einen WKSA gibt.
Meine to Sew Liste ist wie immer lang und schon lange steht darauf eine Kombination aus einer vielseitig kombinierbaren Hose und einer Bluse. Kleider habe ich einige im Schrank und trage sie viel zu selten. Daher möchte ich gerne etwas nähen, das ich auch später im Alltag oft einzeln oder in Kombination tragen kann. Ich bin gespannt, ob das klappt.
Für die Hose habe ich schon einen konkreten Plan: Es soll die Hose Classic straight leg aus der Ottobre Woman 5/2017 #12 werden. Dafür habe ich in meinem unendlichen Stoffvorrat einen passenden schwarzen Stoff. Es ist irgendein Stoffgemisch, nicht zu dünn, fällt gut und ist leicht rutschig. Ich weiß nicht mehr woher ich ihn habe.
Bild: Hose Classic straight leg, Ottobre 5/17
Für die Bluse gibt es mehrere Möglichkeiten. In der engeren Auswahl stehen die Bluse Floral Dreams aus der Ottobre Woman 5/2019 #4. Dafür hätte ich einen Viskose Blusenstoff in petrol, den ich im letzten Jahr bei Stoffe.de gekauft habe.
Die Bluse Papertouch aus der Ottobre Woman 6/2023 #8 gefällt mir wegen der tollen Ärmel sehr gut. Dafür hätte ich den BW-Blusenstoff „Streifen“ in pink und sand im Stash, gekauft dieses Jahr im Frühling bei „zum Vernähen schön“, aber nur jeweils 1.5m, oder einfarbigen Baumwoll Blusenstoff in schwarz, weiß und beere, zuletzt gekauft bei Evlis Needle.
Bild: Bluse Floral dreams, Ottobre 5/19Bild: Bluse Papertouch, Ottober 6/23
Eine weitere Bluse gefällt mir auch wirklich gut. Die Bluse Rosa der Kollektion mit Herz von Mademoiselle Opossum – auch wegen der Ärmeldetails. Die Kollektion mit Herz ist ein Gemeinschaftsprojekt von 10 Schnittmusterdesignerinnen und eine Einladung, gemeinsam Gutes zu tun. Noch bis 31.12.25 kann man sich 12 verschiedene Schnittmuster kostenlos herunterladen und im Gegenzug spenden. Die Aktion unterstützt in diesem Jahr die SOS Kinderdörfer Bremen und Sachsen-Anhalt.
Bild: Bluse Rosa, Kollektion mit Herz
So habe ich jetzt die Qual der Wahl, welche Bluse es werden soll, oder ob ich sogar 2 schaffe?
Ganz gespannt bin ich auch auf die Pläne der anderen Mitnäherinnen beim WKSA 2025 und verlinke dorthin zum MeMadeMittwoch Blog.
Wenn ihr nochmal meine Beiträge zum letztjährige WKSA anschauen wollt, findet ihr die Beiträge hier: WKSA 2024
Für meinen Neffen habe ich diese süße Babydecke gestrickt.
Und hier habe ich sie noch gar nicht gezeigt. Ich habe die Decke vor einem Jahr gestrickt für meinen kleinen Neffen zu seinem ersten Weihnachten.
Die Anleitung ist von Drops Design. Gestrickt habe ich mit einem Merinogarn in weiß, das ich noch von einem anderen Projekt übrig hatte. Und die Menge hat gerade so gereicht für die Decke – perfekt.
Meine kleine süße Tasche zeige ich euch jetzt endlich. Genäht hab ich sie nämlich schon vor 4 Jahren, als die Mach dein Ding Tasche 2021 veröffentlicht wurde.
Als ich zuletzt meine Taschen sortiert habe, ist mir aufgefallen, dass ich die tolle Mini-Tasche noch gar nicht gezeigt habe.
In letzter Zeit hatte ich eher wenig Verwendung für so eine kleine Tasche. Aber direkt als sie fertig genäht war, habe ich sie sehr oft getragen. Und sie gefällt mir immer noch sehr gut, so dass ich sie doch wieder öfter nutzen will.
Ich habe neben der goldenen Kette auch noch ein passendes braunes Gurtband.
Genäht habe ich die Tasche aus Kork mit goldenen Sprenkeln. Den Korkstoff habe ich in einem Stoffladen bei mir in der Nähe gekauft, den es mittlerweile leider nicht mehr gibt. Die Taschenkette und das Gurtband sind von Snaply. Den Magnetverschluss habe ich irgendwann mal in Berlin auf dem Markt am Maybachufer gekauft, ebenso den Endlosreissverschluss. Der Futterstoff war auch aus meinem Vorrat. Woher ich ihn habe weiß ich nicht mehr. Es war eine Kollektion von Stoffen zum Thema Sommer und Camping.
Die Mini-Tasche hat die Designerin Anke von Cherry Picking für #machdeinding2021 entworfen und bei Anna von einfach nähen gibt es dazu ein Anleitungsvideo.
Auf der Rückseite gibt es einen Tunnel, so dass man die Tasche z.B an einem Gürtel befestigen kann, um die Tasche als Bauchtasche zu nutzen.
Heute zeige ich zum MeMadeMittwoch das Ergebnis eines schönen slow sewing Projekts: meinen neuen Leinenblazer. So ein Kleidungsstück hat in meiner Garderobe bisher gefehlt.
In meinen vielen Ottobre Zeitschriften bin ich fündig geworden in der Ausgabe 5/2023. Der Blazer Astrid K. war genau das was ich mir vorgestellt habe. Für mein Material brauchte es allerdings einige Anpassungen.
Genäht habe ich Größe 48. Folgende Änderungen habe ich gemacht:
FBA 3 cm pro Seite
Paspeltaschen mit 2 Paspeln, so kann ich die Klappe auch nach innen legen und habe eine schöne Tasche
Vollfutter statt Teilfutter
Blindschlitz statt echter Ärmelschlitz
Gesamtlänge ca. 8-10 cm gekürzt
Den Leinenviskose habe ich bei Driessenstoffen gekauft. Es ist der gleiche Stoff wie schon bei meiner Jacke Mashika von Ottobre. In der Ottobre ist es ein Cordblazer. Damit mein Leinenblazer etwas Stand hat und nicht mit der Zeit ausleiert, habe ich folgenden Teile mit Vlieseline H180 beklebt: beide Vorderteile und vorderen Seitenteile, alle vier Rückenteile von oben bis zur eingezeichneten Futterlinie, Ober- und Unterkragen, Kragenstege, rückwärtiger Beleg, Ärmelsäume und Jackensaum. Die beiden vorderen Belege habe ich mit H200 beklebt für etwas mehr Stand.
Das Futter ist Futtertaft in lila, da hatte ich von einem lange zurückliegenden Projekt noch knapp 1,5m in voller Breite im Vorrat. Die Knöpfe habe ich von meiner Cousine geschenkt bekommen. Sie sind aus dem Vorrat meiner leider bereits verstorbenen Tante, die auch sehr nähbegeistert war.
Genäht habe ich mit der Ottobre Anleitung und bei einzelnen Schritten nach der Videoanleitung von Anja von LaBavarese. Ihren Oversize Blazer habe ich ja im letzten Jahr erst genäht. Ihre Anleitung unterscheidet sich in ein paar Punkten von der Ottobre. Beispielsweise habe ich die Kragenteile erst an die Jacke und die Belege genäht und anschließend die Teile erst zusammengenäht. Das heißt aber nicht, dass die Ottobre Anleitung schlecht ist.
Die Ärmelschlitze habe ich allerdings eher ungeplant als Blindschlitz genäht. Die Anleitung in der Ottobre zum Ärmelschlitz habe ich auch trotz mehrmaligen Ausprobierens nicht verstanden. Auch Youtube konnte mir hier nicht wirklich weiterhelfen. Der Knoten im Kopf wollte einfach nicht aufgehen. So habe ich dann kurzerhand einen Blindschlitz mit je 3 Knöpfen daraus gemacht. Aber ich finde man muss den Ärmel ja auch nicht unbedingt öffnen können. Und trotz slow sewing ist mir dann ein noch wirklich doofer Fehler passiert und ich habe beim zweiten Ärmel die Knopflöcher in den Ärmelsaum eingenäht statt in den Schlitz. Und natürlich auch direkt aufgeschnitten…. zum Glück war noch genug Stoff da, dass ich diesen Teil des Ärmels nochmal zuschneiden konnte.
Mit den Knöpfen sehen die Ärmel dann gut aus.
Das war ein richtig schönes slow sewing Projekt. Ich habe an einem Abend das Schnittmuster abgezeichnet und die FBA im Vorderteil in das Schnittmuster integriert. Am nächsten Abend habe ich die Teile aus dem Stoff ausgeschnitten. Zwei weitere Abende habe ich mit dem Aufbügeln der Vlieseline verbracht. Dann habe ich an einem Abend die beiden Paspeltaschen genäht. Am Wochenende habe ich dann mehr Zeit investiert und den kompletten Blazer genäht und auch bereits die 6 Knöpfe an den Ärmeln an- sowie Schulterpolster und Ärmelfische eingenäht.
An einem weiteren Abend wurde das Futter zugeschnitten und ich habe direkt alle Teile versäubert. Der nächste Step war dann das Zusammensetzen des Futters. Und der abschließende Schritt danach das Zusammennähen von Blazer und Futter. Zuvor habe ich die Länge festgelegt. Und da ich nicht so groß bin, tatsächlich auch knapp 10 cm gekürzt. So ist der Blazer innerhalb von 2,5 Wochen neben meiner eigentlichen Arbeit hauptsächlich in den Abendstunden langsam entstanden.
Den Blazer habe ich tatsächlich direkt am Tag nach der Fertigstellung auch schon ausgeführt, zum Konzert des Dresdener Residenzorchesters, das in unserer Stadt zu Gast war und Vivaldis Vier Jahreszeiten und weitere tolle Musikstücke aufgeführt hat.